Wir müssten ungefähr um die Jahrhundertmitte global bei netto null CO2-Emissionen liegen.

» […] Zurzeit wird eine Studie des US-Klimaforschers Christopher Schwalm heiß diskutiert. Nach dieser sind wir aktuell auf dem Weg in ein Worst-Case-Szenario für das Klima. Bodennahe Luftschichten könnten sich um durchschnittlich fünf Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmen. Über aktuelle Klima-Szenarien haben wir mit Elmar Kriegler gesprochen, er ist Forschungsbereichsleiter beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, sein Bereich sind Transformationspfade.
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Wenn es statt fünf Grad in 2100 dann 3,5 Grad werden – und das ist das, was wir sehen, wenn wir die gegenwärtigen Trends fortschreiben, auch in der Klimapolitik –, dann ist das auch noch ein massiver Klimawandel und sehr schlimm. Insofern muss es darum gehen, deutlich mehr zu tun, als im Moment getan wird.
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Es wird […] zu einer Erwärmung der Mitteltemperatur kommen, was dann in unseren Breiten eine deutlich höhere Erwärmung bedeutet mit all den Folgen – Dürren, Hochtemperaturereignisse, Stürme und Fluten. […]

Es wird zu einer massiven Veränderung unserer Umwelt und unseres Klimas kommen, was wir als Menschheit mit vielen Konsequenzen zu bezahlen haben, weil wir eben an dieses andere Klima nicht angepasst sind, sondern an das heutige Klima.
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Das heißt also, es müssten viel mehr Politikmaßnahmen sein und auch international in den Klimaverhandlungen mehr Bestrebungen, an die Kohle und an die fossilen Brennstoffe ranzugehen und nicht nur den Blick zu werfen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, der natürlich gut ist. Aber wenn er nicht begleitet wird mit einem drastischen Rückfahren der Nutzung fossiler Brennstoffe, wird es dem Klima dann nur begrenzt helfen.
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Wird bei diesen Szenarien eigentlich auch das Auftauen des Permafrostbodens miteinberechnet, denn das Methan, das da freigesetzt wird – und es ist ja doch viel mehr als befürchtet –, ist ja 24-mal klimawirksamer oder klimaschädlicher als CO2?
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Die Emissionsszenarien führen zu einer Klimaerwärmung, und die Erwärmung selbst hat dann Auswirkungen auf Methan, wie Sie es genannt haben, in den Böden, was dann ausgast durch, wir nennen das ein natürliches Feedback auf das Klimasystem.
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Eine Erwärmung der bodennahen Luftschicht um nur 1,5 Grad Celsius, das wird immer genannt, um die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen beherrschen zu können. Was müssten wir denn tun, damit wir diese Zahl überhaupt erreichen?
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Ja, das ist ein wichtiges und sehr ambitioniertes Ziel, und zwar müssten wir, um dieses Ziel zu erreichen, ungefähr um die Jahrhundertmitte global bei netto null CO2-Emissionen liegen. Um das in einen Kontext zu setzen: Heute emittieren wir weltweit ungefähr 40 Milliarden Tonnen CO2, und diese gewaltige Menge von CO2 müssten wir auf null herunterfahren, um das 1,5-Grad-Ziel einigermaßen zu halten. Das bedeutet eben auch für Industrieländer, die eine Vorreiterrolle dort spielen müssen, dass sie das auch noch früher erreichen müssen als 2050, um dann eben Restemissionen in anderen Ländern auszugleichen. […] «

Britta Fecke interviewt Elmar Kriegler, Forschungsbereichsleiter beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, sein Bereich sind Transformationspfade :: Deutschlandfunk :: 06.08.2020 :: Forscher zu Folgen des Klimawandels: „Sind als Menschen nicht an dieses andere Klima angepasst“ ::
Lesen: https://www.deutschlandfunk.de/forscher-zu-folgen-des-klimawandels-sind-als-menschen-nicht.697.de.html?dram:article_id=481878
Hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2020/08/06/wie_warm_wird_es_klimaforscher_warnen_vor_mehr_als_3_grad_dlf_20200806_1137_2f5911b4.mp3

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