– IV.IV.MMXX –

»Laut einer Studie des Covid-19-Teams am Imperial College London ist eine Serie wiederkehrender politischer Maßnahmen zur Kontakteinschränkung bis mindestens Ende 2021 nötig, um die Gesundheitssysteme vor dem Kollaps zu bewahren und möglichst viele Menschenleben zu retten.«

»Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann eine Wirtschaft auch auf einer niedrigeren Produktionsebene und ohne Wachstum stabil und funktionsfähig sein. […] Es geht darum, ein neues Gleichgewicht auf einem niedrigeren Niveau zu finden.«

»Es bedarf einer Reduktion der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmenge. Dies könnte durch eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung im Sinne einer kurzen Vollzeit umgesetzt werden. Bei dieser würde beispielsweise eine 32-Stunden- oder eine 24-Stunden-Woche die bisherige Vollarbeitszeit von rund 40 Stunden pro Woche ersetzen. Die Ausgestaltung könnte eine für Unternehmen und Beschäftigte flexible Zeiteinteilung zulassen, sodass periodisch mal mehr, mal weniger gearbeitet werden kann.«

»Die Corona-Krise erfordert jetzt, ein Grundeinkommen einzuführen, dass soziale Sicherung, (Klein-)Unternehmertum und selbständiges Tätigsein unabhängig der krisenbedingt schwankenden Konjunktur ermöglicht.«

»Die Finanzierung eines Grundeinkommens kann auf die große Solidarität bauen, die in der Bevölkerung derzeit besteht. Einnahmen können durch eine Solidaritätssteuer von Besserverdienenden und Vermögenden ermöglicht werden, zum Beispiel durch einen höheren Spitzensteuersatz von 70 oder 80 Prozent und eine höhere und progressive Besteuerung von Vermögen.«

»Die Pandemie erfordert in wirtschaftspolitischer Hinsicht ein Hinauswachsen über das neoklassische und das keynesianische Denken, um auch die sozioökonomischen Folgen der Krise zu bewältigen. Sollten über einen längeren Zeitraum politische Maßnahmen der Kontakteinschränkung nötig sein, dann muss eine Transformation der bestehenden konjunktur- und wachstumsabhängigen Wirtschaft zu einer nachhaltigen und krisenfesten Wirtschaft, einer Resilienzwirtschaft, eingeläutet werden.«

Schreiben Tilman Santarius (Sozialwissenschaftler und Professor an der Technischen Universität Berlin sowie am Einstein Center Digital Future) und Steffen Lange (Volkswirt am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) am 2. April 2020 unter der Überschrift „Corona-Epidemie: Weniger Arbeit, weniger Konsum“ in der DIE ZEIT: wie eine Wirtschaft nach der Corona-Pandemie aussehen könnte.


Moria ist die Hölle“ | DIE ZEIT | 27.03.2020 | Der afghanische Zahnarzthelfer Farid warnt: Erreicht das Coronavirus das griechische Flüchtlingslager Moria, werden viele sterben. Er lebt mit rund 20.000 anderen dort. | Link


Bewegung tut not: Krise als Chance: Joggen gegen Augangsbeschränkungen – Jens Kleinert, Deutsche Sport-Hochschule Köln im Deutschlandfunk am 03.04.2020 | hören


Um Feinde zu bekommen, ist es nicht notwendig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt.

Martin Luther King

hier gefunden:
https://willnstark.wordpress.com/2020/04/01/um-feinde-zu-bekommen/


Von Viren und Türklinken: „Corona als Schmierinfektion?“ fragt Michael Lange am 03.04.2020 im Deutschlandfunk | hören


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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3 Antworten zu – IV.IV.MMXX –

  1. nandalya schreibt:

    „Der afghanische Zahnarzthelfer …“ Vermutlich ist er im Nebenberuf Virologe. Ist klar.

    Mit solchen reißerischen, unseriösen Meldungen macht sich die Presse unglaubwürdig.

    Gefällt 1 Person

  2. Matthias schreibt:

    Wer Spargel isst, der sündigt nicht.

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  3. Matthias schreibt:

    Die Würde des Spargels ist unantastbar.

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