– XXX.III.MMXX –

Elfter Tag im ununterbrochenen Corona-Homeoffice.
Zum Auftakt gab es eine zweieinhalbstündige berufsbezogene Präsentation als Webkonferenz; als Webkonferenz nicht wegen Corona, sondern der Einfachheit halber.

Wenn Sie bei der Ernte helfen möchten: hier gibt es ein Portal, dass viele Möglichkeiten übersichtlich zusammenfasst.

Der Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin – Leibniz Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung und Professor für Biodiversität und Wissenschaftsdialog an der Humboldt-Universität zu Berlin, Johannes Vogel, schrieb am 24.03.20 im Tagesspiegel „Dieses Virus ist auch der Preis unserer Ausbeutung der Natur“ u.a.: „Ein Virus hat die Artgrenze übersprungen und verbreitet sich nun wie ein Lauffeuer durch seinen neuen Wirt. | die großen Herausforderungen hängen zusammen: Klimawandel, der Verlust der biologischen Vielfalt und eben das Aufkommen ganz neuer Erreger, die uns Menschen immer wieder bedrohen. | Aktuell sehen wir uns Menschen als Herren der Erde. Wir üben Verfügungsgewalt aus. Wir nehmen uns was wir wollen | Seit Jahrzehnten zögern Politiker biodiversitäts- und klimafreundliche Entscheidungen heraus. | Dabei zeigt die Krise: Wenn Gefahr im Verzug ist, sind schnelle und konsequente Maßnahmen möglich. Wir merken, dass Krisen konsequent angegangen werden können. Das gilt auch für den Klimawandel. | Das Wirtschafts- und Wertesystem, das auf der Ausbeutung der Natur, ihrer nicht-nachhaltigen Nutzung beruht, wird scheitern. | Wir brauchen einen Wertewandel – für Natur. | Ansonsten steht die menschliche Selbstüberschätzung im Angesicht eines neuartigen Erregers nackt da. Und das kann überlebensgefährlich sein.“

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat heute die Coronavirus-Warnmeldung aktualisiert. Neu ist die Aufforderung, sich von Ihrem Hausarzt bzw. ihrer Hausärztin über eine Pneumokokkenimpfung beraten zu lassen, wenn Sie an einer Immunschwäche oder einer chronischen Atemwegserkrankung leiden oder wenn Sie älter als 70 Jahre sind.

So empfinde ich es: In sozialer Isolation schlägt die Stunde der Introvertierten (Danke an N. für den Link). Denn mit diesem Leben kennen wir uns aus. (-;

Apropos „social distancing“: beim Joggen neue Wege gelaufen, die weniger überlaufen sind. Warum Menschen, denen ich durch Wechseln der Straßenseite aus dem Weg laufen möchte, zeitlich unmittelbar nach mir auch die Seite wechseln, sodass ich Haken schlagend wieder zurückwechseln muss, erschließt sich mir nicht. Also, heute weniger Menschen begegnet, dafür mehr Haken geschlagen. Mein Joggen hat noch Optimierungsbedarf. Ich „befürchte“, wenn ich mich dann mal eingerichtet habe, ist der Spuk auch schon vorbei.
Es graust mich, wenn ich daran denke, dass in den kommenden zehn Jahren die geburtenstarken Jahrgänge RenterInnen werden. Wo soll ich dann noch laufen?

Apropos geburtenstarke Jahrgänge. Der Virus schafft in den Altenheimen Platz für sie. Traurig.

Die Polizei hat den Fluchtpunkt Baggersee nun auch entdeckt und fährt Streife. Prompt parken nur noch halb so viele Autos dort am Straßenrand.

Nutzen Sie die Zeit und machen Sie doch einen musikalischen Intelligenztest (dauert 20 Minuten und ist anonym). Die c’t empfahl ihn (in der Mitte der Webseite). Ich habe ihn gemacht und das Ergebnis ist wie befürchtet. Ich wäre wohl eher ein Jazz-Sänger, wenn es mich in Richtung Musik verschlagen hätte. Doch probieren Sie es selbst.

Alexander von Humboldt (1769–1859, deutscher Gelehrter; Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde):

«Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, daß diese sogenannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen?»


Impressum/Datenschutz/Datensicherheit

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
Dieser Beitrag wurde unter RSOPdiary abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse hier deinen Kommentar und beachte dabei das Menü/die Seite 'Impressum/Datenschutz/Datensicherheit'. Mit dem Absenden dieses Kommentars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch *.wordpress.com einverstanden:

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.