„Beenden wir das Leben, damit der Kapitalismus weiter fortbestehen kann – oder beenden wir den Kapitalismus, um weiter leben zu können?“

» […] man [muss] keine definitive Alternative parat haben […], um sagen zu können, dass der Kapitalismus scheitert. Die Aussage steht für sich.
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auf einem endlichen Planeten führt permanentes Wachstum aber zwangsläufig in die ökologische Katastrophe
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Ein steigender Ressourcenverbrauch entspricht bislang dem Niveau des Wirtschaftswachstums oder übersteigt dieses sogar. Die absolute Entkoppelung, die notwendig wäre, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern – also eine Reduzierung des Verbrauchs materieller Ressourcen –, ist nie erreicht worden und erscheint auch unmöglich, solange die Wirtschaft weiter wächst. Grünes Wachstum ist eine Illusion.
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Da das Ausmaß an wirtschaftlicher Aktivität so lange zunimmt, bis der Kapitalismus alles durchdringt, von der Atmosphäre bis zum Meeresgrund, wird der gesamte Planet zu dem Bereich, der geopfert wird
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Gesellschaften können sich von […] apokalyptischen Ereignissen wieder erholen, nicht aber vom Verlust von Lebensraum, einer artenreichen Biosphäre und einem lebensfreundlichen Klima.
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die […] Annahme [ist bizarr], jemand habe ein Anrecht auf einen so großen Teil des natürlichen Reichtums der Erde, wie er sich mit seinem Geld kaufen kann
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Wirtschaftswachstum, das seinem Wesen nach mit dem immer größeren Verbrauch materieller Ressourcen verbunden ist, bedeutet, sowohl den lebenden Systemen als auch zukünftigen Generationen den natürlichen Reichtum wegzunehmen.
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der Kapitalismus und das wirtschaftliche Wachstum, das er vorantreibt, [hat] die wirtschaftliche Situation einer großen Zahl von Menschen verbessert […], während er gleichzeitig den Wohlstand und das Wohlergehen vieler anderer zerstörte.
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Ein Großteil des Wohlstands reicher Nationen gründet sich auf Sklaverei und koloniale Enteignung.
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müssen wir Mittel finden, menschlichen Wohlstand zu schaffen, die besser und weniger schädlich sind als der Kapitalismus.
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Es gibt kein Zurück. Die Alternative zum Kapitalismus sind weder Feudalismus noch Staatskommunismus.
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Wie also könnte ein besseres System aussehen?
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ökologische Zivilisation […] Jeremy Lent
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Kate Raworths Doughnut Economics
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umweltpolitischen Denken […] Naomi Klein, Amitav Ghosh, Angaangaq Angakkorsuaq, Raj Patel und Bill McKibben
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Vorstellung von „privater Angemessenheit und öffentlichem Luxus“
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neuen Konzepts von Gerechtigkeit
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jede Generation überall dasselbe Recht auf Genuss des natürlichen Reichtums haben sollte
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Wir brauchen viele Köpfe aus verschiedenen Disziplinen – Wirtschaft, Politik, Kultur, Gesellschaft und Logistik –, die zusammenarbeiten, um eine bessere Organisation der Gesellschaft zu erdenken, die unsere Bedürfnisse befriedigt – ohne unseren Lebensraum zu zerstören! […] «

George Monbiot | der Freitag | 07.05.2019 | Grünes Wachstum ist eine Illusion – Der Kapitalismus, den wir kennen, ist nicht mit dem Überleben des Planeten vereinbar. Es ist höchste Zeit, dass wir ein neues Wirtschaftssystem designen | https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/gruenes-wachstum-ist-eine-illusion

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10 Antworten zu „Beenden wir das Leben, damit der Kapitalismus weiter fortbestehen kann – oder beenden wir den Kapitalismus, um weiter leben zu können?“

  1. rotewelt schreibt:

    Leider wird die Prämisse des Wachstums kaum hinterfragt.

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  2. Werner Kastens schreibt:

    Moderner Kapitalismus

    Vergewaltigung
    der Menschheit
    durch Konsum

    Gefällt 1 Person

  3. Gemeinwohlökonomie als Modell der Zukunft – Christian Felber.

    Gefällt 1 Person

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