„Setzen wir auf Empathie und Solidarität!“

» […] Werden wir systematisch mit falschen Informationen zur Corona-Krise versorgt? Worin bestehen die Fehler – zumindest Irreführungen – bei dieser Informationspolitik? Kann wirklich von einer Corona-„Epidemie“ in Deutschland die Rede sein? Und was steckt womöglich hinter dieser systematisch-irreführenden Informationspolitik?
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am 1. Mai des Jahres hatte das Robert-Koch-Institut […] noch 1.639 Neu-Infizierte gemeldet, am Montag, den 4. Mai, nur noch 670 neue Corona-Fälle. Es gab also keinen weiteren Anstieg, sondern in Wirklichkeit einen drastischen Rückgang der Infizierten-Zahlen. Und den Zahlenangaben der US-amerikanischen Universität zufolge ging die Menge der Corona-Fälle vom Dienstag, den 5. Mai, auf Mittwoch, den 6. Mai, von 26.179 Betroffenen auf 24.329 zurück. Nirgendwo also eine Zahlenangabe, die der TopMeldung der HNA mit 166.304 Infizierten entsprach. Was ist da los? Und wieso werden bundesweit derart verkehrte Erkrankten-Zahlen den Bürgerinnen und Bürgern in der Bundesrepublik mitgeteilt?
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Wohin man schaut, ist Schlamperei zu registrieren – Schlamperei bei der grafischen wie bei der verbalen Präsentation dieser Entwicklungsprozesse [Epidemie-Geschehen, Covid-19-Verbreitung].
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hat man es eher mit weit verbreiteter Volksverdummung zu tun, die bei der Berichterstattung über die Corona-Krise das Bild bestimmt, oder mit unhaltbarem Alarmismus, der auf verantwortungslose Weise die Menschen in unserem Land in Angst und Schrecken versetzt – und mit falschen Aussagen und mit falschem Datenmaterial zahlreiche Grundrechte in der Bundesrepublik außer Kraft gesetzt hat?
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an die ganz große Verabredung der Wissenschaftler, Politiker und Journalisten in Deutschland glaube ich nicht. Ich glaube nicht, dass es da eine ganz große Verschwörung gibt, die uns alle einem Folgsamkeitstest unterziehen will. Für mich spricht gegen diese Annahme schon, dass wichtigste Wirtschaftsbereiche auf negativste Weise von den staatlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind, an der Spitze die Auto-Industrie, dicht gefolgt von Großkonzernen im Konsumbereich und vom gesamten Tourismussektor in der Bundesrepublik (Lufthansa, Hotelgewerbe, Gastronomie). Den Nachweis müsste man wohl erst erbringen, dass ein kapitalistischer Staat wie die Bundesrepublik im Begriff ist, den Niedergang des Kapitalismus im eigenen Land auf seine Fahnen geschrieben zu haben.

