Franziska Levita

» Franziska Levita wurde am 15. Juni 1862 als Franziska Gutmann in Sonnenberg/Wiesbaden geboren. Ihre Eltern waren Gottschalk Gutmann, geb. 19.12.1830 in Gross-Karben, gest. am 3.3.1912, und Sara Gutmann, geb. Haimann, geb. 29.4.1828 in Dotzheim, gest. am 3.11.1919.

Franziska Levita 1862 - 1944

Franziska Levita 1862 – 1944

Franziska Levita wohnte in Wiesbaden und in Neuwied, Mittelstraße 29.

Sie hatte drei Söhne, Ludwig, Arthur und Hugo. Bis 1942 wohnte sie bei ihrem Sohn Ludwig, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Arthur Inhaber einer gut gehenden Metzgerei und eines Viehhandels in der Rambacher Straße 11 in Sonnenberg war.

Auszug aus: „Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte, Wiesbaden“: [1]

„Infolge der Boykottmaßnahmen der Nazis gegen jüdische Geschäfte, insbesondere Metzgereien, mussten die Brüder Levita ihr Geschäft im Jahre 1936 aufgeben. … Arthur Levita emigrierte bereits 1936 mit seiner Familie nach Südafrika und eröffnete in Johannesburg wieder eine Metzgerei. Ludwig Levita blieb mit seiner Frau und seiner Mutter in Wiesbaden-Sonnenberg zurück. Nach der Reichspogromnacht 1938 wurde er für vier Wochen in einem Konzentrationslager interniert. Dort war er nach Aussagen von Zeitzeugen Misshandlungen ausgeliefert. Von 1938 bis 1942 war er zu Zwangsarbeit in der Seifenfabrik BEO in Dotzheim verpflichtet.“

Franziska Levita zog 1942 zu ihrem dritten Sohn Hugo nach Neuwied, der mit seiner Ehefrau Irma Levita, geb. Geisel, und dem gemeinsamen Sohn Otto in der Mittelstraße 29 lebte.

Am 1.4.1942 wurde Ludwig Levita, der in Wiesbaden zurückgeblieben war, in das Konzentrations­lager Mauthausen deportiert. Dort wurde er wenige Tage später am 7.4.1942 im Alter von 56 Jahren ermordet.

Franziska Levita wurde ab Koblenz in einem Zug von Trier über Köln am 27. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt und am 12. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort umgebracht. Im Erinnerungsportal Yad Vashem, Jerusalem, wird als Todesort Minsk angegeben.

Das Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e.V. erinnert auf seiner Internetseite an das Schicksal der Franziska Levita und ihrer Familie. In Wiesbaden befinden sich auch Stolpersteine für sie. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://stolpersteine-neuwied.de/index.php?option=com_content&view=article&id=112:levita-franziska&catid=8&Itemid=119 [abgerufen am 15.06.2019]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht

Stolpersteine gegen das Vergessen
Mehr als 5500 Stolpersteine erinnern in Hamburg an die Opfer des Holocaust. Mit selbstgemachten Schablonen und Kreidefarbe gibt die Schülerin Nele Borchert ihnen nun ein Gesicht.
2 min Datum: 25.01.2019
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/stolpersteine-gegen-vergessen-100.html


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Eine Antwort zu Franziska Levita

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