2013 16.03. 2021

Ich halte nichts von Jahrestagen. Dieser ist für mich bemerkenswert, weil ich hier eine Konstanz gefunden habe, die mir vorher nicht möglich war. Vorher habe ich seit Mitte der 1990er Jahre (ich kenne noch BTX, und war einer der ersten (?) Nutzer des Netscape Navigators und registrierte auch gleich eine Domain auf meinen Namen. In den zwanzig Jahren habe ich viel ausprobiert. War das www anfangs noch Wissenschaftlern, Privatpersonen und vereinzelt Unternehmen vorbehalten, ist es bald darauf kommerzialisiert und kriminalisiert worden. Heute wird jede Tätigkeit im Internet (einschließlich der Voice-over-IP-Telefonie, zu der wir gezwungen werden) von Nachrichtendiensten aufgezeichnet, ausgewertet und dauerhaft gespeichert. Die von Science-Fiction-Autoren vorhergesehene totale Überwachung der Menschheit findet statt (wir haben keine Ahnung, was mittlerweile technisch bereits machbar ist und angewendet wird). Ein solcher Jahrestag muss auch bewusst machen, dass wir nur noch auf Zeit bloggen; die Gesetze zur Eingrenzung der Meinungsfreiheit und zur Verhinderung, Wissen/Informationen zu teilen, existieren bereits und bedürfen lediglich ein paar Ergänzungen oder Verfeinerungen. Brave New World.


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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14 Antworten zu 2013 16.03. 2021

  1. nandalya schreibt:

    Du hast dich kurz vor mir registriert. Glückwunsch auch von mir. Wobei ich ehrlich bin, die Rückkehr nach einigen Wochen „Pause“ war ein Schock. Was haben sie nun schon wieder mit dem vorher so übersichtlichen WordPress gemacht? Nur dank deines Links zum Classic Editor konnte ich ein neues Haiku erstellen. Was deine Bemerkung zum bloggen auf Zeit betrifft, bin ich total auf deiner Seite. Ich rechne seit einer Weile mit Löschung oder Zensur meines Blogs.

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  2. Christiane schreibt:

    Glaubst du nicht, dass dieselben Gesetze, die du ansprichst, andere zu kreativen „Workarounds“ geradezu auffordern? 😉
    Ich bin sehr viel länger bei WP registriert, als ich blogge, daher bedeutet mir der Jahrestag nichts, aber heißt das, dass du seit 8 Jahren bloggst (hab nicht geschaut)? Dann Glückwunsch, das ist lang.
    Ich bin auch schon seit vor 2000 im Netz und habe damals viel über Foren gemacht und gechattet … Ach, die guten alten Zeiten, wo man die Einwahlmelodie der Modems mitsingen konnte und noch minutenweise online war … 😉
    Halbwegs sentimentale Morgenkaffeegrüße 😁☁️☕🥐👍

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    • Vielen Dank!

      Kreative Workarounds? Ja, wenn wir wieder zu Flugblättern, die nicht aus Druckern stammen, sondern auf Matrizen geschrieben und auf Matrizen-Druckern vervielfältigt wurden, zurückkehren (da liegen übrigens meine Anfänge: Schreiben mit der Schreibmaschine auf Matrizen und vervielfältigen mit einem Matrizen-Drucker). Ja, wenn wir die analogen Radios herausholen und auf UKW, MW, KW und LW senden. Ja, wenn wir die analogen Fernseher herausholen und terrestrisch senden. Ja, wenn wir zum Telefonieren, keine Handys/Smartphones und Festnetztelefone verwenden. Alles, was digital ist, kann verhindert/unterdrückt/belauscht/manipuliert werden. Ich halte selbst das Darknet und das Browsen mit einem Tor-Browser nicht für anonym; auch diese unterliegen der Überwachung/Manipulation der Nachrichtendienste.

      Ja, die ersten Chats über IRC mit spezieller Software. IRC ist ungefähr das fürs www, was BTX beim Fernseher war.

      Genau, ich werde mal einen Kaffee aufsetzen.

      Liebe Grüße, Bernd (-:

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    • PS: Unter redskiesoverparadise „blogge“ ich seit 8 Jahren (ich würde mich selbst immer noch nicht als Blogger bezeichnen); insgesamt „blogge“ ich seit 1994 und davor über einen Matrizendrucker.

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      • Christiane schreibt:

        Magst du mal definieren, was für dich ein Blogger ist? Für mich bist du einer, ich mache das am Medium „Blog“ fest, nicht an der Plattform. Und statische Homepages meine ich damit nicht, es sei denn, du hättest eine News-Sektion gehabt und ständig upgedatet.

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        • Ich bin dann ein Blogger, wenn ich überwiegend meine Meinung kundtue, nicht indirekt, über eine bestimmte Auswahl von geteiltem Inhalt, sondern als eigenen Meinung formuliert. Meine Homepage, damals, habe ich betrieben wie einen WordPress-Blog, anfangs noch ohne Hilfsmittel, dann mit einem Content-Management-System, danach mit der wordpress.org-Software mit eigener Domain. Von der eigenen Domain habe ich dann Abstand genommen, da mir hier das Risiko zu hoch ist, kriminalisiert zu werden.

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          • Christiane schreibt:

            WordPress.org ist auch ein CMS, inzwischen das größte. Was meinst du mit „kriminalisiert“? 🤔
            Kaffeepausengrüße, sorry 😉

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          • Als Domain-Inhaber* bist du für alles verantwortlich, den Inhalt, die Technik, den Datenschutz und du musst dich mit Klarnamen und Anschrift öffentlich machen. Gibst du deine Anschrift, Straßenadresse, nicht an, handelst du schon ordnungswidrig. Und wenn es opportun wird, wird uns aus jedem falsch gesetzten Komma (ich übertreibe) ein Strick gedreht werden. Als Teil eines sozialen Netzwerkes wie wordpress.com oder facebook usw. steht immerhin noch ein Verantwortlicher vor dir, es gibt etwas mehr Zeit, pro-aktiv handeln zu können. Es wird aktuell keinen (?) Blog geben, der sich wirklich an die DSGVO hält (halten kann), so wie die Aufsichtsbehörde sie, die DSGVO, an einem unbestimmten Zeitpunkt auslegen wird.

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          • Christiane schreibt:

            Stimmt. Ich hatte in eine andere Richtung gedacht, daher die Frage. Danke. 😁☕👍

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          • Christiane schreibt:

            Und das ist übrigens auch der Grund, warum ich meine Domain nicht mit dem Blog verlinke: Der Blog bekommt mehr Aufmerksamkeit.

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  3. Ariana schreibt:

    Glückwunsch zum Jahrestag. 🙂👍

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