„letztendlich geht es immer noch um das Ziel, die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern“

» […] Mit dem «Containment», der Strategie des Einschliessens, will man die weitere Ausbreitung des Virus stoppen. Dies durch frühzeitige Erkennung und Isolation von möglichst allen Infizierten und Quarantäne von deren Kontaktpersonen. Diese Strategie war beispielsweise erfolgreich bei SARS oder Ebola.
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Bei den hohen Fallzahlen handelt es sich mehrheitlich um milde oder symptomlose Fälle, die während der ersten Welle in der «Dunkelziffer» untergingen.
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Das Virus ist in allen Ländern verbreitet. Von Stoppen kann keine Rede mehr sein. Mit den Wintermonaten werden die Zahlen weiter ansteigen.
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im Gegensatz zu SARS und Ebola wird Covid-19 in rund der Hälfte der Fälle von symptomlosen Personen übertragen
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Von allen Reiserückkehrern in der Quarantäne bleiben über 99 Prozent ohne Erkrankung.
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wir wollen nicht mehr jede Infektion verhindern, sondern wir wollen die Häufigkeit der Infektionen reduzieren. Denn letztendlich geht es immer noch um das Ziel, die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
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Wenn wir kranke Personen zu Hause isolieren für die Zeit, in der sie Symptome zeigen, dann können wir rund die Hälfte aller Infektionen verhindern.
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Wir müssen die Gefährdung des Gesundheitssystems rechtzeitig erkennen können. Dazu brauchen wir verlässliche Daten zu den Hospitalisationen.
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Wichtig wäre eine gute Überwachung der Infektionshäufigkeit bei besonders gefährdeten Gruppen. Dazu braucht es eine systematische Erfassung insbesondere in Alters- und Pflegeeinrichtungen. Erste Erkenntnisse lassen vermuten, dass wir die Gefährlichkeit der Erkrankung bei älteren Menschen überschätzt haben.
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Nicht überraschen würde uns, wenn die Aggressivität des Virus über die Zeit abnimmt. Um solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, brauchen wir eine gut durchgeführte Überwachung.
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Gut zu wissen, dass unser Abwehrsystem in den Jahrmillionen der Evolution Methoden entwickelt hat, die uns helfen, mit solchen Erregern umzugehen. Letztendlich bin ich überzeugt, dass unser Immunsystem uns mehr hilft, als alle Plastikwände, Masken und Desinfektionsmittel. […] «

Pietro Vernazza, Professor, Chefarzt Infektiologie am Kantonsspital St. Gallen :: Luzerner Zeitung :: 10.10.2020 :: Gastkommentar: Die Coronavirus-Infektionszahlen steigen immer weiter an – es ist Zeit für ein Umdenken :: https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/die-coronavirus-infektionszahlen-steigen-immer-weiter-an-es-ist-zeit-fuer-ein-umdenken-ld.1266226

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Eine Antwort zu „letztendlich geht es immer noch um das Ziel, die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern“

  1. nandalya schreibt:

    „Wir müssen die Gefährdung des Gesundheitssystems rechtzeitig erkennen können.“ – Ich dachte immer, dass es um Menschen ginge. Offensichtlich dient der Lockdown zum Schutz der leeren Intensivbetten. Wie konnte ich das nur übersehen …

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