Hyperhedonie IV: Hey you (Hey du)

41 Jahre alt, veröffentlicht am 30. November 1979. Zeitlos. Pink Floyds „The Wall“ [2]. Ein Album, das niemals besser in die Zeit passte, als 41 Jahre nach seiner Veröffentlichung. „Hey you, standing in the road, always doing what you’re told, Can you help me?“ Nein, gesamtgesellschaftlich betrachtet helfen wir nicht mehr. Die Herrschenden haben dafür gesorgt, dass wir uns nur noch mit uns selbst beschäftigen, und wir legitimieren sie noch alle vier Jahre dafür. Ist ja alternativlos. Die, die Hilfe begehren ertrinken im Meer, vegetieren auf Inseln; Frontex heißt die neue Mauer und die obersten Hüterinnen kommen aus Deutschland. Der Tod ist ein Meister aus Deutschland. Das Volk der Dichter und Henker. Eine Mauer um Europa. Eine Mauer mitsamt Schere in unseren Köpfen. Pink Floyd liefer[te]n den Soundtrack. Alan Parker hat daraus 1982 ein filmisches Meisterwerk gemacht [3]. Trigger-Warnung. Nur resiliente Menschen sollten sich den Film anschauen. Zutiefst verstörend. Bilder von Innenwelten, die unser heutiges Äußeres widerspiegeln. Pink Floyds „The Wall“. Kein musikalisches Meisterwerk, aber ein in sich stimmiges Gesamtkunstwerk und dadurch ein zeitloses Meisterwerk, produktionstechnisch seiner Zeit voraus und immer noch auf der Höhe der Zeit. „Hey you“, mein Favorit. – Sind wir nicht alle Pink?

Ich hoffe, du bist nicht anhedonisch [1] und kannst diesen Song genauso „genießen“, wie ich:

» Hey du, dort draußen in der Kälte
Wirst einsam, wirst alt
Kannst du mich fühlen?
Hey du, dort in dem Gang
Mit schmerzenden Füßen und einem verblassenden Lächeln
Kannst du mich fühlen?
Hey du, hilf ihnen nicht, das Licht zu löschen
Gibt nicht kampflos auf

Hey du, dort draußen auf dich selbst gestellt
Mit nichts als deinem Telefon
Würdest du mich berühren?
Hey du, mit deinem Ohr lauschend an der Wand
Wartest auf jemanden, der etwas ruft
Hey du, wirst du mir helfen, die Last zu tragen?
Öffne dein Herz, ich komme nach Hause

Aber das war nur eine Fantasie
Die Mauer war zu hoch,
Wie du sehen kannst
Egal wie sehr er’s versuchte
Er konnte sich nicht frei machen
Und die Würmer haben sich an seinem Gehirn bedient

Hey du, dort draußen auf der Straße
Machst immer, was man dir sagt
Kannst du mir helfen?
Hey du, dort draußen jenseits der Mauer
Zerstörst Flaschen dort draußen
Kannst du mir helfen?
Hey du, sagt mir nicht, dass es gar keine Hoffnung gibt
Wir halten zusammen, bringt man uns auseinander, dann fallen wir
Dann fallen wir … «

In der Hauptrolle übrigens Bob Geldof (im Film und in den Videos):

Pink Floyd
Hey you

[1]: https://www.psychologie-heute.de/leben/40758-wenn-musik-kalt-laesst.html
[2]: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Wall
[3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd_%E2%80%93_The_Wall


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Eine Antwort zu Hyperhedonie IV: Hey you (Hey du)

  1. Christiane schreibt:

    Eins von den Alben, von denen ich noch jeden Ton kenne, von der optischen Umsetzung allerdings sehr wenig. 🤔😁⛅☕👍

    Gefällt 2 Personen

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