» Introvertierte haben wenige Freunde. …

Ihr soziales Umfeld ist wesentlich kleiner als das von Extrovertierten. Allerdings legen sie großen Wert auf enge Freundschaften. Qualität geht vor Quantität. «

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»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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7 Antworten zu » Introvertierte haben wenige Freunde. …

  1. nandalya schreibt:

    Freundschaft ist ein großes Wort. Vielleicht zu groß für einige. In den USA hast du sofort „Freunde.“ „My friend“ hier, „my friend“ da. Einerseits ist das sehr oberflächlich, andererseits durchaus vorteilhaft. Man lernt wesentlich mehr Leute kennen und pickt sich dann eben die Rosinen heraus. Man(n) – Frau ebenso – kann auch mit „Bekannten“ eine gute Zeit haben. Manchmal werden diese Bekannten zu (guten) Freunden. Wer aber nur im Schneckenhaus sitzt, der wird das nie erleben.

    Freundliche Grüße und einen guten Start ins neue Jahr. Wir lesen uns, „alter Freund.“ 😉

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    • Ich hab kein Mitleid für mich selbst, viel zu selten für dich
      Die letzte Brücke gesprengt, die letzte Grenze in Sicht
      Zwischen Hunderten von Leuten, fühl mich trotzdem allein
      Steh in unsichtbaren Mauern, zwar geborgen, doch klein, bin verloren im Sein

      Vor fünf Minuten gekommen, fühl ich mich eigentlich nach gehen
      Den blöden Job nicht bekommen, doch eigentlich wollt ich nur den
      Vermiss im Winter die Wärme und im Sommer den Schnee
      Fällt mir fast nicht mehr auf, wenn ich im Sonnenschein geh, im Sonnenschein steh

      Ich bin viel zu träge, trotzdem lauf ich zu schnell
      Bin im Tag reichlich dunkel, in der Nacht viel zu hell
      Ich hab noch so viel zu sagen, indes find ich kein Wort
      Will doch nur noch nach Hause und es trägt mich weit fort, nur weiter hinfort

      Wenn der Himmel bricht, mir so vieles verspricht
      Kommt der Zweifel in mir, ich hab’s erlebt, ich war schon hier
      Und wenn’s am schönsten ist, ich nichts mehr vermiss
      Dann nehm ich Reißaus und reiß‘ aus …

      – Joris, Im Schneckenhaus

      Liebe Mayumi,

      friend mag eine andere Bedeutung haben als FreundIn. Zuviel „friend“ überfordert mich. Ich lehne Bekanntschaften nicht ab. Doch Oberflächliches berührt mich nicht.

      Hello, darkness, my old friend
      I’ve come to talk with you again
      Because a vision softly creeping
      Left its seeds while I was sleeping
      And the vision that was planted in my brain still remains
      Within the sound of silence

      In restless dreams I walked alone
      Narrow streets of cobblestone
      ‚Neath the halo of a streetlamp
      I turned my collar to the cold and damp
      When my eyes were stabbed by the flash of a neon light
      That split the night
      And touched the sound of silence

      And in the naked light I saw
      Ten thousand people, maybe more
      People talking without speaking
      People hearing without listening
      People writing songs that voices never shared
      No one dared
      Disturb the sound of silence

      „Fools“, said I, „You do not know“
      „Silence like a cancer grows
      Hear my words that I might teach you
      Take my arms that I might reach you“
      But my words like silent raindrops fell
      And echoed in the wells of silence

      And the people bowed and prayed
      To the neon god they made
      And the sign flashed out its warning
      In the words that it was forming
      And the sign said
      „The words of the prophets are written on the subway walls
      And tenement halls
      And whispered in the sounds of silence“

      – Simon & Garfunkel, Sound of silence

      Wenn man das Glück hat, es mit sich allein auszuhalten, ist das Schneckenhaus kein Schreckenshaus. (-;

      Danke, kommt auch ihr gut ins neue Jahr 2021!

      Liebe Grüße, Bernd

      IST es möglich daß man Jahrtausende
      Zeit gehabt hat zu schauen nachzudenken und aufzuzeichnen
      Und daß man die Jahrtausende hat vergehen lassen wie eine Schulpause
      In der man sein Butterbrot ißt und einen Apfel?
      Ja es ist möglich

      Ist es möglich daß man trotz Erfindungen und Fortschritten trotz Kultur Religion und
      Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist?
      Ist es möglich daß man sogar diese Oberfläche die doch immerhin etwas gewesen wäre
      mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat so daß sie aussieht wie die
      Salonmöbel in den Sommerferien?
      Ja es ist möglich …

      – Rainer Maria Rilke

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  2. Madeleine schreibt:

    Es geht nichts über Qualität!

    Gefällt 1 Person

    • Mir fällt es schwer, Freundschaften zu beginnen, Freundschaften zu pflegen, Freundschaften zu beenden. – Qualität?: Tiefgründigkeit statt Oberflächlichkeit. Verlässlichkeit statt Unverbindlichkeit. Vertrauen statt Misstrauen. Offenheit statt Tabu. Seelen-Sprache vor Verstandes-Sprache. Zuwendung statt Abwendung. Zuneigung statt Abneigung. Offenheit statt Verschlossenheit. Weinen und Lachen. Humor und Albernheiten … to be continued

      Diese Leichtigkeit geht mir ab (-; :

      Oder nicht.

      Gefällt 1 Person

      • Madeleine schreibt:

        Es wird aber auch mit dem Alter schwerer, weil man mehr „weiß“ und mehr erlebt hat. Freundschaften, die man früher eingegangen ist, geht man heute nicht mehr ein. Dazu kommt, dass man auch – ganz pragmatisch betrachtet – weniger Gelegenheit dazu hat. Im Studium etc. war das schon anders.
        Aber lieber wenige Freunde, mit denen man Qualitätszeit verbringt, anstatt viele, mit denen man die Zeit nur irgendwie verbringt.

        Gefällt 2 Personen

        • Das mit dem Schwertun zieht sich durch mein ganzes Leben. Hinzu kommt das, was du, liebe Madeleine, beschreibst.
          Sind wenige Freundschaften nicht die Voraussetzung dafür, dass sie tief gründen können?
          Ich möchte keinesfalls Menschen abwerten, die oberflächliche Freundschaften pflegen; es kommt darauf an, was dem Einzelnen genügt oder wessen er für sein Seelenheil bedarf.
          Liebe Grüße, Bernd

          Gefällt 1 Person

          • Madeleine schreibt:

            Ja, das sind sie; aber wie du sagtest : Jeder sieht es unterschiedlich. Letztlich sind Freundschaften auch Beziehungen und es gibt unterschiedliche Typen. Ich kann auch wenig mit Oberflächlichem anfangen; andere schon. Ob daraus ein Nährwert entsteht, ist fraglich. Höchstens der, rauszukommen. Aber auch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Liebe Grüße, Madeleine

            Gefällt 2 Personen

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