Journalisten haben die Wahrheit zu schreiben!

» […] Wir sollen die Lügenpresse nicht mehr beim Namen nennen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich werde mir dieses wahre, allzu wahre Wort nicht ausreden lassen.
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47 Prozent der Befragten waren der Auffassung, daß die Medien einseitig berichten (Beispiel: Ukraine-Krise).
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Das Mißtrauen in die Medien nimmt mit der Höhe der Bildungsabschlüsse zu. Also: Gerade die Gebildeteren trauen den Medien am wenigsten.
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Einseitige Berichterstattung […] […] [hindert] uns an freier Meinungs- und Willensbildung. Wir können zu keiner richtigen Einschätzung, keinem gerechten Urteil kommen, wenn wir nicht über beide Seiten, auch und gerade über die Gegenseite wahrheitsgemäß informiert werden. Nur so wird Verständigung möglich, Interessenausgleich, friedliche Konfliktlösung.

Aber die Beschäftigten des großen Springer-Konzerns sind ausdrücklich per Arbeitsvertrag zur Einseitigkeit verpflichtet: für das transatlantische Bündnis mit den USA, für die sogenannte soziale Marktwirtschaft. In anderen Medienkonzernen gelten solche Grundsätze unausgesprochen, ohne Vertrag, ohne unterschriebene Selbstverpflichtungen.

Der Leipziger Medienwissenschaftler Uwe Krüger hat in seinem Buch „Medienmacht“ aufgedeckt, wie die für Außenpolitik zuständigen Redakteure sogenannter Qualitätszeitungen – „Süddeutsche“, „FAZ“, „Welt“ und „Zeit“ – gemeinsam die sogenannte öffentliche Meinung herstellen, immer bellizistisch an der Seite der USA. Die regionalen Monopolzeitungen, die zumeist den großen Multimedia-Konzernen gehören, schwimmen im selben Strom mit.
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Artikel 27 der nordrhein-westfälischen Verfassung gebietet […]: „Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden.“
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Wir brauchen zum Schutz vor Desinformation eine gründliche Medienreform, die vor allem dem einzelnen Journalisten, der einzelnen Journalistin größtmögliche Unabhängigkeit garantiert. Jeder, der den Medien mißtraut, jeder, der sich mit Recht über Einseitigkeiten der Berichterstattung ärgert, sollte sich hier engagieren. Denn: Es gibt keine Demokratie ohne Demokratisierung der Medien.
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Meiner Meinung nach sollen Journalisten die Wahrheit schreiben. Das ist der berechtigte Anspruch der Leser, der Hörer und Zuschauer an sie. Diesen Anspruch muss das Publikum geltend machen.
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ich beobachte mit Sorge, wie Springer und andere Konzerne jetzt Milliardenbeträge aufwenden, um die Herrschaft über das Netz zu erlangen.

Wie „Bild“ und andere Springer-Zeitungen lügen und hetzen, haben Wissenschaftler und Autoren wie namentlich der Reporter Günter Wallraff schon seit Jahrzehnten in vielen Büchern dokumentiert.
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es ist dringend notwendig, eine Diskussion über die Rolle der Medien in Gang zu setzen. Das Problem ist aber, daß die Verleger und Intendanten und Chefredakteure daran nicht interessiert sind und die Medien, vor allem die privaten Blätter und Sender, für diese Diskussion nicht zur Verfügung stehen. […] «

Eckart Spoo | weltnetz.tv | 04.02.2014 | „Lügenpresse“ – Ein wahres Wort | https://weltnetz.tv/video/620-spoos-presseschau-luegenpresse-ein-wahres-wort

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2 Antworten zu Journalisten haben die Wahrheit zu schreiben!

  1. nandalya schreibt:

    Die „Wahrheit“ aus den USA wird Journalisten, die unter anderem auch bein SPD-Zeitungsimperium beschäftigt sind, direkt aus dem Pentagon über die Atlantik-Brücke, bzw. die großen Nachrichtenagenturen serviert. Wobei man zur Zeit beobachten kann, dass die überwiegend den Demokraten zugeneigten US-Medien, mit für das Trump-Bashing in Deutschland verantwortlich sind.

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  2. windsucher schreibt:

    Ja, das haben sie. Und wenn man sie dazu verpflichten würde, dann sollte man sie auch für kleinste Verfehlungen bestrafen und wenn sie davon ihren Lebensunterhalt bestreiten erst recht, da sie aus niederen Beweggründen handeln. Ausgerechnet Herrn Wallraff als positives Beispiel zu nehmen ist allerdings die selbe verlogene Art, nur eben von der anderen Seite betrachtet..Vielleicht sollte es Gesetze geben, die als erstes mal verbieten, dass von einem Medium informierende Nachrichten verbreitet werden dürfen, dass sich über Werbung oder gar staatliche Förderung finanziert. Damit würde man zumindest mal ausschließen, dass das Medium direkt Nutzen aus der Einseitigkeit zieht.

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