Meine Film-Highlights des Jahres 2020 (Top Ten).

Hier, in der Reihenfolge des Schauens (es sind Filme aus unterschiedlichen Produktionsjahren, die ich in 2020 das erste Mal sah). Die Filme sind nicht nur sehenswert, sondern für meinen Film-Geschmack hervorragend:

  • The Lobster
    Der Film spielt in einer Dystopie, in der Singles 45 Tage Zeit bekommen, sich einen Partner oder eine Partnerin zu suchen, ansonsten werden sie in ein Tier ihrer Wahl verwandelt.
    Details (Spoiler-Gefahr): https://de.wikipedia.org/wiki/The_Lobster
  • Hell or high water
    Ben Foster und Chris Pine spielen zwei Brüder, die Banken überfallen, Jeff Bridges heftet sich als Sheriff an ihre Fersen, und Regisseur David McKenzie macht daraus einen zeitgenössischen Western, der ohne Genre-Nostalgie auskommt
    Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/hell-or-high-water
  • Dragged across concrete (Trigger-Warnung: Gewalt.)
    „Mit „Dragged Across Concrete“ liefert S. Craig Zahler nach „Bone Tomahawk“ und „Brawl in Cell Block 99“ das nächste Meisterwerk der Neo-Exploitation. In seinem neuen Film verhandelt Zahler ein weiteres Mal die fragile Bedeutung altertümlicher Männlichkeitsmodelle und nutzt das Schicksal zweier suspendierter Polizisten um auf der Meta-Ebene auch Mel Gibsons Person zu verhandeln. Herausgekommen ist dabei ein hochgradig intensives, pulpiges, eindringliches und überraschend komplexes Seherlebnis, welches den Zuschauer zusammen mit den Akteuren geradewegs in die alles zersetzende Finsternis führt.“
    Details (Spoiler-Gefahr): https://de.wikipedia.org/wiki/Dragged_Across_Concrete
  • Hot girls wanted (keine Trigger-Warnung – sehr aufschlussreich über die Verfassung der heutigen Menschheit)
    Hot Girls Wanted ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm über Amateur-Pornografie von Jill Bauer und Ronna Gradus. Das Format zeigt das Leben von 18- und 19-jährigen Amateur-Pornodarstellerinnen.
    Details: https://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Girls_Wanted_(Film)
  • Dunkel, fast Nacht (FSK 16)
    Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses. Alicja Tabor (Magdalena Cielecka) hat diese Stadt früh verlassen. Nun kehrt sie als Journalistin zurück, um Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen. Sie quartiert sich im alten Haus ein, das seit dem Tod des Vaters leer steht; die Atmosphäre ist düster, die Stimmung im einst so geliebten Garten unheimlich. Ständig fühlt sie sich beobachtet, um sie herum ereignen sich unerklärliche Dinge.
  • Winter’s bone/Leave no trace (beide Filme kommen von derselben Regisseurin und hängen thematisch irgendwie zusammen – Trigger-Warnung Gewalt: Winter’s bone)

    Winter’s bone

    Die 17jährige Ree Dolly (Jennifer Lawrence) begibt sich auf die Suche nach ihrem Vater, der das Haus seiner Familie als Kaution eingesetzt hat und dann spurlos verschwunden ist. Getrieben von der Gefahr, ihr Zuhause zu verlieren und in den Wäldern der Ozarks zu stranden, stellt sich Ree gegen den Schweigekodex ihrer am Rande der Gesellschaft lebenden Verwandschaft und riskiert das Leben, um ihre Familie zu retten. Nach und nach lichtet sie das verwandschaftliche Gestrüpp aus Lügen, Ausflüchten und Bedrohungen und beginnt, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
    Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/winters-bone

