„Ich will ein schlechtes Mädchen sein, das niemanden absticht.“

» […] Der „Mäusebunker“ soll Ende des Jahres abgerissen werden.
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Ob man den Mäusebunker nun erhält oder nicht, der Skandal geht sowieso weiter: […] die Tierversuche [nehmen] in der privaten und öffentlichen Forschung zu. Deswegen wird der Mäusebunker, in dem mit Säugetieren in allen Größenordnungen geforscht wurde, nicht geschlossen, sondern nur an den Stadtrand verlegt: Es entstehen zwei neue, schönere „Mäusebunker“ in Berlin-Buch. In einem lässt die Charité an Tieren forschen, im anderen das Max-Delbrück-Centrum.

2017 wurde in Berlin mit 222.424 Labortieren experimentiert, die in der Mehrheit dabei oder danach starben.

So wird am schönen Müggelsee an Fischen geforscht […]. Es sind unter anderem kleine Zebrafische, die „Laborratten“ unter den Fischen, die man praktischerweise genetisch so verändert hat für die Forschung, dass sie durchsichtig sind. Alles Menschenmögliche wird an ihnen erforscht.
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Der Verein Ärzte gegen Tierversuche ist jedenfalls der Meinung, dass „die künstlich krank gemachten Tiere in den Labors … nicht vergleichbar mit der komplexen Situation beim Menschen (sind). Dadurch sind die Tierversuchsergebnisse nicht übertragbar.“

[…] mit dem Delbrück-Centrum [gibt] [es] bereits „eines der größten Tierversuchslabors in Deutschland“ gibt: Mit dem Neubau sollen nun die Haltungskapazitäten für rund 74.000 Mäuse ausgebaut werden, unter anderem für genetisch veränderte „Knock-out-Mäuse“. 2010 gelang es den Forschern des Centrums, auch „Knock-out-Ratten“ herzustellen.
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Bei einer Projektdauer von fünf Jahren werden im bisherigen Max-Delbrück-Centrum „durchschnittlich 105.403 Tiere pro Jahr ‚verbraucht‘, davon ca. 90.000 Mäuse“. Im Neubau der Charité „sind Haltungskapazitäten für 40.000 Tiere vorgesehen. Der Trend zu immer mehr Tierversuchen ist fatal“, schreiben die Ärzte unter den Tierversuchsgegnern, die zusammen mit dem altehrwürdigen „Bund gegen Missbrauch der Tiere“ ein „Bündnis Berlin gegen Tierversuche“ gegründet haben. Das scheint auch nötig, denn inzwischen gibt es sage und schreibe 99 Tierversuchslabore in Berlin […]

Das Bündnis fordert, schon gegen die Planung von Tierversuchen gerichtlich vorgehen zu können.
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die angehende Biologin Tanja Kukotski, Tochter eines berühmten Mediziners […] begann ihr erstes Praktikum in einem Moskauer Gehirnforschungslabor. ‚TRIGGERWARNUNG ANFANG‘ > Eine Assistentin leitete sie an: „ ‚Meine kleinen Ratten‘, gurrte die Assistentin, nahm mit zwei Fingern ein Rattenbaby, streichelte das schmale Rückgrat und trennte mit einer Schere sauber und präzise den Kopf ab. Den Körper, der leicht zusammengezuckt war, warf sie in eine Schale, das Köpfchen legte sie liebevoll auf den Objektträger. < ‚TRIGGERWARNUNG ENDE‘ Danach sah sie Tanja prüfend an und fragte mit einem sonderbaren Anflug von Stolz: ‚Na, schaffst du das auch?‘ – ‚Ja‘, sagte Tanja.“ Aber nach zwei Jahren bat sie ihren Vater um ein Gespräch. Sie wollte nicht länger.
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Ihr Vater sah sie ratlos an. „Ich will ein schlechtes Mädchen sein, das niemanden absticht.“ […] «

Helmut Höge :: der Freitag :: 11.06.2020 :: Tierversuche: Namenlose Qualen :: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/namenlose-qualen

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