Honi soit qui mal y pense.

» Die Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ wurde unter fachlicher Federführung des Robert Koch-Instituts und Mitwirkung weiterer Bundesbehörden durchgeführt.

Auch hier wurde zunächst ein entsprechendes Szenario durch die behördenübergreifende Arbeitsgruppe erarbeitet. Anschließend wurden die anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Pandemie sowie das bei ihrem Auftreten zu erwartende Schadensausmaß bestimmt.

Das Szenario beschreibt ein außergewöhnliches Seuchengeschehen, das auf der Verbreitung eines neuartigen Erregers basiert. Hierfür wurde der zwar hypothetische, jedoch mit realistischen Eigenschaften versehene Erreger „Modi-SARS“ zugrunde gelegt. Die Wahl eines SARS-ähnlichen Virus erfolgte u. a. vor dem Hintergrund, dass die natürliche Variante 2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat. Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können (z. B. SARS-Coronavirus (CoV), H5N1-Influenzavirus, Chikungunya-Virus, HIV). Unter Verwendung vereinfachter Annahmen wurde für dieses Modi-SARS-Virus der hypothetische Verlauf einer Pandemie in Deutschland modelliert, welcher sowohl bundesrelevant als auch plausibel ist.

Das Szenario beschreibt eine von Asien ausgehende, weltweite Verbreitung eines hypothetischen neuen Virus, welches den Namen Modi-SARS-Virus erhält. Mehrere Personen reisen nach Deutschland ein, bevor den Behörden die erste offizielle Warnung durch die WHO zugeht. Darunter sind zwei Infizierte, die durch eine Kombination aus einer großen Anzahl von Kontaktpersonen und hohen Infektiosität stark zur initialen Verbreitung der Infektion in Deutschland beitragen. Obwohl die laut Infektionsschutzgesetz und Pandemieplänen vorgesehenen Maßnahmen durch die Behörden und das Gesundheitssystem schnell und effektiv umgesetzt werden, kann die rasche Verbreitung des Virus aufgrund des kurzen Intervalls zwischen zwei Infektionen nicht effektiv aufgehalten werden. Zum Höhepunkt der ersten Erkrankungswelle nach ca. 300 Tagen sind ca. 6 Millionen Menschen in Deutschland an Modi-SARS erkrankt. Das Gesundheitssystem wird vor immense Herausforderungen gestellt, die nicht bewältigt werden können. Unter der Annahme, dass der Aufrechterhaltung der Funktion lebenswichtiger Infrastrukturen höchste Priorität eingeräumt wird und Schlüsselpositionen weiterhin besetzt bleiben, können in den anderen Infrastruktursektoren großflächige Versorgungsausfälle vermieden werden. Nachdem die erste Welle abklingt, folgen zwei weitere, schwächere Wellen, bis drei Jahre nach dem Auftreten der ersten Erkrankungen ein Impfstoff verfügbar ist. Das Besondere an diesem Ereignis ist, dass es erstens die gesamte Fläche Deutschlands und alle Bevölkerungsgruppen in gleichem Ausmaß betrifft, und zweitens über einen sehr langen Zeitraum auftritt. Bei einem Auftreten einer derartigen Pandemie wäre über einen Zeitraum von drei Jahren mit drei voneinander getrennten Wellen mit immens hohen Opferzahlen und gravierenden Auswirkungen auf unterschiedliche Schutzgutbereiche zu rechnen.

Für dieses Szenario wurden anschließend sowohl die für ein solches Seuchengeschehen anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das bei seinem Auftreten zu erwartende Schadensausmaß gemäß der Methode der Risikoanalyse für den Bevölkerungsschutz auf Bundesebene bestimmt. Die Ergebnisse der Risikoanalyse (Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadensausmaß, Szenario) sind dem Bericht in Anhang 4 beigefügt. «

Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 vom 03.01.2013: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf

Hier zum Nachlesen, was der Bundestag damit gemacht hat: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/17/17247.pdf#P.31784
Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absieht: Innenausschuss: Unterrichtung durch die BundesregierungBericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012– Drucksachen 17/12051, 17/12238 Nr. 1.6 –


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Über Red Skies Over Paradise

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7 Antworten zu Honi soit qui mal y pense.

  1. Pingback: Bernd brabbelt IV | 28. März 2020 | Red Skies over Paradise

  2. nandalya schreibt:

    Lediglich „wir“ und einige Alternative Medien verbreiten das. Die restlichen Millionen schlafen weiter und fügen sich.

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    • Wenn es denn nur der „Schlaf“ wäre. Es gibt zu Viele, die sich sehenden Auges abwenden und es nicht wahrhaben wollen, dass man um sie herum Kulissen aufgebaut hat.

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      • nandalya schreibt:

        Ich habe vor einer Weile ein schon älteres Interview mit einem übergelaufenen KGB-Agenten gesehen. Freimütig erzählte er, wie der KGB arbeitet(e) und dass dessen Hauptaufgabe darin bestand, die (amerikanischen) Massen zu indoktrinieren. Es dauere etwa 1 – 2 Generationen, sagte der Mann, dann habe man diese auf Kurs gebracht. Zieht man ab, dass das vielleicht nur ein Bluff war, sieht man aber wie die Medien arbeiten, als willige Handlungsgehilfen der Politik (Eliten), macht seine Aussage wieder Sinn. Die Dauerberieselung mit als Fakten getarnter Meinung, hat viele Deutsche handlungsunfähig und resistent gegen anderen Meinungen gemacht.

        Selbst wir, die wir in einigen Dingen übereinstimmen, liegen konträr wenn es um die politische Richtung geht. Worin ich übrigens kein Problem sehe. Als Kanzlerin würde ich sowohl mit echten Konservativen, wie echten Sozis regieren. Gern auch mit Liberalen, wenn sie den Namen verdienen. Aber genau dieser politische Streit, das „Wer hat recht und wer darf was sagen“, lähmt doch die Opposition. Wobei … welche Opposition eigentlich?

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        • Die Menschen können sich nur schwer oder überhaupt nicht vorstellen, dass geheimdienstliches Handeln auf Jahrzehnte im Voraus gedacht und angelegt wird, dass Menschen bereits im jugendlichen Alter angeworben und gefördert werden, um sie in Jahrzehnten in bestimmte Positionen zu bringen.

          Genau, wir brauchen eine überparteiliche Regierung, einen gesellschaftlichen Diskurs über das zukünftige Soll.

          Neben der offensichtlichen Abhängigkeit der Regierenden von Ein-Flüsterern ist das Fehlen einer wirklichen Opposition das Schmerzhafteste.

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  3. gkazakou schreibt:

    danke, interessant. Ich wusste nur von einer solchen Risikoanalyse in Amerika, die aber anscheinend auch folgenlos blieb.

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