„Irgendjemand scheint dem Menschen das uneingeschränkte Recht eingeräumt zu haben, durch seinen Lebenswandel Millionen anderer Arten unwiederbringlich auszulöschen.“

» […] Trotz deutlichster Warnungen setzt der Mensch seinen Marsch in den Abgrund ungebremst fort.
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wir gefallen uns in einer „Politik der kleinen Schritte“ als hätten wir noch Jahrhunderte Zeit
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Wenn alle auf der Welt so leben würden wie die Deutschen, wäre der Erdüberlastungstag bereits am 3. Mai
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Das globale Ökosystem funktioniert wie ein Körper. Die Regenwälder sind die Lungen. Doch die Abholzung der tropischen Regenwälder schreitet weltweit unaufhaltsam voran — in Südostasien, um Ölpalm-Plantagen anzulegen, in Südamerika, um Soja für Mastvieh in Europa anzubauen. In Deutschland sind dann wiederum die mit diesem Soja gefütterten und in riesigen Mastbetrieben gequälten Rinder für 60 Prozent der Methan-Emissionen verantwortlich
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Wir fischen alle Ozeane leer.
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hat sich der Rohstoffverbrauch der letzten 40 Jahren weltweit verdreifacht, während sich die Weltbevölkerung nicht einmal verdoppelt hat
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Der Pro-Kopf-Verbrauch eines Europäers ist zehnmal so hoch wie der eines Afrikaners oder Asiaten, während die Rohstoffe — fossile Brennstoffe und Metalle — meist aus deren Regionen kommen
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Die Politik tut scheinheilig generationenbewusst, und wirft für populistischen Erfolg alle Zukunftsbedenken über Bord
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Laut Umweltbundesamt werden etwa ein Drittel aller Lebensmittel in Deutschland vernichtet. Außerdem hinterlässt jeder Deutsche pro Jahr rund 220 Kilogramm Plastikmüll auf der Erde
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In Wahrheit findet sich der Großteil der zu Hause feinsäuberlich sortierten Gelben Säcke der Wohlstandsgesellschaft — wenn er nicht verbrannt wird — auf den Müllhalden der südlichen Hemisphäre wieder und vergiftet dort die Landschaft.
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Laut GFN bräuchten wir drei Erden, wenn alle so leben würden wie die Deutschen.
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Der Lebensstil der Industrienationen belastet die Welt am meisten.
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Der Club of Rome warnt bereits seit über 50 Jahren unerbittlich vor dem Kollaps unseres Planeten und fordert Nachhaltigkeit in unserem Tun. Der Appell ist in Zeiten des mittlerweile unbestreitbar spürbaren Klimawandels, einer stetig weiterwachsenden Weltbevölkerung und der unaufhaltsamen Umweltzerstörung aktueller denn je
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„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und die Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht“
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dass exponentielles Wachstum in einem limitierten System schneller als erwartet die Grenze der Belastbarkeit erreicht und so die Lebensgrundlage des Menschen zerstört sei.
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Ab jetzt konnte keiner mehr behaupten, er hätte dies nicht gewusst
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Zwar habe der Mensch begonnen, die Grenzen der Erde ernster zu nehmen, doch Bemühungen, etwas zu ändern, kämen viel zu langsam.
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Bedingungen für eine Veränderung seien eine radikale Energiewende, nachhaltige Lebensmittelproduktion, neue Wachstumsmodelle für ärmere Länder, ein Abbau von Ungleichheit durch faire globale Steuersysteme sowie enorme Investitionen in Bildung, Geschlechtergleichheit, Gesundheit und Familienplanung. In jedem kommenden Jahrzehnt müsse der Ausstoß fossiler Brennstoffe halbiert werden. Um 2050 zehn Milliarden Menschen ernähren zu können, sei der Wechsel zu einer nachhaltigeren Form der Landwirtschaft unabdingbar
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„Der praktisch regellose globale Markt ist ein primitiver Wachstums- und Profitmarkt. Für Klimawandel, Ozeane oder biologische Vielfalt hat der keine Antenne. Und wenn wir Regeln einführen wollen, brüllen die Amerikaner, das sei das Ende der Freiheit und des Wohlstands, und die neuen rechtsgerichteten Parteien brüllen mit“
