„um die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch zu erreichen, hat die Welt, bezogen auf die Emissionen, jetzt viermal so viel Arbeit oder ein Drittel der Zeit“

» […] Das Kölner New Climate Institute zieht dennoch eine kritische Bilanz der Maßnahmen der letzten zehn Jahre. Gemessen an den Pariser Klima-Zielen sei zu wenig passiert, sagte Institutsleiter Niklas Höhne
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Leider ist die Bilanz nach zehn Jahren Klimaschutz nicht sehr gut. Wir hatten gehofft vor zehn Jahren, dass jetzt ein Ruck durch die Gesellschaft geht und mehr Klimaschutz passiert – leider ist zu wenig passiert. Die globalen Emissionen sind weiter gestiegen, und die Lücke zwischen dem, was wir eigentlich tun müssten, und dem, was wir derzeit tun, ist größer geworden. Insofern müssen wir alle sehr nachlegen.
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um die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch zu erreichen, hat die Welt, bezogen auf die Emissionen, jetzt viermal so viel Arbeit oder ein Drittel der Zeit
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Was wir eigentlich erwartet hätten, war vor zehn Jahren, dass die Emissionen ein Maximum erreichen und dann langsam absinken. Das ist nicht passiert. Die Emissionen sind gestiegen in den letzten zehn Jahren um fast 18 Prozent, und das macht es natürlich sehr viel schwieriger, langfristige Klimaschutzziele zu erreichen. Gleichzeitig wissen wir mehr über den Klimawandel, und die internationale Gemeinschaft denkt, dass es sinnvoll ist, nicht nur den Klimawandel bei zwei Grad zu stoppen, sondern weit unter zwei Grad, eher sogar in Richtung 1,5 Grad. Und das bedeutet, wir müssen eigentlich viel mehr tun, haben in der Vergangenheit aber zu wenig gemacht, deswegen ist die Lücke um den Faktor vier größer geworden.
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wir [müssen] schneller Emissionen reduzieren […], weil in der letzten Zeit weniger passiert ist. Vor zehn Jahren hatten wir noch gedacht, es reicht aus, die globalen Emissionen zu halbieren in den nächsten 30 Jahren, einige haben sogar davon gesprochen, dass es reicht, das in den nächsten 40 Jahren zu halbieren. Und was wir jetzt sehen, ist, dass wir die globalen Emissionen in den nächsten zehn Jahren halbieren müssen, also sehr, sehr viel schneller als noch vorher, und da sieht man schon, was wir vor zehn Jahren dachten, dass es vielleicht noch ausreicht, so ein bisschen Emissionen zu reduzieren, weil wir ja noch so viel Zeit haben, das reicht heute bei Weitem nicht aus.
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Länder und Städte und Unternehmen, die komplett aus CO2-Emissionen aussteigen wollen. Und die Gruppe dieser Akteure wächst stetig, wir zählen jetzt 76 Staaten, die sich vorgenommen haben, komplett aus Treibhausgasemissionen auszusteigen. Großbritannien ist dabei, aber auch Kalifornien
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Das sind wirklich auch große Emittenten, die genau in die richtige Richtung gehen, aber eben noch viel mehr sehen wir das auch auf Regionen- und Städteseite, da sind auch sehr viele Akteure dabei.
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Die Vorgabe des Pariser Klimaschutzabkommens ist eigentlich relativ einfach, wir müssen komplett aus Kohle, Öl und Gas aussteigen.
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Wir müssten im Transportbereich umstellen auf 100 Prozent emissionsfreie Fahrzeuge, meistens sind da Strom oder Wasserstoff die Optionen.
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Wir müssten die Gebäude umstellen auf 100 Prozent Null-Energie-Häuser, das bedeutet, alle neugebauten Gebäude müssten Null-Energie-Häuser sein, wir müssten die bestehenden Gebäude renovieren.
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Und selbst in den Bereichen Industrie müssen wir uns Gedanken machen, wie schaffen wir es, CO2-neutralen Stahl und Zement herzustellen. […] «

Niklas Höhne im Gespräch mit Lennart Pyritz | Deutschlandfunk | 05.03.2020 | „Die globalen Emissionen sind weiter gestiegen“ – Zehn Jahre Klimaschutz | Zum Nachhören: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=814234 | Zum Nachlesen: https://www.deutschlandfunk.de/zehn-jahre-klimaschutz-die-globalen-emissionen-sind-weiter.676.de.html?dram:article_id=471827

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3 Antworten zu „um die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch zu erreichen, hat die Welt, bezogen auf die Emissionen, jetzt viermal so viel Arbeit oder ein Drittel der Zeit“

  1. Bad Kreuznach, 11:30 Uhr, Bahnhof
    Berlin, 12:00 Uhr, Invalidenpark
    Bochum, 9:30 Uhr, Bochum Hbf
    Bremen, 10:00 Uhr, Marktplatz
    Bühl, 14:00 Uhr, Kirchplatz Mahnwache
    Gera, 14:00 Uhr, Vor dem Kuk
    Grevenbroich, 15:00 Uhr, Marktplatz Mahnwache
    Groß-Gerau, 11:00 Uhr, Marktplatz (Clean-Up)
    Hamburg, 11:30 Uhr, Hachmannplatz (Hbf)
    Heilbronn, 17:00 Uhr, Bollwerksturm
    Köln, 18:00 Uhr, Alter Markt, Köln
    Lübeck, 12:00 Uhr, Klingenberg
    Ludwigsburg, 12:00 Uhr, ZOB / Musikhalle
    Lüneburg, 12:00 Uhr, Marktplatz
    Marburg, 12:00 Uhr, Marktplatz
    Mülheim an der Ruhr, 14:15 Uhr, Bertha-Krupp-Platz
    München, 12:00 Uhr, Isartor
    Münster, 14:00 Uhr, Historisches Rathaus
    Sonthofen, 14:00 Uhr, Sonthofner Baggersee (Aktion: „das Wasser steht uns bis zum Hals“)
    Tharandt, 12:00 Uhr, Rathaus
    Wangen, 13:15 Uhr, Marktplatz (Kundgebung zum Thema: Grenzen auf – Leben retten)
    Weimar, 12:00 Uhr, Thaterplatz

    Auch heute gab es wieder Klimastreiks.

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