„dann wird es in einem Massenselbstmord enden.“

» […] Der Klimanotstand, in den wir uns heute hineinbewegen […] ist ein Ergebnis unserer kollektiven Unfähigkeit, Grenzen einzuhalten. Ein Wirtschaftssystem, das endloses Wachstum und endlosen Konsum verlangt, überfordert damit ständig einen Planeten, dessen Ressourcen endlich sind. Doch […] würde die gleiche Gier und Verachtung, die uns veranlasste, Krieg gegen die Erde zu führen, uns auch zu katastrophalen, endlosen Kriegen zwischen den Völkern veranlassen.
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Die Industrialisierung der Kriegsführung hat uns nun in die Lage versetzt, andere Menschen und die Erde selbst in einem Ausmaß zu zerstören, die sogar Tagores Warnungen übertrifft.
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„In der Tat ist das [US-]Verteidigungsministerium der weltweit größte institutionelle Erdölverbraucher und dementsprechend der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen“
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Seit dem […] Einmarsch in Afghanistan im Jahr 2001 hat das US-Militär die gigantische Menge von schätzungsweise 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre ausgestoßen. Zum Vergleich: Die gesamten jährlichen Kohlenstoffemissionen des Vereinigten Königreichs betragen rund 360 Millionen Tonnen.
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die größten Komponenten beim Kohlendioxid-Fußabdruck des US-Militärs waren Kriege und Besatzungen, die fast völlig unnötig waren. Um es derb auszudrücken: Die USA haben den Planeten für Prestigeprojekte vergiftet.
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Die Abholzung der Wälder hat sich inmitten der Kriegswirren beschleunigt und die US-Streitkräfte haben, durch Müllverbrennung und andere Maßnahmen, giftige Schadstoffe in die Luft freigesetzt, die unter Verdacht stehen, für Erkrankungen der afghanischen Zivilbevölkerung und chronische Krankheiten von US-Veteranen verantwortlich zu sein.
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Der Krieg führte nicht nur zu einem Anstieg der Kohlendioxidemissionen durch die Aktivitäten des US-amerikanischen Militärs, sondern auch zu einer weitverbreiteten Vergiftung der irakischen Umwelt durch den Einsatz giftiger Munition und sogenannter Brandgruben auf Militärbasen
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Seit Jahrzehnten wird der starke militärische Fußabdruck der USA im Nahen Osten durch die Notwendigkeit gerechtfertigt, den Zugang zu den Ölreserven der Region aufrechtzuerhalten.
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wir haben getötet, sind gestorben und haben die Umwelt verschmutzt, um den Zugang zu denselben giftigen Ressourcen sicherzustellen, die am meisten für unsere Klimazerstörung verantwortlich sind.
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Selbst heute, da wir uns echten Katastrophen gegenübersehen, steht keines der Themen im Vordergrund unserer medialen oder politischen Diskussionen. […]
Solange die Krise vom Festland der Vereinigten Staaten fern bleibt, scheinen […] diese [die Krise] nicht als Notfall zu begreifen.
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Das letzte Mal war die Atmosphäre vor 800.000 Jahren so kohlenstoffhaltig. Zu dieser Zeit war der Südpol eine gemäßigte Zone, in der Wälder wuchsen und die durchschnittliche globale Temperatur lag um 3 bis 4 Grad Celsius höher als heute. Der Meeresspiegel lag etwa 18 Meter höher.
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Stattdessen steigen die weltweiten Nettoemissionen weiter an.
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„Die einzige Abteilung in Washington, die sich ganz klar mit der Idee befasst, dass der Klimawandel real ist, ist das Verteidigungsministerium“
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Das US-Militär bereitet sich auf eine düstere Zukunft mit klimabedingter politischer Instabilität, Nahrungsmittelknappheit, Ressourcenkriegen und massiven Flüchtlingsbewegungen vor. Angesichts der strategischen Bedrohung, die die eigene Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen darstellt, wurden sogar Schritte unternommen, um die eigenen Energiequellen zu diversifizieren.
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Die Marine hat kürzlich eine Arbeitsgruppe wieder aufgelöst, die die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen sollte, und untergräbt damit ein Minimum an Anstrengungen, um die Auswirkungen eines steigenden Meeresspiegels und schmelzender Eiskappen vorherzusagen.
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Die nuklearen Explosionen in Hiroshima und Nagasaki gaben uns erste realistische Einblicke, wie die Zivilisation selbst enden könnte. […] Wir könnten jetzt geradewegs in eine viel größere [Katastrophe] hineinlaufen.

Das Abschmelzen der Arktis schafft nicht nur einen ökologischen Notfall, sondern […] auch ein potenzielles neues Schlachtfeld. Angesichts eines Planeten, der eindeutig an die Grenzen der Misshandlungen stößt, die er noch ertragen kann, werden immer noch die Grundlagen für weitere Ausbeutung und Gewalt gelegt.

Rabindranath Tagore […] hatte […] bereits […] vorausgesehen, was unbegrenzte Gier, militärische Expansion und Verachtung für die Umwelt für den Planeten bedeuten würde […]
Mehr als ein Jahrhundert später klingen seine Worte fast prophetisch.
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„Wenn dies auf unbestimmte Zeit so weitergeht und die Rüstungsgüter sich selbst zu unvorstellbaren Absurditäten ausweiten und Maschinen und Lagerhäuser diese schöne Erde mit ihrem Dreck und Rauch und ihrer Hässlichkeit einhüllen“, warnte Tagore, „dann wird es in einem Massenselbstmord enden.“ […] «

Murtaza Hussain :: RUB|KON :: 17.10.2019 :: Krieg gegen die Welt – Der militärisch-industrielle Komplex ist einer der größten Umweltverbrecher des Planeten und für die globale Erwärmung und ökologische Katastrophe maßgeblich mitverantwortlich. :: https://www.rubikon.news/artikel/krieg-gegen-die-welt

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