Daten von 73 Millionen Patienten sind potenziell unsicher | Telematik und elektronische Patientenakte: „Updaten?“ Nein: „Abschalten!“

»Ärzte, die den Konnektor von T-Systems einsetzen, sollten dessen Firmware – falls noch nicht geschehen – unbedingt von Version 1.4.13 auf die Ende November veröffentlichte Version 1.5.3 updaten. Dadurch können sie immerhin die Zahl der möglichen klärungsbedürftigen Verwundbarkeiten von 402 auf 291 senken. Das ist besser, aber noch lange nicht gut. Deshalb kann der Autor selbst bei einem aktualisierten Konnektor Ärzten nur raten: abschalten.«

»Das enorme Tempo, mit dem das Gesundheitsministerium unter der Leitung von Jens Spahn – Zitat: „Ich werde bei dem Thema gematik mehr Geschwindigkeit reinbringen, Hacker hin oder her.“ – den Ausbau der TI trotz aller Bedenken vorantreibt, erinnert an den euphorischen Fortschrittsglauben im viktorianischen Zeitalter. Damals hielt man die Titanic für unsinkbar und steuerte mit ihr trotz aller Warnungen unter Volldampf voraus – in den nächsten Eisberg.«

Sicher wie die TI-tanic  |  c’t 3/2020 S. 14

Hinweise auf mögliche Verwundbarkeiten der Medizin-Telematik

Weil sich Zugangskarten rund um die Telematik-Infrastruktur (TI) für Ärzte, Kliniken und Kassen ohne Identitätsprüfung besorgen ließen, stoppte die gematik vorerst die Ausgabe. Eine Analyse des Sicherheitsexperten Thomas Maus legt die Vermutung nahe, dass es um die technische Seite nicht besser steht.
https://www.heise.de/select/ct/2020/3/1580498856872446


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4 Antworten zu Daten von 73 Millionen Patienten sind potenziell unsicher | Telematik und elektronische Patientenakte: „Updaten?“ Nein: „Abschalten!“

  1. nandalya schreibt:

    Es ist naiv, den Fokus auf eine Marionette wie Spahn zu setzen. Er setzt um, was man ihm aufgetragen hat. Geht er dabei zu weit, wird er als Bauernopfer enden und durch eine andere Marionette ersetzt.

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    • rotewelt schreibt:

      Wer ihn kritisiert, muss noch lange nicht naiv sein.

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    • Ein wenig an den Schnüren zu schnippeln kann nicht schaden; Sand im Getriebe der Herrschenden.
      Im c’t-Artikel geht es ja weniger um die Big-Brother-Phantasien von irgendwelchen Herrschenden und ihren Marionetten (unsere Daten bekommen sie so oder so), sondern um die technischen Unzulänglichkeiten, die es jedem Hobby-Hacker ermöglichen, unsere Gesundheitsdaten abzugreifen und zu Geld zu machen.

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  2. rotewelt schreibt:

    Ja, dieser Herr Spahn will wohl die komplette Überwachung und auch die Bestimmung über (potenzielle) Patienten, vom Masern-Impfzwang über den (zum Glück gescheiterten) Versuch der Widerspruchsregelung bei Organspenden bis hierher.

    Gefällt 1 Person

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