Entschleunigung, Minus-Wachstum, Nachhaltigkeit … tun not.

» […] In rasanter Geschwindigkeit werden die Menschen in Kürze die gesamte Biomasse mit den von ihr produzierten unbelebten Materialien überholt haben, das Leben steht auf der Verliererseite

Unser Planet wird von menschengemachten Dingen und Materialien überzogen. Die „anthropogene Masse“ an unbelebten festen Objekten verdrängt zunehmend das natürliche Leben und verkleinert dessen Lebensraum. Mittlerweile hat die anthropogene Masse in einem schwindelerrgeneden Tempo mit der gesamten Biomasse gleichgezogen und wächst immer weiter.
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dass die mit der Digitalisierung vor Jahrzehnten ausgerufene Parole vom Gang in die Immaterialität eine völlige Fehleinschätzung war. […] hat sich die künstliche Masse in den letzten hundert Jahren alle 20 Jahre verdoppelt und hat bereits oder wird demnächst die gesamte Biomasse des Planeten überholen, die mit der Zunahme der anthropogenen Masse sich verkleinert oder der Lebensgrundlagen beraubt wird. Täglich kommen 30 Gigatonnen (30.000.000.000) hinzu. Dabei zählen die Wissenschaftler zur Biomasse auch landwirtschaftliche Flächen und Viehzucht hinzu, die selbst wiederum die Vielfalt des Lebens reduzieren.
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die Menschheit [ist] höchst produktiv, die Erde mit künstlichen Strukturen aufzufüllen. Jede Woche wird pro Mensch mehr als sein eigenes Körpergewicht an anthropogener Masse geschaffen.
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Zwischen 2014 und 2026 also soll die Menge der künstlichen Objekte das Gewicht der Biomasse in getrocknetem Zustand überstiegen haben oder übersteigen.
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Seit [20 Jahren] lebt eine Mehrheit der Menschen in Städten, die es erst seit etwas mehr als 10.000 Jahren gibt. Den größten Teil der Geschichte war die Menschheit nomadisch und in Kleingruppen unterwegs.
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90 Prozent der Biomasse stellen die Pflanzen, innerhalb von 3000 Jahren haben die Menschen […] die Massen der Pflanzen von zwei Teratonnen auf jetzt eine reduziert. Es findet […] eine Vernichtung der schieren Biomasse [statt].
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Die Masse von Gebäuden und Infrastruktur wie Straßen ist mit 1100 Gigatonnen schon mehr als die aller Bäume mit 900 Gigatonnen.

Plastik erdrückt mit 8 Gigatonnen schon die Massen aller Tiere mit 4 Gigatonnen.

Wie rasant wir auf eine Verkünstlichung der Erde mit toten Objekten zurasen, kann eine Zahl verdeutlichen: Noch 1900 betrug die Masse der anthropogenen toten Objekte nur 3 Prozent der Biomasse oder 35 Gigatonnen.

In nur 120 Jahren hat sich nun ein fatales „Gleichgewicht“ hergestellt, das wohl immer schneller zugunsten der anthropogenen Objekte auseinanderbrechen wird, von denen wir als biologische Wesen aber nicht leben können. Bis 2040 könnte sich die anthropogene Masse noch einmal verdreifachen. Für die Zunahme sorgen nach den Wissenschaftlern vor allem globale Ereignisse wie Wirtschaftskrisen und Weltkriege. Als Beispiel wird auf den Zweiten Weltkrieg hingewiesen, nach dem die anthropogene Masse um 5 Prozent jährlich gewachsen ist. In dieser Zeit der „Großen Beschleunigung“ nahm der Konsum ebenso wie die Urbanisierung zu. […] «

Florian Rötzer :: Telepolis :: 11.12.2020 :: Von wegen Immaterialisierung: Das Lebendige wird erdrückt durch von Menschen geschaffene tote Objekte :: https://www.heise.de/tp/features/Von-wegen-Immaterialisierung-Das-Lebendige-wird-erdrueckt-durch-von-Menschen-geschaffene-tote-4986392.html

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