Aber merkwürdig ist schon, was in diesem Land während der letzten Wochen so alles möglich geworden ist. Und bestürzend auch, mit welchem Einverständnis dies alles die bundesdeutsche Bevölkerung über sich ergehen ließ. Die Zustimmungszahlen lagen zeitweilig bei über 93 Prozent.
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und wer es gegebenenfalls immer noch nicht weiß: selbstverständlich hätten diese Zahlen [die Genesenen und die „Corona-Toten“] von den Mengenangaben zu den „Infizierten“ abgezogen werden müssen. Mit der Folge, daß diese Zahlen niemals ihre schreckenerregende Höhe erreicht hätten!
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War in dieser Zahl [der Corona-„Infizierten“] auch die Gruppe jener Menschen enthalten, bei denen – nach entsprechenden Tests – zwar der Corona-Virus nachgewiesen worden war, die aber gleichwohl nicht erkrankt waren aufgrund dieser Infektion? […] Wie viel von den „Infizierten“ schlugen sich tatsächlich mit Corona-verursachten Krankheitssymptomen herum? […] die „Infizierten“-Zahlen waren zu keinem Zeitpunkt mit den Erkrankten-Zahlen identisch.
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„Infizierte“, die niemals an einer Corona-Erkrankung litten, als „Genesene“ zu bezeichnen, wenn bei diesen der Virus nicht mehr nachweisbar ist, das ist blanker Unfug, sonst nichts. „Genesung“ setzt eine vorausgegangene und überstandene Krankheit voraus. […] wo blieben da die Zahlen, die uns differentialdiagnostisch hätten aufklären können und aufklären müssen?
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auf einer Pressekonferenz im Bundestag gestand der Wissenschaftler [Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts] […] ein, dass als „Corona-Tote“ nicht nur jene bezeichnet und gezählt würden, die tatsächlich an diesem Virus gestorben seien, sondern auch jene Patienten, die lediglich mit einem Corona-Virus gestorben sind
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Beide Opfergruppen hat es gegeben, die Erkrankten und die Toten, und zu befürchten steht, dass es auch weiterhin solche Opfer von Covid-19 geben wird. […] wie viel Erkrankte, wie viel Tote gab es nun wirklich, die wegen Corona zu beklagen sind? […] Was, bitteschön, verstehen wir eigentlich unter „Epidemie“? Und kann das Corona-Geschehen in der Bundesrepublik tatsächlich schon als „Epidemie“ bezeichnet werden? Oder geht, auch in diesem Falle, die Schreckenswirkung des Wortes „Epidemie“ nicht weit über das tatsächliche Ausmaß dieses Corona-Geschehens hinaus?
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„Epidemie“, das wird von uns allen spontan als „Massenerkrankung“ verstanden […] und die einschlägigen Wörterbücher – der DUDEN etwa oder der WAHRIG – geben uns bei dieser spontanen Assoziation auch einschränkungslos Recht
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Wenn wir den allerletzten Zahlen zu dieser „Epidemie“ glauben dürfen […], so ist die Zahl der „Infizierten“ (noch einmal: nicht in jedem Fall identisch mit der Zahl der Erkrankten!) auf mittlerweile rund 25.000 Betroffene zurückgegangen. Und keinesfalls verschweigen möchte ich, dass auf dem Höhepunkt dieser Krise – so um den 10. bis 20. April herum – die beiden Institute eine Anzahl von rund 60.000 „Infizierten“ registriert hatten.

Schließlich […] möchte ich nicht in Abrede stellen, dass die Begrenzung der „Fallzahlen“ und der Rückgang seither auch auf die Maßnahmen zurückzuführen sind, die von staatlicher Seite aus der bundesdeutschen Bevölkerung auferlegt worden sind. […] ist uns […] klar geworden, dass […] in unserem 83-Millionen-Volk gerademal 0,07 Prozent von diesem Corona-Geschehen betroffen waren? Heißt: unter 10.000 Menschen hatten lediglich 7 Betroffene mit einer Corona-Infektion zu tun? Ist das schon „Epidemie“? Oder, zumindest das, der Schwellenwert zu einer „Epidemie“?
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[schauen] wir uns die Infektionsrate an, Menge und Tempo also beim Zuwachs der Infizierten-Zahl – und dieses erneut in Verbindung gesetzt mit den rund 83 Millionen Menschen, die derzeit in Deutschland wohnhaft sind. Auch hier wieder konkret:

Sieht man von zwei Kurzphasen ab – zwischen dem 24. und 28. März sowie zwischen dem 8. bis 10. April –, so hat es niemals ein exponentielles Wachstum bei den Infizierten-Zahlen gegeben –Wachstum also, bei dem am Folgetag mehr Anstieg bei den Infizierten-Zahlen zu verzeichnen war als am Tag davor. Nicht mal lineares Wachstum war während des gesamten bisherigen Zeitraums der Corona-Krise festzustellen, stattdessen – seit dem 28. März – in Wellenbewegungen immer deutlicher zutagetretendes Absinken der Infizierten-Zahlen: am 28. März waren noch 6.174 neue Corona-Fälle zu registrieren, am 4. Mai lediglich noch 679.

Doch was bedeuten Höchstzahl 6.174 und Niedrigstzahl 679 eigentlich in Beziehung zur Bevölkerungsgröße der Bundesrepublik? Um welche Prozentsätze handelt es sich da?

Nun, wir geraten dabei in Zungenbrecherregionen: Die 6.174 Neuinfizierten entsprachen einem Prozentanteil von 7 Hundertausendstel, die 679 nur noch einem 8 Millionstel. Heißt, anders ausgedrückt:

Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise waren gerademal 7 von 100.000 Menschen an Corona neu „erkrankt“, und mittlerweile bewegt sich die Infektionszahl bei 8 Neu-Infizierten unter 1 Million Menschen. „Epidemie“? „Seuche“? „Massenhafte Volkserkrankung“? – Das kann nur noch behaupten, der von Zahlen und von diesem Begriff der „Epidemie“ keine Ahnung hat
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Ich stelle dieses alles nicht fest, um Sicherheitsabstand und Gesichtsschutz, Händewaschen und In-den Ellenbogen-Schneuzen in Frage zu stellen.

