„Der hauptsächliche politische Wandel kommt von Menschen, die Verantwortung für die Klimakrise in ihrem eigenen Leben übernehmen.“

» Die 16-Jährige Schülerin aus Schweden ist vielleicht die einzige Person auf der Welt, die die Bedrohung nicht verleugnet, sondern als das sieht, was sie ist. Sie sagt: „Ihr seid alle verrückt! Das ist eine existenzielle Bedrohung. Also sollten wir die ganze Zeit darüber reden und alle Zeitungen darüber schreiben.“ Für sie ist es eine sehr persönliche Krise. Und das ist sie für alle. Denn das, was wir dem Planeten antun, traumatisiert uns.
… | …
Das Leben, wie wir es kannten, verschwindet gerade. Und das ist emotional überwältigend und unheimlich belastend und macht uns machtlos. Die Klimakrise ist also eine Form des Traumas. Das anzuerkennen ist der erste Schritt zur Genesung.
… | …
Wir müssen das Problem selbst lösen und nicht warten, bis Regierungen es tun. Der hauptsächliche politische Wandel kommt von Menschen, die Verantwortung für die Klimakrise in ihrem eigenen Leben übernehmen. Und sozialen Bewegungen beitreten. «

Zhiwa Woodbury, „Was wir dem Planeten antun, traumatisiert uns“, PSYCHOLOGIE HEUTE, 08/2019, 13 ff – » Seit Jahrzehnten [seit den 1970er Jahren] warnen Forscher vor den Folgen des Klimawandels, doch alle machen weiter wie immer. Der Umweltpsychologe Zhiwa Woodbury erkennt darin einen psychosozialen Abwehrmechanismus. Die Menschheit leide an einen „Klimatrauma“ «


Impressum/Datenschutz/Datensicherheit

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
Dieser Beitrag wurde unter RSOPZitat abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu „Der hauptsächliche politische Wandel kommt von Menschen, die Verantwortung für die Klimakrise in ihrem eigenen Leben übernehmen.“

  1. rotewelt schreibt:

    Der hauptsächliche politische Wandel käme für mich von Menschen, die sich gegen die zunehmende soziale Ungleichheit und den Neoliberalismus wehren. Der derzeitige Fokus allein auf das Klima ist meiner Meinung nach eine willkommene Ablenkung und lässt die Herrschenden politisch so weiterwursteln wie bisher auch. Und bei der „Klimakrise“ sollte man besser auch mal die in die Verantwortung nehmen, die der Welt global wirklich schaden, etwa bei der Abholzung der Regenwälder zu Gewinnzwecken, und nicht den kleinen deutschen Bürger mit zusätzlichen Steuern belasten.

    Gefällt 1 Person

    • Du hast auch Recht. Der Autor des Artikels betrachtet den/die Einzelne*. In seinem Trauma. Trauma lähmt. Der Traumatisierte kann sein Traum überwinden, in dem er mit kleinen Dingen anfängt, die seinen Einfluss aufs Klima positiv verändern. Und sich in sozialen Gruppen engangieren. Z.B. ‚Fridays for future‘. Und wenn man einmal anfängt sich mit den kleinen Dingen zu beschäftigten und sich in Gruppen zu organisieren, kommt sehr schnell ein Schritt nach dem anderen und plötzlich wird das große Ganze sichtbar: Gier in allen Facetten – entfesselte Marktwirtschaft/Kapitalismus – Ungleichheit usw usf. Ja, in dem ich den kleinen deutschen Bürger mit zusätlichen Steuern belaste, wollen die Machthaber erreichen, dass er, der Bürger, sich um den Broterwerb kümmert und nicht um die Machenschaften der Herrschenden. Liebe Grüße, Bernd

      Gefällt 1 Person

  2. Das ist genau der Punkt. Nicht verdrängen, sondern Eigenverantwortung gerecht werden, ein jeder nach seinen Möglichkeiten.

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.