– XIV.IV.MMXX –

Im Schatten der Pandemie setzt der 45. Präsident der Vereinigten Staaten, Donald John Trump, Umweltgesetze außer Kraft, berichtet Franz Alts Sonnenseite.


Das Kapitel „Abstandhalten“ muss überarbeitet werden. M.E. sind Fahrradfahrer zur Zeit der Pandemie von den Fußwegen zu verbannen. Ebenso müssen Jogger aufgefordert werden, Fußgänger großräumig zu umlaufen. Und: 1,50m ist lediglich der geringste Abstand, den man halten sollte, besser sind 2m und mehr. Je schneller die Menschen gehen, desto größer muss der Abstand sein. Und meiden Sie jeden Windschatten. M.E. dürften Bürgersteige, die nicht breiter als 2m sind, nur noch in einer Richtung begangen werden.

Doch hören oder lesen Sie selbst und ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse:

»Zwei Meter Abstand reichen aber nicht, wenn man im Windschatten unterwegs ist, erklärt Aerodynamiker Bert Blocken im Dlf. Er ist Leiter einer Studie zum Mindestabstand.«  |  »Er hat gemeinsam mit einem Team von den Universitäten Leuven und Eindhoven herausgefunden, dass der Abstand deutlich größer sein müsste – und dass man nicht in großen Gruppen unterwegs sein sollte.«  |  »Daran konnten wir erkennen, was Forscher bereits seit 2002 in Studien in Asien herausgefunden haben: Wenn Menschen sich stehend unterhalten, sind zwei Meter Abstand ausreichend – die Speicheltröpfchen bewegen sich nicht darüber hinaus. Wenn sich die Personen jedoch bewegen, ist die Situation eine ganz andere.«  |  »Wenn Sie von Windstille ausgehen, dann ist die Zwei-Meter-Abstandsregel in Ordnung. Ob Sie dann der Speichelpartikelwolke anderer Personen ausgesetzt sind, hängt davon ab, ob Sie sich im Windschatten dieser Person befinden.«

»Der Windschatten selbst kann recht lang sein. Das hängt von der Körpergröße ab. Der Windschatten eines Fahrradfahrers oder eines Joggers kann ohne weiteres 20 bis 25 Meter lang sein.«  |  »In einem Abstand von ein bis zwei Metern ist die Konzentration noch sehr hoch, aber bereits zehn Meter hinter dem Sportler haben sich die größten Tröpfchen auf den Boden abgesenkt, und die Gesamtkonzentration hat sich verringert.«  |  »Wenn die Regierung also vorgibt, man solle einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten, dann bedeutet das logischerweise, dass der Sicherheitsabstand in Bewegung, also zum Beispiel beim Laufen oder Fahrradfahren, größer sein muss, um den gleichen Effekt zu haben wie bei stehenden Personen mit zwei Metern Abstand.«  |  »Wenn man beispielsweise auf engen Pfaden beim Laufen oder schmalen Fahrradwegen nicht verhindern kann, dass man sich direkt dahinter befindet, sollte man ebenfalls auf entsprechenden Abstand achten.«  |  »Es ist besser, man ist den Tröpfchen nicht ausgesetzt.«

»Sie haben in Deutschland die Abstandsregel von zwei Metern […] . Zwei Meter sind auf jeden Fall besser.«  |  »Es gibt viele Studien aus den vergangenen zwei Jahrzehnten in Asien und Europa, die zeigen, dass Hustentröpfchen weiter als anderthalb Meter reichen können – also sind zwei Meter eine gute Distanz. Im Supermarkt beispielsweise werde ich mich nicht mit einer Geschwindigkeit von vier oder fünf Stundenkilometern bewegen. Zwei Meter Abstand sind dort in Ordnung.«  |  »Die Entsprechung von zwei Meter Abstand ohne Bewegung ist ein Abstand von vier bis fünf Metern, wenn man sich schnell bewegt.«

»Und die Schlussfolgerung lautet: Halte mehr Abstand, als du es normalerweise tun würdest!«

Bert Blocken, Tobias Oelmaier  |  Deutschlandfunk  |  13.04.2020  |  „Halte mehr Abstand, als du es normalerweise tun würdest“ Hören :: Lesen


Misstrauen Sie Ihrem Hund nicht:

Martin Mair  |  Deutschlandfunk Kultur  |  13.04.2020  |  Ihre Corona-Frage: Können Hunde Viren übertragen?  |  Hören


Wenn mir jemand vor drei Monaten gesagt hätte, ich wäre heute mit Markus Söder so ziemlich einer Meinung, ich hätte schallend gelacht. Alles ist im Fluss:

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»Und in 150 Jahren werden wir uns nicht mehr erinnern  |  Also lächle«


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Über Red Skies Over Paradise

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6 Antworten zu – XIV.IV.MMXX –

  1. Kraulquappe schreibt:

    …und das mit dem Söder, das ging mir auch so. Kaum zu glauben, wie sich die Dinge ändern können, wirklich.

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  2. sori1982 schreibt:

    Nichts gegen Jogger, aber ich bin schon länger dafür, dass sie eine Schutzmaske beim Laufen tragen sollen. Es ist oft sehr unangenehm für mich, wenn sie an mir vorbeihecheln und nicht einmal den in Österreich geforderten Mindestabstand von einem Meter einhalten.
    Das Gleiche auch für Radfahrer.

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    • Wenn ich beim Joggen, nahenden FußgängerInnen, großräumig auf die Straße ausweiche, ernte ich Kopfschütteln.

      Wenn mir auf dem Bürgersteig FahrradfahrerInnen entgegenkommen oder sich mir von hinten nähern und ich als Fußgänger oder Jogger auf die Straße ausweiche, ernte ich Kopfschütteln.

      Ich jogge nun seit 3,5 Jahren dreimal wöchentlich und muss dabei immer wieder in die leeren Augen von FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen schauen, in eine Leere hinter die Augen, die mich jedesmal erschreckt fragen lässt, wie dieses Land überhaupt überleben kann. Nun werden diese leeren Köpfe auch noch heftig geschüttelt.

      Ich assoziiere „Untertan“.

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