Das Scheitern unserer bisherigen Strategien.

» Tatsächlich sind wir doch gerade Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Epochenbruchs, in dem ein kleines Virus alles das zur Sichtbarkeit und Verschärfung bringt, was zuvor als Bruchstellen auch schon da war, im Normalbetrieb aber für eine spätere Bearbeitung zur Seite gelegt wurde, auf diesen großen Stapel.

Flüchtlinge. Armut. Soziale Ungleichheit. Geschlechterungleichheit. Nationalismus. Autoritärer Drift von Ungarn, Polen und anderen. Der Titanic-Moment der EU, als sofort die nationalen Grenzen geschlossen wurden. Bildungsungerechtigkeit. Die Schwächen des Marktliberalismus, die Hybris der Globalisierung. Der Imperialismus der Digitalisierung, die Sucht nach Überwachung. Es ist noch vieles mehr, was nun, unter Krisenbedingungen, aus der Konturlosigkeit glasklar hervortritt und ein Scheitern unserer bisherigen Strategien markiert, die Welt zu verstehen und zu gestalten. «

Harald Welzer, taz FUTURZWEI, Im leeren Raum der stillgelegten Zukunft, 13/2020, 09.06.2020, www.tazfuturzwei.de


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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2 Antworten zu Das Scheitern unserer bisherigen Strategien.

  1. diespringerin schreibt:

    Yep. „Back“ to „normal“? Wirklich …. ???? Wär schön, wenn die klare Sicht auf Dinge zu klarer Erkenntnis führte, und klare Erkenntnis zu … hach, soll ich wirklich so verrückt sein zu glauben, dass es eine bessere, gerechtere, liebevollere Welt tatsächlich faktisch geben könnte …? … Ja. Schönen Gruß, Bernd! Silvia

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    • Hallo Silvia, die Ansätze, die Möglichkeiten sind vorhanden. Und wenn man sich umschaut und die träge, nichtssagende Masse abzieht. Stehen dem „Bösen“ viele „Gute“ gegenüber. Sie sind nur nicht so sichtbar, weil die „Bösen“ am Drücker sind. Doch kann die Geschichte jederzeit kippen. Und wie in dem Artikel von heute Morgen: jeder kann anfangen, der Welt ein besseres Gesicht zu geben, jeder für sich, beharrlich und das wird ausstrahlen. Liebevoll sein, wohlwollend, nachsichtig, und das tun oder unterlassen, was jetzt unverzüglich erforderlich ist. Liebe Grüße, Bernd

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