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Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht, das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel
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Laut Greenpeace Russland seien 2019 bereits zwölf Millionen Hektar Wald im Osten Russlands abgebrannt. So kommt es gleich zu doppelter Kohlendioxid-Belastung. Zum einen werden bei Waldbränden große Mengen CO2 freigesetzt. Zum anderen kann abgebrannter Wald kein CO2 mehr speichern
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„Die Erderwärmung führt dazu, dass das Grundeis in der Tundra von Sibirien und Kanada schmilzt. Dabei werden gigantische Mengen Methan freigesetzt, und das ist ein schlimmeres Gas für das Weltklima als Kohlenstoffdioxid. Irgendwann kann ein Punkt erreicht werden, an dem eine sich selbst beschleunigende Katastrophe ausgelöst wird. Dann geht es nicht mehr um ein Viertel Grad mehr beim Erdklima. So stolpern wir locker über die Drei-Grad-Marke. Das wäre eine üble Geschichte. Das Polareis im Süden und Norden könnte ins Meer rutschen. Einschließlich Grönland. Und der Meeresspiegel stiege dann um mehrere Meter an. Was ist dann mit Amsterdam? Hamburg? Helsinki? Ägypten, Bangladesch und Florida? Den Millionen-Metropolen an den asiatischen Küsten? Das wäre eine noch viel schlimmere Katastrophe als Tschernobyl und Fukushima“
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Der globale Verbrauch der Weltbevölkerung ist heute deutlich höher als die Biokapazität der Erde.
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die meisten ökologischen Richtwerte [wurden] trotz guter Vorsätze und diverser Weltkonferenzen nicht erreicht
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„Von 1972 bis heute hat sich die Weltbevölkerung ungefähr verdreifacht und der Konsum verzehnfacht. Die Situation der Ozeane hat sich dramatisch verschlechtert. Die Klimaveränderung ist inzwischen sogar als bedrohlich anzusehen. Dieses Jahr ist krass. Hinzu kommt die gigantische Zerstörung der biologischen Vielfalt. Täglich sterben Dutzende Pflanzen- und Tierarten aus. Die Welt hat die ‚Grenzen des Wachstums‘ keineswegs respektiert“
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Seit circa 200 Jahren […] greift der Mensch massiv und unkontrolliert in biologische, geologische und atmosphärische Prozesse ein, dass die Auswirkungen in 100.000 bis 300.000 Jahren noch spürbar sein werden.
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Alle Umweltbelastungen durch den Menschen hinterlassen einen sogenannten Fußabdruck in den Gesteinsschichten.
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ändert […] nichts an den Tatsachen, […] dass der Mensch selbst seinen eigenen Lebensraum zerstört
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es gäbe zu viele Menschen auf der Erde, dies überfordere die natürlichen Ressourcen und würde bald zu Armut und dem Zusammenbrechen der Zivilisation führen
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Wie sind die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und das Ende der Belastbarkeit der Erde ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bekommen?
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der Staat habe nicht nur die Macht zum Handeln, sondern sei auch verpflichtet, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu erhalten
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Ein neu einzurichtender ,Rat für Generationengerechtigkeit‘ könnte helfen, Interessen der jungen und künftigen Generationen im Zyklus der Wahlperioden eine Stimme zu geben“
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die Krise [gewinnt] den Aspekt des Unentrinnbaren, wenn die Menschheit ihre Wertvorstellungen und Ziele nicht ändert
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In einer demokratischen Staatsform sollte es möglich sein, dass die Zivilgesellschaft sich selbst für eine umweltverträglichere Lebensweise einsetzt und damit eine ökologische Wende von unten anschiebt.
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Dennis Meadows sagte einmal, dass der Abschied von materiellem Wachstum auch mit qualitativen Entwicklungen wie geistigem Wachstum und einer menschlicheren Gesellschaft einherginge, die von Wahrhaftigkeit, Empathie und Solidarität geprägt sei […] «


Inge Stolz | Hinter Den Schlagzeilen | 05.09.2019 | Die erschöpfte Erde | https://hinter-den-schlagzeilen.de/die-erschoepfte-erde


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