„Ihre engagierten Einlassungen und Einwürfe [fehlen] dem politischen und kulturellen Dialog, der öffentlichen Debatte schmerzlich […].“

» […] Wir drohen wider Willen zu Sklaven einer Pandemie mit dem Namen Covid-19 oder Corona zu verkommen, als deren Folge nicht nur gesellschaftlicher und kultureller Stillstand eingetreten ist. Hunderttausende Tote sind zu beklagen, und es werden immer mehr, überall auf der Welt. Dazu drohen Millionen Existenzen vernichtet zu werden. Besonders hart trifft es die Kreativen und ihre Helfer, also alle die, die Sie zeitlebens geschätzt und die Ihnen nahe waren. Die Musiker und Lektoren, die Kameraleute und Kabelträger, im Prinzip jene, die zum reibungslosen Ablauf des Kulturbetriebes beitragen beziehungsweise ihn überhaupt erst möglich machen. Es bahnt sich eine Katastrophe an.
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Die Politik hat Parteigrenzen vorübergehend hinter sich gelassen; es gibt keine Opposition mehr.

Ihre sehr frühe Voraussage, die Liberalen von der FDP würden im Ernstfall versagen, ist längst eingetreten.

Die Populisten frohlocken und nie hat mich die Gegenwart intensiver an Heinrich Manns Der Untertan erinnert.
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Trump […] verteufelt […] [selbstverliebt] alles, was nach sozialer Verantwortung, Gerechtigkeit und Liberalität riecht und zerstört damit gnadenlos den amerikanischen Traum.
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Der Antisemitismus und der Hass auf Ausländer, latent immer zugegen, zeigt wieder offen sein hässliches Gesicht.

Synagogen sind erneut Ziele von Attentaten.

Und erstmals genießen rechtsradikale Nazis Rückhalt im Deutschen Bundestag.

Der greise Führer der AfD […] darf ungestraft über das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte räsonieren: Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in unserer tausendjährigen Geschichte gewesen.
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„Wir schaffen das.“ Ihre Landsleute hat sie damit gespalten, ein Teil entwickelte eine beispiellose Willkommenskultur, ein anderer pflegte Wut und Hass auf Ausländer, beflügelte radikale Parteien und legitimierte den Terrorismus von rechts.
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der Staat schuf den Flüchtlingen in einem einmaligen Kraftakt eine Basis, auf der sie jedenfalls besser überleben konnten als in den Kriegsgebieten, aus denen sie geflohen waren.
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Der Bundestag beendete einen jahrzehntelangen Parteienstreit und verabschiedete ein Gesetz, das Deutschland endgültig zum Einwanderungsland machte. […] «

Manfred Bissinger :: DIE ZEIT :: 14./17.08.2020 :: Lieber Roger Willemsen! :: https://www.zeit.de/2020/34/coronavirus-pandemie-deutschland-roger-willemsen-publizist/komplettansicht

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Eine Antwort zu „Ihre engagierten Einlassungen und Einwürfe [fehlen] dem politischen und kulturellen Dialog, der öffentlichen Debatte schmerzlich […].“

  1. nandalya schreibt:

    „Wir drohen wider Willen zu Sklaven einer Pandemie mit dem Namen Covid-19 oder Corona zu verkommen, als deren Folge nicht nur gesellschaftlicher und kultureller Stillstand eingetreten ist.“

    Streiche „drohen“ setze „sind.“

    „Hunderttausende Tote sind zu beklagen, und es werden immer mehr, überall auf der Welt.“

    Ein typisches Totschlagargument, das durch keine aktuellen Zahlen belegbar ist. Zustimmung von mir gäbe es, wenn der Artikel sich auf die gestiegene Zahl von Selbstmorden bezöge.

    „Die Politik hat Parteigrenzen vorübergehend hinter sich gelassen; es gibt keine Opposition mehr.“

    Endlich bemerkt es jemand! Was übrigens auch die bisherige Alibi-Opposition AfD einschließt.

    „Ihre sehr frühe Voraussage, die Liberalen von der FDP würden im Ernstfall versagen, ist längst eingetreten.“

    Das „predige“ ich bereits seit Jahren.

    „Die Populisten frohlocken und nie hat mich die Gegenwart intensiver an Heinrich Manns Der Untertan erinnert.“

    Streiche „Die Populisten“ setze „Die Populisten aller politischen Lager.“ Den Teil mit dem Untertan unterschreibe ich.

    „Trump […] verteufelt […] [selbstverliebt] alles, was nach sozialer Verantwortung, Gerechtigkeit und Liberalität riecht und zerstört damit gnadenlos den amerikanischen Traum.“

    Selbstverliebt stimmt, der Rest ist Quatsch. Der „amerikanische Traum“ ist eine bloße Erfindung und wird, wenn überhaupt, von einigen wenigen Konzernen und deren Führern zerstört. Stichwort Neoliberalismus.

    „Der Antisemitismus und der Hass auf Ausländer, latent immer zugegen, zeigt wieder offen sein hässliches Gesicht.“

    Diese bewusste Vermischung zweier grundverschiedener Dinge ist typisch für Politik und Medien und ein weiteres Totschlagargument. Fakt ist, der Antisemitismus wurde durch die Flüchtlingskrise erneut im großen Stil nach Deutschland importiert. „Hass auf Ausländer“ mag es in sehr begrenztem Umfang von einigen Vollpfosten geben, die Mehrheit der Deutschen denkt so nicht. Ich war schließlich eine „Ausländerin“ in Deutschland. Es gibt allerdings in Deutschland starke Vorbehalte gegen die Massenmigration.

    „Synagogen sind erneut Ziele von Attentaten.“

    Totschlagargument. Mir fehlen Namen, Zahlen und wer die Täter wirklich sind.

    „Und erstmals genießen rechtsradikale Nazis Rückhalt im Deutschen Bundestag.“

    Ich wüsste gern, was „rechtsradikale Nazis“ sind? Die Intelligenz mancher Schreiberlinge ist wirklich unterirdisch. Die Nazis waren Extremisten und Mörder. Im Bundestag sehe ich keine Nazis, aber die ehemalige Mauerschuss-Partei SED, die nun „Die Linke“ heißt, aus Kommunisten besteht und zum Teil schon vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist.

    „Der greise Führer der AfD […] darf ungestraft über das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte räsonieren: Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in unserer tausendjährigen Geschichte gewesen.“

    Gauland hat für diese verunglückte Erweiterung des Overton-Fensters eine Menge Prügel eingesteckt. Warum sich die Deutschen auf diese wenigen dunklen Jahre reduzieren, will mir trotzdem nicht in den Sinn.

    „Wir schaffen das.“ Ihre Landsleute hat sie damit gespalten, ein Teil entwickelte eine beispiellose Willkommenskultur, ein anderer pflegte Wut und Hass auf Ausländer, beflügelte radikale Parteien und legitimierte den Terrorismus von rechts.“

    Ja und ja, streiche „Hass“, setze „Vorurteile“, streiche „legitimierte den Terrorismus von rechts“, setze „legitimierte den Terrorismus von links und rechts.“

    „der Staat schuf den Flüchtlingen in einem einmaligen Kraftakt eine Basis, auf der sie jedenfalls besser überleben konnten als in den Kriegsgebieten, aus denen sie geflohen waren“

    Der Satz sollte so lauten: „Der Staat schuf den Flüchtlingen eine Basis, auf der sie besser überleben konnten als in den von den USA und Europa geschaffenen Kriegsgebieten.“

    Schönes Wochenende, wir „streiten“ am Montag weiter ;-)

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