„Weshalb verbreitest Du diese beängstigende Vorstellung?“

» […] Menschen kann man schnell verunsichern und Angstmacher nutzen diese Gefühle für ihre Zwecke. Neurowissenschaftlicher Gerald Hüther plädiert dafür, stets neu zu prüfen, ob unsere Ängste berechtigt sind oder ob sie instrumentalisiert werden.

Jeder Mensch, dem gesagt wird, dass etwas Bedrohliches auf ihn zukomme, versucht, zunächst nachzuprüfen, ob diese Warnung gerechtfertigt ist. Wenn das zu schwierig ist oder zu lange dauert, hängt seine Reaktion davon ab, ob er dem Überbringer dieser Botschaft vertraut.
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Wer die angekündigte Bedrohung ernst nimmt, beginnt blitzschnell abzuwägen, ob er imstande ist, diese Gefahr auch abzuwenden.
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Strategie von Angstmachern

[…] es [ist] eine sehr beliebte Strategie von Angstmachern, ihren späteren „Opfern“ schon im Vorfeld alle Probleme abzunehmen und scheinbare Schwierigkeiten beiseite zu räumen, sodass diese möglichst wenig Gelegenheit finden, sich selbst die für die Bewältigung schwieriger Situationen erforderlichen Kompetenzen anzueignen.
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Angstmacher säen Misstrauen und Zwietracht

[…] Angstmacher […] versuchen […], das Band zu lockern, womöglich sogar zu durchtrennen, das ihre Opfer mit Personen verbindet, die es unterstützen.
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Welche Interessen haben Angstmacher?

[…] Sie lassen sich gefügig machen, indem die Angstmacher ihnen zu verstehen geben: Jeder, der sich den Anordnungen widersetzt, bringe seine Liebsten in Lebensgefahr.
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Was jeder Mensch […] herauszufinden lernen sollte, ist das Motiv, das den Überbringer einer solchen Botschaft [eine Angst erzeugende Prophezeiung] leitet. Die entscheidende Frage an sie oder ihn lautet deshalb: Weshalb verbreitest Du diese beängstigende Vorstellung? Welches Interesse hast Du daran, dass Menschen dadurch verängstigt werden? […] «

Gerald Hüther :: Deutschlandfunk Kultur, Politisches Feuilleton :: 28.08.2020 :: Manipulation von Menschen: Die Motive der Angstmacher erkennen ::
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Eine Antwort zu „Weshalb verbreitest Du diese beängstigende Vorstellung?“

  1. nandalya schreibt:

    Zitat: „Neurowissenschaftlicher Gerald Hüther plädiert dafür, stets neu zu prüfen, ob unsere Ängste berechtigt sind oder ob sie instrumentalisiert werden.“

    Statt (alt)klug zu reden sollten Wissenschaftler sich gezielt gegen die Verbreitung solcher Ängste positionieren. Aber dafür sind sie zu feige.

    Gefällt 1 Person

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