Leonore Moser

» Leonore Moser wurde am 28. Dezember 1910 in Neuwied als Tochter von Max Moser und seiner Ehefrau Paula (geb. Hess *3.3.1885 in Wiesbaden) geboren.

Leonore Moser 1910 - 1942

Leonore Moser 1910 – 1942

Sie wohnte zunächst zusammen mit ihrem Vater Max Moser in Neuwied, in der Pfarrstraße 43/44 (heute: Pfarrstraße 64).

Leonore Moser flüchtete im Februar 1930 von Deutschland nach Belgien. Mit ihrer Mutter Paula und deren zweitem Ehemann, Ludwig Sauer (*4.9.1883 in Göttingen), lebte sie in Ixelles, rue de Tabellion 72. Später zog sie mehrfach um. Sie arbeitete im Geschäft ihres Stiefvaters, dem „Comptoir Belgo-Allemand“, das in gesetzlichen Auseinandersetzungen zwischen deutschen und belgischen Geschäftsleuten vermittelte. 1933 wurde der Name in „Societé des transactions Internationales“ geändert, die u.a. Geld verdiente, indem sie deutschen Juden zur Flucht nach Belgien verhalf.

Leonore Moser wurde in einer Verhaftungswelle vom 3. und 4. September 1942 in ihrer Wohnung in Brüssel, Rue Berkendael 132, verhaftet und in der Dossin-Kaserne im SS-Sammellager Mechelen interniert. Es diente von Juli 1942 bis September 1944 als Durchgangslager für die Deportation von Juden, Sinti und Roma in deutsche Vernichtungslager. Dort kam sie am 6. September an und wurde unter der Nummer 249 auf der Deportationsliste von Transport IX registriert. Dieser Transport verließ Mechelen am 12. September und kam in Auschwitz-Birkenau am 14. September 1942 an. Danach verliert sich ihre Spur, da große Teile des KZ-Archivs 1945 vernichtet wurden.

Von Mechelen (Malines) aus wurden 25.482 Juden und 352 Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau und in einige kleinere Lager abtransportiert. Zwei Drittel der Deportierten wurden gleich nach der Ankunft vergast. Bei der Befreiung der Konzentrationslager lebten noch 1.395 dieser Menschen. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/component/content/article/8-personenbeitraege/186-moser-leonore?Itemid=108 [abgerufen am 27.12.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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