    Leave no trace

    Die jugendliche Tom (Thomasin Harcourt McKenzie) und ihr Vater Will (Ben Foster), Kriegsveteran, leben seit vielen Jahren unentdeckt in Forest Park, einem riesigen Waldgebiet am Rande von Portland, Oregon. Eine zufällige Begegnung führt zu ihrer Entdeckung und zur Betreuung durch die Sozialbehörde. Sie versuchen sich an ihre neue Umgebung anzupassen, bis eine unerwartete Entscheidung sie auf einen gefährlichen Weg zurück in die Wildnis führt – und sie zwingt, sich mit dem widerstreitenden Wunsch, Teil der Gesellschaft zu sein und dem heftigen Verlangen, abseits zu leben, auseinandersetzen zu müssen.
    Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/leave-no-trace
  • Freies Land (Trigger-Warnung: Gewalt – ein kongeniales Remake des überragenden spanischen Films „La isla mínima – Mörderland“)
    1992 in Ostdeutschland: Über dem Land schwebt die vage Hoffnung auf eine rosige Zukunft, doch auf dem Boden der Tatsachen macht sich Enttäuschung breit. Dieser deutsche Winter der Unzufriedenheit entführt zwei sehr unterschiedliche Ermittler in ein entlegenes Dorf, aus dem zwei Schwestern spurlos verschwunden sind. Zunächst scheint der Fall klar: in den Westen abgehauen sind sie, so die einsilbige Aussage der Nachbarn. Wer wollte schließlich nicht dem allzu schnellen Niedergang der Region entfliehen? Die beiden Kommissare Stein (Trystan Pütter) und Bach (Felix Kramer) wundern sich zunehmend darüber, dass sich am Verschwinden der Schwestern scheinbar niemand stört, es herrscht diffuses Schweigen. Und auch bei der Kriminalleitung ist man selbst dann kaum interessiert als sich herausstellt, dass bereits früher Mädchen aus dem Dorf verschwunden sind. Als dann die schwer misshandelten Leichen der beiden Schwestern gefunden werden, dämmert Stein und Bach, dass sie es mit einer Mordserie zu tun haben und mit einer zutiefst verstörten Gemeinschaft, in der die Wahrheit ihren Wert verloren hat.
    Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/freies-land
  • The Tale – Die Erinnerung (Trigger-Warnung für Menschen, die selbst sexuellen Missbrauch erlebt haben)
    Der Film erzählt die Geschichte von Jennifer Fox selbst, die das Drehbuch während eines Zeitraums von fünf Jahren verfasst und darin ihre eigenen Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch in ihrer Kindheit verarbeitet hat.
    Details (Spoiler-Warnung): https://de.wikipedia.org/wiki/The_Tale_%E2%80%93_Die_Erinnerung
  • 1917 (Kino at its best – Trigger-Warnung: Gewalt)
    Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges sollen die beiden britischen Soldaten Schofield und Blake eine nahezu unmögliche Mission erfüllen. In einem unbarmherzigen Wettlauf gegen die Zeit müssen sie sich tief in Feindesgebiet wagen und eine Nachricht überbringen, die verhindern soll, dass Hunderte ihrer Kameraden in eine tödliche Falle geraten. Auch das Leben von Blakes Bruder hängt vom Gelingen dieser Mission ab.
    Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/1917
  • Corn Island – Die Maisinsel (ein kleines Meisterwerk)
    Jedes Jahr im Frühling schwemmt der kraftvolle Fluss Enguri ganze Brocken fruchtbaren Bodens aus den Höhen des Kaukasus in die Ebene, wo sie sich zu kleinen unbewohnten Inseln zusammenschließen – Oasen für wildes Leben, aber auch für die Menschen. Abga, ein alter Farmer, ist mit seiner sechzehnjährigen Enkelin Asida am Fuß der Berge zu Hause. Zurückgezogen und bescheiden leben sie von und mit der rauen Wildnis. Obwohl es lebensgefährlich ist, weil die schwimmenden Länder jederzeit abtreiben können, will Abga es wagen, eine der grünen Inseln zu bepflanzen. Zusammen mit Asida baut er eine kleine Hütte, pflügt den Boden und säht Mais aus. Als der Mais langsam aus dem Boden zu wachsen beginnt, begegnet Asida einem verwundeten Soldaten, der sich in den Maisfeldern verborgen hält. Sie versteckt ihn auf der Insel – doch als die schwimmende Insel ins Visier seiner Verfolger gerät, bereitet der Großvater den Boden für sein gefahrloses Verschwinden, denn er fürchtet den Verlust seines neuen Zuhauses und Asidas, die sich zu dem Soldaten hingezogen fühlt und sich seit seiner Ankunft ein eigenes Leben erträumt.
    Kritik: https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-maisinsel

Kostenlose und unaufgeforderte Empfehlung: Die Film-Zeitschrift epd-film, die Filme so kritisiert, dass man sie auch schauen möchte, wenn der Rezensent sie verrissen hat oder umgekehrt; kurzum: man kann sich seine eigene Meinung bilden.


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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