„Wir konnten erstmals bestimmen, in welchem Umfang Aerosole überhaupt entstehen“

» […] Eine Charité-Studie bestätigt nun, dass beim Singen weit mehr Aerosole gebildet werden als beim Sprechen. Sie weist aber auch Wege, wie gerade kleinere Chöre wieder zum Singen kommen können.
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„Beim Singen ist der Atemweg Teil des Instrumentes […] und da liegt es nahe, dass die Flüssigkeitspartikel, die beim Singen entstehen, die größeren in Tröpfchenform und die sehr kleinen als Aerosol, beim Singen in besonderer Weise verbreitet werden.“ […] „Zum Beispiel Chorproben zu Beginn der Pandemie, die dann tatsächlich mit einem erhöhten Infektionsrisiko einhergegangen sind.“
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es [gibt] einen „Reinraum“, einen von feinsten Partikeln gereinigten Raum. Der sei geeignet gewesen, die Anzahl der Tröpfchen, also die Quellstärke, die beim Singen entsteht, zu untersuchen.

„Wir konnten erstmals bestimmen, in welchem Umfang Aerosole überhaupt entstehen“
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„Sie haben eine gewisse Zeit geatmet, einen standardisierten Text gesprochen und sie haben Mendelssohns ‚Abschied vom Walde‘ jeweils in der Chorstimme gesungen. Sodass wir drei Werte hatten, die wir miteinander vergleichen konnten.“
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„Es bestätigte sich, dass die Aerosole beim Singen in weit stärkerer Anzahl gebildet werden als beim Sprechen. In unserer Untersuchungsgruppe war das ungefähr Faktor 30. Und es zeigte sich, was wir auch von anderen Konstellationen kennen: Dass die Sängerinnen und Sänger sich in ihrer Aerosolemissionsstärke sehr stark unterscheiden.“
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Ziel sei […], im Konzertsaal, im Chorprobenraum, beim Gesangsunterricht eine Konstellation herzustellen, die das Singen möglich mache.

[…] Ingenieure [könnten] Lüftungskonzepte entwickeln und dabei berücksichtigen, wie viele Menschen singen, mit welchem Abstand auf der Bühne, wie lange sie singen, wie groß die Räume sind, welche Lüftungsmöglichkeiten es gibt. „Mit diesen Parametern kann ein Konzept entwickelt werden, was das geringstmögliche Risiko für den jeweiligen Chor beinhalten soll“ […] „[…] man [kann] sich von einem Pauschalverbot lösen und die Situation individuell beurteilen. Für die Entscheidungsträger ist das aufwändig.“
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„Jetzt aber können wir gerade in großen Räumen, in Räumen mit maschineller Belüftung, einzelne Chorsituationen wieder ermöglichen. Sicher nicht die Choroper auf engem Raum, aber kleinere Ensembles könnten wieder mit dem Arbeiten beginnen.“ […] «

Dirk Mürbe (Direktor der Klinik für Audiologie und Phoniatrie der Charité Berlin) im Gespräch mit Britta Bürger :: Deutschlandfunk Kultur :: 10.07.2020 :: Charité-Studie zum Singen in Corona-Zeiten: Chöre sind Aerosol-Schleudern ::
Hören: mp3 direkt vom Deutschlandfunk abspielen oder Hören/Lesen: Webseite des Deutschlandfunks

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2 Antworten zu „Wir konnten erstmals bestimmen, in welchem Umfang Aerosole überhaupt entstehen“

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