Fetisch Wachstum.

» […] Unser Energieverbrauch steigt bei all dem. Stetig. Global wie national.

Antrieb jeder unserer Ideen und Bewegungen ist Wachstumsdenken, überstrahlt vom BIP als heiliger Kennziffer. In einer Welt mit endlichen Ressourcen kann man aber schlechterdings nichts doppelt ausgeben, und hier ist nicht die Rede von erfundenem Geld.

Es gibt auf diesem Planeten nicht nur nicht genug Stahl für 7 Milliarden Autos, geschweige denn Zweitwagen. Es gibt nicht genug Flächen und nicht genug Kali-Dünger für die Ernährung aller Menschen mit Steaks und Hühnerkeulen. Es gibt nicht genügend Wasser, nicht genügend seltene Erden. Es gibt nicht genügend Rohstoffe für die Stromversorgung der ganzen Welt aus Windturbinen und Desertec-Wüstensolarfeldern so groß wie Deutschland.

Und bei all dem, bei all unseren Versuchen, endlich, mit höchstem Energieaufwand, unsere Energieversorgung »sauber« zu machen, CO2-frei und nachhaltig, wird obendrein das Allerwichtigste nie ausgesprochen: Denn wir haben nicht nur ein Energiegewinnungsproblem, nicht nur ein CO2-Problem, nicht nur ein Erwärmungsproblem.

Man stelle sich doch nur vor, es gelänge uns tatsächlich, morgen oder in zehn Jahren, qua unerhört genialer Perpetuum-Flettner-Rotor-Solar-Druckluft-Speichertechnologie, den ganzen Planeten erneuerbar zu elektrifizieren. Was wäre denn dadurch gewonnen? Nichts, wie die kurzsichtige Naivität der e-Mobil-Fahrer exemplarisch belegt: »Ich fahre klimaneutral, Zeit für ein Zweitmobil und häufigere Ausflüge.« Gälte also für Energie das erneuerbar-paradiesische Motto »kost’ ja nix«, hätte das vor allem eine Folge, und zwar so vorhersagbar wie das Amen in der Kirche: der unsere Existenzgrundlage vernichtende Raubbau an Ressourcen und Natur ginge nur noch wesentlich schneller und gründlicher vonstatten als jetzt schon.

Wir kommen da einfach nicht hin. Wir wollen nicht »grün«, wir wollen »grünes Wachstum«. Wir wollen was ändern, aber wachsend. Wir sind BIP-kontaminiert von Geburt an. Wir atmen Wachstum. Wir können einfach nicht ohne. […] «

Sven Böttcher | Wir Klimalügner | aus: Die Öko-Katastrophe – Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen; Herausgegeben von Jens Wernicke und Dirk Pohlmann, ISBN 978-3-96789-001-3 | 23.11.2019

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