Wie wirst du gelegentlich scherzhaft genannt? | 950/1000 Fragen

Ende meiner Teenagerzeit sang ich in einem Jugendchor und es gab dort eine freche Mitsängerin. Zu dieser Zeit lief im Fernsehen die Mini-Serie „Mein lieber Mann“ mit Ulrich Faulhaber und Simone Rethel in der Hauptrolle. Ulrich Faulhaber spielte die Rolle des Paul Schlunz. Er hatte wohl so seine Angewohnheiten und um mich zu necken, nannte mich diese Mitsängerin, nach einer meiner ersten Chorproben, „Schlunz“. Dieser Nickname gefiel allen, nur mir nicht, so gut, sodass ich fortan nur noch Schlunz genannt wurde, mein Vorname geriet in Vergessenheit.

Ich habe tatsächlich so zwei, drei Angewohnheiten, Dinge in einer bestimmten Art und Weise bzw. Reihenfolge zu tun. Dies veranlasste eine gute Freundin und Kollegin letztes Jahr auf einer gemeinsamen Dienstreise mich scherzhaft bei einem Abendessen in einem Restaurant „Monk“ zu nennen. Ich kenne Monk nicht. Es ist eine Serienfigur aus den 2000er Jahren. Als sie mir erklärte, was Monk ausmachte, war ich nicht gekränkt; ich finde es gut, ein Mensch mit Ecken und Kanten zu sein, der lieb gewonnene Angewohnheiten pflegt. Da ansonsten scheinbar die Übereinstimmung mit der Serienfigur nur marginal ist, ist „Monk“ als Etikett nicht hängengeblieben. Nur ich, ich nenne mich manchmal jetzt selbst Monk, wenn ich mich mal wieder bei einer meiner Angewohnheiten „erwische“ und darüber schmunzeln muss.


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