„Nicht: es muss etwas geschehen! Sondern: Ich muss etwas tun.“ [1] II

» […] Wenn wir so weiter machen, sind wir aber schon bald allein – oder ebenfalls ausgestorben.
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Wir sind nicht allein im Universum, es gibt unzählige fremde Spezies um uns herum – jedoch nicht auf entfernten Planeten, sondern hier auf der Erde.
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Wenn wir so weiter machen, werden wir irgendwann wirklich nur noch durch Teleskope blicken können, auf der Suche nach anderen Lebensformen.
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Von 1970 bis 2010, in der Zeit, in der die Hälfte aller Tierarten auf diesem Planeten ausgestorben sind, hat sich der Bestand an Hühnern weltweit vervierfacht – von fünf Milliarden auf zwanzig Milliarden Tiere.
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Knapp eine Milliarde Schweine gibt es auf der Welt. Dazu mehr als 1,5 Milliarden Rinder mit einer Gesamtmasse, die das doppelte des Gewichts aller Menschen der Welt ausmacht.
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Aber warum roden wir eigentlich Wälder? Um Platz für den Anbau von Lebensmitteln zu schaffen. Diese benötigen wir, um den großen Hunger nach Fleisch zu stillen. Der Klimawandel wird hauptsächlich durch den Fleischkonsum vorangetrieben, und auch das Leerfischen der Meere hat seinen Hauptgrund darin, dass wir die Fische essen wollen.
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Ganz nebenbei gibt es natürlich auch noch die Jagd, die meist damit begründet wird, dass es Spaß macht, Elefanten zu erschießen oder einträglich ist, Elfenbein zu verkaufen.
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Der massive Gebrauch von Gülle verpestet die Umwelt weiter.
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Der Klimawandel macht den Tieren weiter zu schaffen; hinzu kommen die extrem negativen Auswirkungen von Monokulturen und der gezielte Einsatz von giftigen Pflanzenschutzmitteln.
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Die Meere sind voller Müll und werden gleichzeitig massiv überfischt.
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In den letzten 100 Jahren sind 50% aller Wälder weltweit gerodet worden.
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Zweifel an den Gründen für das Artensterben gibt es keine – es ist die Schuld einer […] Spezies, die auf zwei Beinen durch die Welt läuft und sich für die intelligenteste von allen hält, dabei aber eine gigantische Spur der Zerstörung hinterlässt.
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Von 1970 bis 2010 sind auf der Welt die Hälfte aller Säugetier-, Vogel-, Reptilien- und Fischspezies ausgestorben.
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Wir leben in der Epoche des sechsten großen Artensterbens.
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Der Prozess ist unumkehrbar.
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58.000 Arten verschwinden jährlich von unserem Planeten. Das sind alle 17 Jahre eine Million Arten. Sie sterben aus – für immer.
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Es gibt mittlerweile weniger als 2.000 Pandas auf der Erde. Von 100.000 Tigern, die im Jahr 1920 noch die Erde bewohnten, sind keine 4.000 mehr übrig. Mehrere Nashorn-Arten sind vom Aussterben bedroht. Auch Menschenaffen, Löwen, Elefanten, Seeadler, Wale und Bären sind gefährdet – neben unzähligen anderen weniger spektakulären Arten.
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„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
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Große Artensterben treten also im Schnitt nur alle 100 Millionen Jahre auf. Vor 66 Millionen Jahren ist es zum letzten Mal passiert
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Gleichgültigkeit dominiert die Reaktion von Politik und Öffentlichkeit gegenüber dieser höchst gefährlichen und tief traurigen Entwicklung: dem Artensterben, das vor ein paar Tagen mal – vor allem in Form des Insektensterbens – durch die Presse ging. Aufwachen, Leute! Jedes Leben ist von unschätzbarem Wert, und alles ist mit allem verbunden. Die „Krone der Schöpfung“ wird ohne den Rest der Schöpfung nicht überleben können. […] «

V.C. Herz | Hinter Den Schlagzeilen | 02.11.2017 | Auf Nimmerwiedersehen | http://hinter-den-schlagzeilen.de/auf-nimmerwiedersehen

[1]: Hans Scholl

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