– XXVI.III.MMXX –

Tag 9 im ununterbrochenen Corona-Homeoffice. Ein Stresstest wird angekündigt. Für Freitag. Alle > 500 Beschäftigten sollen ins Homeoffice. Man fragt sich, ob die technische Infrastruktur dies aushält.

Um acht den dm aufgesucht. Sie hamstern weiter. Schon beim Eintreten höre ich die Kassiererin sagen: „Nein, nur eine Packung pro Person!“. So geht es die ganzen 20 Minuten, die ich im Markt bin. Umweltfreundliches Recycling-Toilettenpapier wird nicht gehamstert; meine Marke ist vorrätig. Auch Produkte, die vegan gelabelt sind, liegen wie Blei in den Regalen. So kann ich mir meine schöne Pflanzen-Öl-Seife „Bio-Verveine“ mitnehmen; alle anderen Seifen sind ausverkauft.
Mir wird kurz schwindelig, wenn ich an das Tierleid denke, das da gerade gehamstert wurde und wird und jetzt eiligst nachgeliefert wird.
Dabei bräuchte die Klimakrise die gleichen Anstrengungen wie die Virus-Krise.
Aber, die Klimakrise betrifft uns ja nicht; sind ja erst unsere Enkelkinder, die da leiden werden, wie die infizierten Risikopatienten heute.

Wie teilt man sich in diesen Zeiten Zeitschriften-Abos, die man sich sonst im Büro über den Tisch gereicht hat?
Heute brachte der Briefträger 25 frische C4-Versandtaschen. Das Porto wird online gekauft und zuhause die Marke gedruckt. Jetzt erreichen die Zeitschriften per Briefpost ihr Ziel.

Gerade jetzt ist es wichtig, sich selbst zu verwöhnen.
Am Mittwoch in Cuxhaven ein Paket mit leckeren Käse-Ersätzen bestellt. Heute bereits mit UPS geliefert. Gekühlt. Umweltfreundlich. Alles recyclebar bzw. die gesamte Verpackung kann per Retourenschein kostenfrei zurückgesandt und dann wiederverwendet werden.
Und ich frage mich, wie es gelingt, ohne Milch, einen „Camembert“ aus Cashew-Kernen herzustellen, der aussieht wie ein Camembert, der riecht wie ein Camembert und der schmeckt wie ein Camembert. Und die anderen Alternativen wie z.B. „Rauch-Pfeffer“, „Kräuter der Provence“, „Griechische Kräuter“ oder „Schnittlauch“ sind auch ein Genuss.

Die Lüge, die wir Zukunft nennen“ von Dominik Graf geschaut. Dominik Graf bleibt in Deutschland das Maß für Filme jenseits des Mainstreams und glatter Einheits-Optik.


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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3 Antworten zu – XXVI.III.MMXX –

  1. nandalya schreibt:

    Achtung Ironie: Durch den Lockdown in Deutschland und anderen Staaten, wird der CO2-Ausstoß drastisch reduziert.

    Gefällt 1 Person

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