»Den Planeten zu retten heißt, die herrschenden Eliten zu stürzen.«

» Folgen wir in der aktuellen Situation der uns eingeimpften »Angst vor Greta«, die wohl vor allem unserer Angst vor wirklicher Veränderung entspricht, überlassen wir den reaktionärsten Teilen der Machteliten das Feld, lassen alle Hoffnung fahren und geben uns wie unseren Planeten de facto auf. Folgen wir hingegen der Vernunft, zwingt uns diese, um unserer selbst willen unseren Lebensraum zu schützen, die Bewahrer des Status quo mit allen Mitteln mutig zu attackieren sowie auf wirkliche Veränderung abzuzielen; auch auf die Gefahr hin, alsbald erkennen zu müssen, dass man unser richtiges Anliegen nun doch vor den falschen Karren zu spannen versucht.

Denn nur dann, liebe Leserinnen und Leser, nur, wenn wir unsere Komfortzone um den Preis möglichen Scheiterns verlassen, um das Notwendige zu tun, vermögen wir im nächsten Schritt, auch die hinreichende Bedingung für unseren Erfolg zu erkennen. Dann sehen wir den eigentlichen Konflikt hinter unserer Angst und Abwehr, hinter Projektionen und Paralyse, hinter der gesellschaftlichen Spaltung und dem beständig weiter eskalierenden Kampf »arm gegen arm«.

Dann erschließt sich uns, dass wir statt gegen Umweltbewegung oder -schutz anzugehen, dagegen angehen müssen, dass Umweltschutz von Reichen für Reiche sowie deren Profite organisiert wird. Ja, dass diesen zwingend das Zepter aus der Hand genommen werden muss, da, wie der Pulitzer-Preisträger Chris Hedges es formulierte, an einer Wahrheit kein Weg vorbeiführen wird: »Den Planeten zu retten heißt, die herrschenden Eliten zu stürzen.«

Hören wir also auf, so zu tun, als müsse man gegen Umweltschutz sein, um für Demokratie sein zu können; so zu tun, als wäre der gebotene Schutz unserer Lebensgrundlagen die Diktatur selbst.

Das ist nicht nur Humbug, sondern gefährliche Demagogie, die die für das Überleben der Menschheit entscheidenden Kämpfe von Beginn an in die Sackgasse und damit zum Scheitern zwingt. Die Wahrheit lautet vielmehr: Was wir dringender denn je brauchen, ist der plurale, basisdemokratische, außerparlamentarische, egalitäre Kampf vieler für Umwelt und wirkliche Demokratie – gegen Umweltzerstörung und Elitenherrschaft! «

Jens Wernicke, Die Öko-Katastrophe, Die Planeten-Zerstörer – Das Handbuch zu den weltweiten Klimaprotesten, Jens Wernicke und Dirk Pohlmann (Hrsg.), RUB|KON


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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Eine Antwort zu »Den Planeten zu retten heißt, die herrschenden Eliten zu stürzen.«

  1. Ulli schreibt:

    Wie wahr!

    Gefällt 1 Person

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