August Rosenfeld

» August Rosenfeld wurde am 14. September 1875 als Sohn von Anselm und Amalie Rosenfeld, geborene Canter, in Neuwied geboren. Zu Informationen über die Familie Rosenfeld: siehe Paula Bromberg, geb. Rosenfeld.

August Rosenfeld 1875 - 1942

August Rosenfeld 1875 – 1942

Er wohnte in Neuwied, Mittelstraße 17 (heute: Mittelstraße 18), und Berlin, Gervinusstraße 18.

August Rosenfeld heiratete 1938 die geschiedene Julie Nagel, geborene Rosenberg, bei der er einst zur Untermiete wohnte. Beide wurden am 30. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Ein Sohn aus der ersten Ehe, Karl Heinrich Nagel, war 1938 in die USA geflüchtet und lebte in Little Neck, New York. Der zweite Sohn Hans-Rolf Nagel wurde mit seiner Ehefrau Hanni und Tochter Tana in Auschwitz ermordet.

„Die geräumige Wohnung von Julie und August Rosenfeld bestand aus fünf Zimmern, die edel eingerichtet waren. William Ross, ein Neffe von Julie Rosenfeld, hat später beschrieben, was er bei einem Besuch 1938 in der Gervinusstraße gesehen hatte: ein Herrenzimmer mit Eichenmöbeln, ein Esszimmer mit Mahagonimöbeln und ein Schlafzimmer mit Birkenmöbeln. Es gab mehrere Perserteppiche und wertvolle Gemälde, dekoratives Silber und Messingleuchter sowie echtes Meißener Porzellan und Kristallgeschirr. Julie Rosenfeld besaß Pelzmäntel, Schmuck und eine Nähmaschine.

Julie und August Rosenfeld mussten vor ihrer Deportation kurzfristig zunächst in die Fritschestraße 5, dann in die Clausewitzstraße 2 umziehen. Zweifellos mussten die Verfolgten im Laufe der Jahre, bedingt durch ihre erzwungenen Umzüge in kleinere Wohnungen, den weitaus größten Teil ihrer gutbürgerlichen Wohnungseinrichtung verschleudern. Die restlichen Möbel in der Wohnung Clausewitzstraße sind nach der Deportation der Verfolgten am 6. Oktober 1942 durch den damaligen Oberfinanzpräsidenten verwertet worden, der Erlös betrug nur noch 30,80 RM.
Karl Heinrich Nagel, als Alleinerbe, wurde 1959 mit einem Betrag von 5 000 DM für den Verlust der Wohnungseinrichtung entschädigt.“
(https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.179873.php)

August Rosenfeld wurde am 26. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Sein weiteres Schicksal ist nicht dokumentiert. Vermutlich wurde er im KZ Minsk ermordet.

Für Julie und August Rosenfeld sowie die Tochter, Schwiegersohn und Enkelin sind in Berlin, Gervinusstraße 18 Stolpersteine verlegt. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://stolpersteine-neuwied.de/index.php/8-personenbeitraege/220-rosenfeld-august-2 [abgerufen am 2019-09-11]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht

Stolpersteine gegen das Vergessen
Mehr als 5500 Stolpersteine erinnern in Hamburg an die Opfer des Holocaust. Mit selbstgemachten Schablonen und Kreidefarbe gibt die Schülerin Nele Borchert ihnen nun ein Gesicht.
2 min Datum: 25.01.2019
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/stolpersteine-gegen-vergessen-100.html


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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