„dass der Globus maximal eine Milliarde Menschen (!) beherbergen kann“

» […] Unsere Zivilisation ist durch das gemäßigte Klima der letzten Jahrtausende groß geworden, nun auf 7 Milliarden Menschen gewachsen. Das setzt Stabilität in den bewohnten Bereichen des Globus voraus, für Wasser, Ernährung und Umgebungstemperatur. Die Temperatur aber steigt nun, mit nur schwer diagnostizierbaren Folgen.

Eine Folge ist zum Beispiel der Rückgang der Arbeitsleistung in Indien durch die rasch verringerten Arbeitsmöglichkeiten im Freien für Millionen Menschen gerade in den armen Gegenden der Welt massiv einbrechen
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Nach aktuellen Prognosen könnte der Meeresspiegel um bis 50 m ansteigen. Das geht zwar langsam, aber langfristig werden alle heutigen Küstenstädte und weite Landstriche überflutet werden.

Noch kritischer scheint die Zunahme der Wüstengürtel. Bei einem Anstieg von 3 bis 4 °C — also dem Erwärmungskurs, auf dem wir derzeit sind — gehen die Berechnungsmodelle davon aus, dass der Globus maximal eine Milliarde Menschen (!) beherbergen kann. […]
De facto würden solche Umbrüche, ein so veränderter Globus, das Ende unserer Zivilisation bedeuten. Denn es ist kaum anzunehmen, dass unsere westliche Zivilisation den enormen Druck solcher Veränderungen übersteht.
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Denn normal ist in einer Zivilisation, dass sie alles gegen mögliche Risiken unternimmt. Das hätte bedeutet, schon vor dreißig Jahren zu beginnen, aus fossilen Energien auszusteigen. Aber es geschah nicht.

Es war die Gier der Erdölindustrie, die das verhinderte. Denn sie begann, bei der Tabakindustrie die Methoden abzugucken, mit denen staatliche Gegenmaßnahmen und Verbote unterlaufen werden können — unterlaufen durch die Erzeugung von Zweifeln an den wissenschaftlichen Erkenntnissen.
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Aktiv ist die Szene der Klimaleugner nach wie vor, die bezahlten und die unbezahlten, die Unbelehrbaren. In den letzten 30 Jahren ist es deshalb nicht gelungen, diese Brut verantwortungsloser Gier auszurotten.
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Ob Saudi-Arabien oder die übrigen arabischen Staaten, Russland, Venezuela, Nigeria oder auch die Kohle in Australien, sie alle denken nicht im Entferntesten daran, ihre Förderung zu drosseln. […] dem Wandel stehen Staatshaushalte und reiche Dynastien, die auf die Einnahmen aus diesen Förderungen nicht verzichten wollen, konsequent entgegen. Staatliche und private Maßlosigkeit vermischen sich als die großen Verhinderer.
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Dank all dieser Gier, beim Status quo zu bleiben und dem Rausch fossiler Energien weiter zu frönen, wird es immer unwahrscheinlicher, dass das maximal tolerierbare 2 °C-Ziel
gehalten wird. Überschreiten wir es, dann werden Dominoeffekte kontinuierlich fortschreitender Erwärmung ausgelöst, die unseren Lebensraum auf ein Minimum schrumpfen lassen, noch ausreichend für vielleicht 1 Milliarde Menschen in der Nähe der Pole. Größere Ausrottung könnte auch ein Atomkrieg oder der Bio-Terror nicht schaffen.

Nach den riesigen Buschbränden Australiens geht nun ein Video eines australischen Meteorologen um die Welt, der diese riesigen Brände vorhergesagt hat als Anfang einer dramatischen Verengung unseres Lebensraums. Es sind die sich oberhalb 2 °C Erwärmung selbst verstärkenden Instabilitäten, die Urwälder, Meeresströmungen und Wetterabläufe katastrophal verändern und die Bewohnbarkeit des Globus auf einen Bruchteil der heutigen Flächen reduzieren werden. […] «

Peter H. Grassmann :: RUB|KON
:: 13.02.2020 :: Die Todesursache – Unsere Zivilisation wird wahrscheinlich nicht durch Krieg oder Seuchen zugrunde gehen, sondern durch die Gier weniger Profiteure. :: https://www.rubikon.news/artikel/die-todesursache

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