Binnen 10 Jahren.

» Der Flächenbedarf des Autos für Fahren und Parken wird sich von 50.000 km2 auf 200.000 km2 erhöhen. Das ist eine Fläche fast so groß wie die der alten BRD. Die zur Ernährung eines Menschen benötigte Fläche beträgt 2.500 m2. Das heißt, das Kfz raubt 80 Millionen Menschen die Nahrungsgrundlage. Unberücksichtigt bleibt hierbei der direkte Flächenverbrauch durch Zersiedlung (Suburbanisierung) und der indirekte Flächenbedarf durch Rohstoffabbau, landwirtschaftlichen Raubbau, durch Anbau von Biokraftstoffen, Beeinträchtigung der Natur durch Kfz-Verschmutzung und die Wachstumsdepression durch Sommersmog. Ebenso wenig berücksichtigt ist die durchs Kfz mitverursachte Klimakatastrophe. Eine teilweise oder gar vollständige (nicht erreichbare) Verlagerung vom Verbrennungsmotor auf Elektroautos wird nicht viel daran ändern, sondern andere Rohstoffe (Lithium, Kobalt, Seltene Erden, Grafit, Nickel) bis zu 3.000 Prozent gesteigert ausbeuten, die »üblichen« Rohstoffe (Kupfer, Mangan, Aluminium) vermehrt nutzen, den Bau von zusätzlichen Kohle- und Atomkraftwerken erzwingen, die Zahl der Kfz PS-gestärkt weiter erhöhen und sogar den CO2-Verbrauch steigern. «

Klaus Gietinger, Vollbremsung (Warum das Auto keine Zukunft hat und wir trotzdem weiterkommen), ISBN 978-3-86489-280-6


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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2 Antworten zu Binnen 10 Jahren.

  1. Das überaus spannende an der Entwicklung ist ja, dass der vielgeliebte Individualverkehr mit einem tonnenschweren Trumm um sich rum weiter erhalten bleiben soll, weil die vielbegabten deutschen Ingenieure nichts anderes (außer Panzern) zustande bringen und wir sonst alle Hunger leiden. Die tägliche Argumentation der einschlägigen Lobby erstaunt schon etwas. Dann wieder liest man die Unfallzahlen und die eindeutigen und zu vermutenden Suizide und erweiterten Suizide und Morde mit diesen Apparaten. Es ist ungemütlich auf den Straßen, Gehwegen, in den Fußgängerzonen (also, bei uns fahren da Autos. Busse sowieso, aber auch Pkws. Fahrradfahrer werden angehalten, auch natürlich Kfz ohne Genehmigung. Scheint aber jeder zu kriegen bis auf z.B. Pflegedienst o.ä. (zu kleine Autos vermutlich)), auf Feldwegen – ja, Autos, aber noch mehr zweitaktende Zweiradstinker, ach, überall. Schon klar, ich wohne auf dem Land und gemäß unserer Gesellschaftsvereinbarung fahre ich selbst oft genug mit dem Auto. Aber es gäbe doch interessante Ideen (die sich nicht rechnen, weil die meisten mit dem Auto fahren), Rufbus, Bürgerbus und vieles mehr.

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  2. rotewelt schreibt:

    Ja, das heute so hochgelobte Elektroauto ist auch nicht sauber, im Gegenteil. Noch dazu wird angenommen, dass die zunehmende Verbreitung dafür sorgen wird, dass es noch mehr Zweitwagen geben wird. Mit dem Elektroautochen als falsche Gewissensberuhigung fährt man dann mal kurz in die Stadt, den SUV behält man zum Protzen.

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