„Nun ist der Zeitpunkt gekommen, den Wandel einzuleiten. Es könnte zudem der letztmögliche Zeitpunkt sein.“

» […] Die einzige Lösung, die bleibt, ist daher: Ein konsequentes Umdenken in Sachen Mobilität, weg von der Individualmobilität, ja sogar weg von der ausufernden Notwendigkeit der Mobilität an sich.
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Statt auf immer neue technische Innovationen zu setzen, müsste die ganze Gesellschaft radikal verändert werden, ein Prozess, der viele Chancen auf größere Freiheit und Zufriedenheit eröffnet, den die Politik aber scheut.
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Eigentlich genügt schon ein Blick auf die Vertreter dieses Ansatzes: Christian Lindner, Friedrich Merz, Angela Merkel. Alle sind nichts Anderes als Lobbyisten des Marktradikalismus, die es in wichtige Funktionen in Parteien und Bundestag geschafft haben. Ganz selbstverständlich nutzen sie den Klimawandel dazu, neue Märkte zu erschließen und das Wirtschaftswachstum voranzutreiben, zumal in einer Zeit der drohenden Rezession. […] So kann der Staat beispielsweise Elektroautos subventionieren, was die Autofahrer dazu anregen soll, ihre alten Benziner zu entsorgen und neue Elektroautos zu kaufen. Umverteilung mit staatlicher Hilfe. Es sind immer dieselben Konzerne, die davon profitieren.
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Hauptsache man kann die Massen von Folgendem überzeugen: Ein tief greifender Wandel ist nicht notwendig, alles kann so weitergehen wie bisher, wenn man nur ein paar Energieträger austauscht, und dies können dieselben Akteure vornehmen, die schon durch das fossile Zeitalter unglaubliche Macht und unvorstellbaren Reichtum akkumuliert haben.

So lange sichert man sich eben jene Macht und jenen Reichtum. Denn so lange die Mehrheit der Bevölkerung davon überzeugt ist, dass irgendwann in der Zukunft eine Technologie kommen wird, die uns alle errettet, so lange nur eine Minderheit versteht, dass die gesamte Gesellschaft vollkommen umgekrempelt und vom Kopf auf die Füße gestellt werden muss, so lange muss man keine Aufstände gegen die oligarchische Klientelpolitik befürchten. Alle Krisen werden so zu rein technischen Problemen definiert, nicht aber zu den gesellschaftlichen, die sie sind.
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Wie soll etwas zu deren Lösung beitragen, das uns die gegenwärtige Krise überhaupt erst eingebrockt hat?
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Denn alles, was uns die sogenannte technische Revolution seit Erfindung der Dampfmaschine gebracht hat, ist eine ständige Steigerung des Energie- und Ressourcenbedarfs, eben jener Faktoren, die eigentlich drastisch reduziert werden müssen.

Auch die viel gepriesene Digitalisierung, die alle unsere Probleme lösen soll, macht ein Mehr an Energie erforderlich. Ganz davon abgesehen wird sie zur großflächigen Verschmutzung und Zerstörung ganzer Landstriche beitragen […]. Zudem führt dieser sogenannte Fortschritt zu einer immer größeren Abhängigkeit der Menschen von den wenigen Mächtigen, die ihn maßgeblich vorantreiben und zur Kontrolle immer mehr Überwachung einsetzen.
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Der fatale Pfad, den die Menschheit eingeschlagen hat, ist jener der Industrialisierung mit einer Fixierung auf fossile Energieträger. […] Nun aber stehen wir an einer Kreuzung, an der die Prozesse zunehmend chaotisch verlaufen. Man erkennt dies nicht allein am Klimawandel, sondern auch an dem aus dem Ruder laufenden Kapitalismus und der wirtschaftlichen Dauerkrise.
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An dieser historischen Kreuzung muss sie Menschheit insgesamt die Abzweigung zu einer zukunftsfähigen, regenerativen Gesellschaft nehmen.
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Seit Jahren befinden wir uns in einer fortwährenden Katastrophe, angefangen mit ständiger Kriegstreiberei überall auf der Welt über die seit einem Jahrzehnt kriselnde Wirtschaft bis hin zu Klimawandel und ökologischer Zerstörung. […] «

Felix Feistel :: RUB|KON :: 05.10.2019 :: Die Scheinlösung – Technologie wird uns nicht retten — das müssen wir schon selber tun. :: https://www.rubikon.news/artikel/die-scheinlosung

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