Hyperhedonie XVI: „Es wäre ein Anfang. Vielleicht.“

Auf Michel van Dyke bin ich über die mittlerweile aufgelöste Gruppe „Ruben Cossani“ aufmerksam geworden und habe erst anlässlich seines Auftritts bei „Inas Nacht“ den Zusammenhang begriffen. Ganz besonders haben es mir seine melancholischen Songs angetan, und auch immer sein Wortwitz, sein Zwinkern (auch in den fröhlicheren Songs; Ruben Cossani waren eindeutig fröhlicher).

Wer kennt sie nicht, die schicksalhaften Begegnungen und den Versuch, aus Sympathie Vertrauen und Zuneigung … zu zaubern.

Ich hoffe, du bist nicht anhedonisch [1] und kannst diesen Song genauso genießen, wie ich:

D » Du hast die Augen vom Vater,
Von Mutter das Kinn,
Ja das hab ich auf den alten
Fotos gesehen

Und das ist in etwa
Alles was ich weiß,
Denn du gibst gar nichts von dir preis.

Du trägst im Sommer schwarz,
Im Winter helle Farben,
Du lässt dich gern berühren
Und seltener umarmen.
Du küsst jedoch nie
In der Öffentlichkeit.

Denn du gibst gar nichts von dir preis.


Du hast ein Muttermal am Rücken,
Eine Narbe am linken Bein,
Du hast ein Zweizimmer – Apartment
Und du schläfst lieber allein.
Du knirschst in der Nacht mit den Zähnen
Und dann tust du mir leid,
Denn du gibst gar nichts von dir preis.

Und das fing damals an,
In einer langen Nacht,
In der hast du mir
Schöne Augen gemacht
Und am Morgen hast du dich entschuldigt,
Für das Missgeschick deinerseits,
Denn du gibst gar nichts von dir preis.

Seit dem läufst du mir spontan
über den Weg,
Du kannst gehen wann du willst,
Denn das ist dein Privileg
Und wenn du mich mal brauchst,
Ist es die Ausnahme, ich weiß,
Denn du gibst gar nichts von dir preis.


Schenk mir endlich dein Vertrauen,
Denn auf mich kannst du bauen
Und ist dir das noch zu wenig,
Erhöhe ich auf ewig
Und fehlt dir dann immer noch der letzte Beweis,
Dann gibst du nach wie vor nichts von dir preis.
Heute Morgen vergisst du
An meiner Schulter die Zeit,
Es wäre ein Anfang;
Vielleicht.
«

Inas Nacht: Michel van Dyke – „Nichts von dir Preis“

https://open.spotify.com/track/4oo87MWOi6PUkls43hG2y7?si=IjL9EUV3TjqHsWqSka33dQ

[1]: https://www.psychologie-heute.de/leben/40758-wenn-musik-kalt-laesst.html

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3 Antworten zu Hyperhedonie XVI: „Es wäre ein Anfang. Vielleicht.“

  1. Sovely Matters schreibt:

    Schön, dass Du Michel „ausgegraben“ hast. Er ist in der Tat ein ganz toller Künstler, der viele tolle Lieder und Texte geschrieben hat. Oft hat er im Hintergrund gewirkt und war damit sehr sehr erfolgreich. Er gehört zu den Hamburger Musikern, den ich nicht missen möchte. Dein Beitrag freut mich daher sehr, ich danke Dir! Herzlichst, Sovely

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