Sind wir nicht alle Umweltsäue? (Alle? Nein! Eine kleine Gemeinde von bis zu 2% der Bevölkerung, hat angefangen, sich zu ändern …)

Generation Umweltsau: Sie isst Fleisch und beutet das Tier bis auf die letzte Borste (z.B. L-Cystein in Teigwaren) aus. Sie fährt Autos, die mehr als 5L/100km verbrauchen und sie fährt auch zu ihrem Vergnügen. Sie fliegt in Urlaub. Sie wohnt auf mehr als 20qm pro Person. Sie greift nach Produkten, die in Plastik eingepackt sind. Sie hat Glühbirnen gehamstert und ersetzt sie nicht durch LEDs. Sie trinkt Wasser aus Flaschen anstatt aus der Leitung. Sie kauft Flugobst und -gemüse. Sie trinkt Coffee-to-go.

»Nach Ansicht der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG hat das Lied ins Schwarze getroffen – wenn auch anders als geplant. „Die Aufregung über Oma, die vermeintliche Umweltsau, wäre nicht halb so groß, steckte in ihr nicht doch ein reales Thema. Die Auseinandersetzung darüber, was angesichts der Erderwärmung zu tun sei, wird ja tatsächlich auch als Generationenkonflikt ausgetragen. Wobei der Konflikt weniger die Großeltern betrifft, die das Geschenkpapier bügelten und wiederverwendeten und im Sommer an Nordsee oder Adria campten. Der Graben verläuft zwischen Babyboomer-Eltern und ‚Fridays for Future‘-Kindern. Er gipfelt im tausendfach gezischten ‚How dare you‘ überm Weihnachtsbraten und im Streit übers nächste Urlaubsziel. Er geht um Lebensleistungen und darum, diese infrage zu stellen, darum, was gutes und richtiges Leben ausmacht – und oft auch nur um die Deutungshoheit am Küchentisch“, meint die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.« [Quelle: Presseschau des Deutschlandfunks]

Den Herrschenden ist es wieder einmal trefflich gelungen, die Untertanen zu spalten: anstatt dass wir uns GEMEINSAM darüber aufregen (und die Verhältnisse endlich ändern und die Herrschenden davonjagen), dass christliche Feste Schlachtfeste sind, dass jedes Jahr abermilliarden Tiere unter unsäglichen Bedingungen gezeugt, geboren, gehalten, ausgebeutet, betäubungslos kupiert, transportiert und geschreddert und abgeschlachtet werden (von ausländischen Billig-Lohn-Sklaven), regen wir uns über ein umgedichtetes Kinderliedchen auf, dessen Inhalt ohne weiteres mit so mancher Bundestagsrede mithalten kann („Da da di da da, da da da da, da da da da … Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt …“).

»We will not let you get away with this!«


Impressum/Datenschutz/Datensicherheit

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
Dieser Beitrag wurde unter RSOPStatement, RSOPZitat abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.