Wir begehen einen Selbstmord auf Raten und töten allmählich unsere Kinder und deren Kinder; am Beispiel des Reifenabriebs. Sind wir vielleicht die einzige Spezies, die Gefahren erkennt und nicht adäquat handelt? Ach, ich vergaß, gelegentlich einen selbst gehäkelten …

… Mund-Nase-Schutz zu tragen, ist ja schon eine Zumutung.

» […] 1,2 Kilogramm Mikroplastik pro Kopf und Jahr entstehen durch den Reifenabrieb des Straßenverkehrs. Das gilt für Pkw, Lkw, Motorräder wie auch Fahrräder, auch wenn der Reifenabrieb von Kraftfahrzeugen den allergrößten Anteil der Emissionen einnimmt. Das ist fast ein Drittel der Gesamtmenge, die als sogenanntes primäres, kleines Mikroplastik in die Ozeane eingetragen wird.

Das Alfred-Wegener-Institut hat jüngst die höchsten Mikroplastikwerte im Schnee in Proben an einer Landstraße in Bayern gefunden – hier lag die Konzentration bei 154.000 Partikeln pro Liter.
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„Aufgrund der enormen Emissionsmengen in die Meere und Oberflächengewässer, sowie der potentiellen gesundheitlichen Folgen für den Menschen und andere Organismen wird schnell deutlich, dass dringend Maßnahmen zur Reduzierung von Reifenabrieb ergriffen werden müssen.“
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„Allein durch weniger Individual- und Güterverkehr lässt sich die Menge des Reifenabriebs deutlich reduzieren“ […]
Da die Menge an Reifenabrieb in direktem Zusammenhang mit der Anzahl betriebener Kraftfahrzeuge steht, wirkt sich eine Verringerung des Individualverkehrs und des straßengebundenen Güterverkehrs direkt mindernd auf die Menge des Reifenabriebs aus.
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„Wenn nächste Woche auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) wieder einmal große und schwere Geländewagen angepriesen werden, ignoriert diese Modellpolitik, dass diese Fahrzeugkategorie ein Hauptverursacher von Mikroplastik im Straßenverkehr ist“ […]

Die Menge an entstehendem Reifenabrieb steht in einem linearen Zusammenhang zu dem Gewicht des Fahrzeugs. […]

„Von leichteren Autos wird weniger Abrieb produziert, weshalb auf besonders schwere Autos verzichtet werden sollte. Auch aus diesem Grund muss endlich ein Umdenken in der Flottenpolitik der Autokonzerne einsetzen.“
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„Bereits entstandenes Mikroplastik muss durch Reinigungs- und Filtertechnik so gut es geht abgesammelt werden. Zudem brauchen wir Straßenbeläge, die die Abreibung minimieren oder die Abriebpartikel besser halten oder filtern“
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„Wir müssen so gut es geht verhindern, dass Mikroplastik in den Wasserkreislauf gelangt. Maßnahmen zum Rückhalt der Partikel in Trennwassersystemen und in Kläranlagen müssen deshalb schnellstmöglich durch die Kommunen ergriffen werden“ […]

Eine andere Möglichkeit wäre das Abfangen von Partikeln, bevor der Straßenabfluss in die Kanalisation gelangt.

„Am wirksamsten ist es doch, Mikroplastikemissionen bereits bei der Ursache zu bekämpfen: Weniger große und schwere Autos, weniger Individual- und Güterverkehr auf der Straße, stattdessen mehr öffentlicher Nahverkehr und mehr Güter auf die Schiene“ […] «

Pressemitteilung :: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) :: 06.09.2019 :: Fast ein Drittel des Mikroplastiks im Meer entsteht durch den Straßenverkehr :: https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/fast-ein-drittel-des-mikroplastiks-im-meer-entsteht-durch-den-strassenverkehr/

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  1. nandalya schreibt:

    Bevor wir die Autos völlig abschaffen, wäre eine Reduzierung von Abgasen ein guter Schritt. Auch daran arbeiten „wir.“ Den Part mit den Filtern in der Kanalisation sollten Politiker lesen. Die Frage ist, ob sie die Zeilen auch verstehen (wollen oder dürfen).

    Gefällt 1 Person

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