Lasch & Lau

» […] Coronaviren sind nicht das einzige Gesundheitsproblem in den großen Schlachthöfen […] Auch antibiotikaresistente Keime könnten sich über die Fleischverarbeitung verbreiten.
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mit dem Abwasser der Schlachthöfe [gelangen] auch diese resistenten Keime in die Umwelt […], so dass wir wissen, Schlachthöfe sind Hotspots für die Ausbreitung von resistenten Keimen, multiresistenten Keimen auch in die Umwelt. Diese Dinge zeigen schon, die Schlachthöfe dürfen derzeit unter den Augen der Behörden Menschen ausbeuten, mit höheren Risiken etwa für Antibiotika-Resistenzen, aber wie wir sehen jetzt auch für Corona-Infektionen ausbeuten und diese Menschen belasten, ohne dass die Behörden eingreifen. Das geschieht unter den Augen der Behörden und das ist unsere Kritik.
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Mindestlohnregeln [für Schlachthofmitarbeitende] [werden] nicht eingehalten.
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die industrielle Fleischproduktion in Deutschland [hat] [nur] […] so hohe Exportraten, weil Ausbeutung im Laufe des Prozesses bei Mitarbeitenden und Tieren geschehen.
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Schlachtunernehmen [müssen] […] die EEG-Umlage nicht in dem Maße bezahlen wie andere Firmen.
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die Umweltbelastungen aus der industriellen Fleischproduktion werden [den Schlachthöfen] nicht […] in Rechnung gestellt, sondern das bezahlen wir Verbraucherinnen und Verbraucher. Das bezahlen die Menschen, die davon betroffen sind, etwa Wassernutzer. Vor dem Hintergrund sagen wir, der Export von Fleisch im internationalen Wettbewerb ist ruinös. Das müssen wir beenden. Wir haben etwa 20 Prozent Überproduktion bei Fleisch.
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Jedes fünfte Kilo Fleisch, was in Deutschland produziert wird, wird gar nicht hier gegessen, sondern geht in den Export. Dies wäre schon mal ein Ansatzpunkt, diese Massen abzubauen, und das kann ganz besonders jetzt erzielt werden, wenn der Ausstieg aus der Massentierhaltung nach den Vorschlägen der Experten aus Landwirtschaft, aus Lebensmittelwirtschaft, aus Umwelt- und Verbraucherorganisationen umgesetzt wird [Borchert-Empfehlungen]. […] «

Reinhild Benning [germanwatch.de] im Gespräch mit Jule Reimer | Deutschlandfunk | 11.05.2020 | Fleischindustrie und Gesundheit: „Die Bundesregierung hat der Fleischindustrie Extrawürste gebraten“ | Hören: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=830650 | Lesen: https://www.deutschlandfunk.de/fleischindustrie-und-gesundheit-die-bundesregierung-hat-der.697.de.html?dram:article_id=476452

#govegan

Ergänzend:

Aus der Dlf Audiothek | Interview | 11.05.20 | Corona-Hotspot – „Kein Vertrauen in die Arbeitsbedingungen unserer Schlachtindustrie“
https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=830577

Aus der Dlf Audiothek | Wirtschaft und Gesellschaft | 11.05.20 | Corona-Hotspot Schlachthöfe: Strukturelle Probleme der Fleischwirtschaft
https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=830749

Aus der Dlf Audiothek | Informationen am Morgen | 11.05.20 | Auch in den USA sind Fleischfabriken Corona Hotspots
https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=830543

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2 Antworten zu Lasch & Lau

  1. Ich begrüße, dass diese Problematiken und Aspekte der Massentierhaltung, die ja auf Massenschlachtung hinausläuft, endlich einmal in größerem Ausmaß Thema sind und erforderliche Veränderungen zur Diskussion stehen.

    Gefällt 1 Person

    • Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich die Lobbyisten schon seit Jahr(zehnt)en ihre Gesetze selber schreiben; ihre Rechtsanwälte sitzen ganz offiziell als Berater in den Ministerien (offensichtlich wurde es bei Frau von der Leyen und Frau Klöckner macht nun überhaupt keinen Hehl aus ihrer Nähe zu den Land- und Fleischwirtschaftsverbänden). Solange wir immer wieder etablierte Parteien wählen und selbst nicht bereit sind, aktiv Politik zu gestalten, werden sich die Verhältnisse immer nur oberflächlich ändern.

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