29. Januar – Philosophische Praxis

»Paradoxerweise ist die Fähigkeit, allein zu sein, die Bedingung dafür, in der Lage zu sein, zu lieben. (Erich Fromm)«

»Menschen fliehen oft vor dem Alleinsein. Wie viele Beziehungen werden aufrecht erhalten, nur um nicht allein sein zu müssen. Im Alleinsein wäre man auf sich selbst zurückgeworfen. Man wäre mit sich konfrontiert und müsste sich dem stellen. Das macht vielen Menschen Angst. Und so suchen sie Ablenkung im Aussen, suchen Unterhaltung durch andere.

Die Flucht vor sich selber lässt den anderen zum Mittel zum Zweck werden: Er ist dazu da, mich vor mir selber zu schützen. Er soll mich so ablenken, dass ich mich nicht mit mir selber befassen muss. Liebe aber darf nie den anderen zum Mittel machen. Und: Liebe ist die Begegnung von Ich und Du. Was aber, wenn ich mich selber gar nicht kenne, weil ich mich nicht traue, hinzusehen? Womit begegne ich dann dem anderen? Trete dann wirklich ich als ich in Beziehung oder nur das, was ich von mir zeigen will, das, was ich als akzeptable Form meiner selbst anerkenne?«

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