Aber rechtfertigte dieser Zehntausendstelsatz totale Kontaktsperre zu den Menschen in Krankenhäusern, Altenheimen und auf Pflegestationen, Totalverbot von Freundesbesuchen, von Besuchen naher Verwandter, Totalverbot von Demonstrationen, von Besuchen der eigenen Ferienwohnung am Oststeestrand? Hätte man da nicht – von Anfang an! – differenziertere Lösungen finden müssen, was Schließung von Kirchen und Restaurants, von Hotels und Geschäften betrifft? Und dasselbe gilt, wahrlich, für Kitas, Kinderspielplätze und Schulen? Das alles kombiniert mit Testungen, deren Nutznießer zunächst einmal nicht die Fußballmillionäre gewesen wären, sondern all jene, die in letzter Zeit so gerne als „Helden des Alltags“ gefeiert worden sind?

War tatsächlich „Home-Office“ überall erforderlich – gerne dann kombiniert mit „Home-Schooling“ und „Home-Sitting“? Mussten Menschen wegen dieses Zehntausendstelsatzes tatsächlich in totale Isolation, totale Überforderung, totale Existenzvernichtung hineingetrieben werden? Welche deutsche Gründlichkeit war da wieder einmal am Werk, ein Totalitarismus der völligen Empathielosigkeit und völligen Fantasielosigkeit?
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die Corona-Krise bestand und besteht auch aus der Krise ihrer Krisenbewältigung
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die Corona-Krise schien um so größer zu werden, je größer die Maßnahmen waren, die ihrer Abwehr dienten
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die Corona-Krise wirkte so gefährlich auf uns, weil zig Grundrechte außer Kraft gesetzt worden sind!

Es ist – oder war – wie bei einem militärischen Angriff auf eine Stadt: nähern sich – in feindlicher Absicht – nur wenige Soldaten dem Heimatort, brauchen nur wenige Verteidigungskräfte mobilisiert werden, um dieser Gefahr entgegenzutreten. Entsprechend begrenzt dürften die Ängste sein, die in der Stadtbevölkerung um sich greifen. Doch fahren urplötzlich in dieser Stadt alle verfügbaren Panzer auf, werden Flakgeschütze installiert und womöglich Tausende von Soldaten in Marsch gesetzt, um die Stadt vor einem feindlichen Angriff zu schützen, desto stärker dürfte der Feind sein, der da anrückt, und desto größer dürften die Angst sein, die in der Stadt um sich greift.
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Wir glaubten, vor einer Riesengefahr zu stehen, weil die Kräfte so riesig waren, die dagegen mobilisiert wurden. Fast jede Nachricht, was die in Kraft gesetzten Gegenmaßnahmen betraf, feuerte diese Befürchtungen noch an.
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[schaut] man zum Beispiel auf die Qualifikation mancher Wissenschaftler, die während der Corona-Krise immer mehr in den Vordergrund rückten: Ein Christian Drosten ist Virologe, kein Statistiker – wieso sollte der unbedingt die von mir analysierten Vermittlungsfehler erkennen? Und Lothar Wieler gar, der Chef des Robert-Koch-Institutes, ist von Hause aus Tierarzt – warum sollte der Bescheid wissen über die Tücken, die eine fehlinterpretierte Statistik mit sich bringt?
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bei manchen anderen konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Vergrößerung des Krisengeschwätzes auch der Vergrößerung der eigenen Macherqualitäten dienen sollte
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Mundschutztragen, Händewaschen, Abstandhalten: das mag bis auf weiteres noch erforderlich sein.
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Unsere Menschenrechte verteidigt nur, wer sich diese nicht wegnehmen lässt! Setzen wir also auf uns selber, setzen wir auf Empathie und Solidarität! […] «

Holdger Platta | Hinter Den Schlagzeilen – Magazin für Kultur & Rebellion – gegründet von Konstantin Wecker | 08.05.2020 | Dummheit oder Alarmismus? | https://hinter-den-schlagzeilen.de/dummheit-oder-alarmismus

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