„Kontakte in Innenräumen, die ungeschützt sind, gehen nicht mehr“

Jasper Barenberg, Kai Nagel (Mobilitätsforscher, Modellierer, Physiker) :: Deutschlandfunk Interview :: 22.03.2021 :: Corona-Infektionen vermeiden: „Einfache Regel: keine ungeschützten Kontakte in Innenräumen“

» […] spricht sich der Mobilitätsforscher und Modellierer Kai Nagel vor allem für eine Einschränkung der Kontakte in Innenräumen aus. Private Besuche oder Aufenthalt am Arbeitsplatz sollten nur mit Maske oder nach einem negativen Corona-Schnelltest möglich sein, ansonsten müsse man darauf verzichten.
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Selbst die beim Bund-Länder-Treffen Anfang März vereinbarte sogenannten Notbremse würde nun nicht mehr reichen, um dieses zu stoppen, betonte Nagel. „Wir müssen irgendwie darüber hinausgehen.“
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Was die für uns sagen ist [die tagesaktuellen Mobilfunkdaten], wie viel Prozent der normalen aushäusigen Aktivitäten am betrachteten Tag stattfinden. Da war jetzt zum Beispiel im Januar, dass noch etwa 67 Prozent der normalen Aktivitäten stattfanden; jetzt sind wir bei 76 Prozent. […] das sind dann doch etwa zehn Prozent mehr, und das macht tatsächlich bezüglich Infektionen sehr viel aus. Das klingt nach nicht viel, aber man sieht das doch recht dramatisch in den Zahlen.
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dass das doppelt so ansteckend ist wie die Version vorher […] Das heißt, wir müssen jetzt doch noch mal sehr deutlich restriktiver werden mit uns selber, irgendwie Kontakte vermeiden. Und die einfache Regel ist eigentlich für einen selbst immer: Kontakte in Innenräumen müssen vermieden werden, wenn sie ungeschützt sind.
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Das Schlimme ist, dass die Notbremse nicht reichen wird.

Das ist so viel ansteckender […]

keine ungeschützten Kontakte in Innenräumen. Das heißt, entweder Masken aufsetzen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, oder vorher einen Schnelltest machen, und wenn das aus irgendeinem Grunde nicht möglich ist, auf die Begegnung verzichten.
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Kontakte in Innenräumen, die ungeschützt sind, gehen nicht mehr […] Treffen nach draußen verlagern […] Wenn das nicht geht, dann werden wir, glaube ich, erst mal darauf verzichten müssen
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wenn jetzt Leute im eigenen Auto irgendwo hinfahren und dann gehen sie da in ein Ferienhaus und gehen vielleicht mal mit einer guten Maske in den Supermarkt zum Einkaufen, dann ist das wahrscheinlich nicht problematisch. Wenn sie am Zielort in ein Restaurant oder in eine Kneipe gehen, dann ist das […] problematisch. […] man fliegt jetzt irgendwo hin, wo gerade nicht viel los ist, aber in den zwei Wochen gibt es eine starke Dynamik; dann bringt man natürlich das Resultat der Dynamik wieder mit hierhin.
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dass diese […] sehr einfache Regel, keine ungeschützten Kontakte in Innenräumen, gut kommunizierbar ist. […] Das ist ja dann Schulen, Arbeitsplätze und Freizeitbereich, private Besuche
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Die kritischen Punkte sind diese ungeschützten Kontakte, und da müssen wir irgendwie dran. Da sind sehr viele, zumindest nach unseren Rechnungen, im privaten Bereich. […] Man müsste sagen, Geschäfte offen ist wahrscheinlich okay oder ist okay, aber private Besuche gehen in dem Maße nicht mehr. […]

Die Engländer sind ja sehr viel radikaler herangegangen. Da sind private Besuche gar nicht mehr möglich seit 5. Januar und man sieht auch sehr klar, dass das dann geholfen hat.
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wenn wir denn schon private Besuche machen wollen, dann nur mit einem Schnelltest vorher. Wenn wir das nicht hinkriegen, weil lange Schlangen vorm Testzentrum, dass wir dann tatsächlich auch konsequent sind und sagen, wir verzichten darauf. […] Und auch, dass wir das an den Arbeitsplätzen einfordern. Großraumbüros mit vielen Leuten oder Besprechungen oder Maske oder so was, das werden wir alles die nächsten Wochen bleiben lassen müssen.
[…] «

Jasper Barenberg, Kai Nagel (Mobilitätsforscher, Modellierer, Physiker)  ::  Deutschlandfunk Interview  ::  22.03.2021  ::  Corona-Infektionen vermeiden: „Einfache Regel: keine ungeschützten Kontakte in Innenräumen“  ::  https://www.deutschlandfunk.de/corona-infektionen-vermeiden-einfache-regel-keine.694.de.html?dram:article_id=494524


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8 Antworten zu „Kontakte in Innenräumen, die ungeschützt sind, gehen nicht mehr“

  1. nandalya schreibt:

    @Bernd: Niemand verharmlost eine Infektion oder Atemwegserkrankung. Diese allerdings allein auf „Corona“ zu beziehen, ist ein großer Fehler. Es braucht wenige Minuten um zu verstehen, durch was / wie eine Lungenentzündung entsteht, dass das Thrombose-Risiko in den ersten beiden Wochen einer durch was auch immer verursachten Infektion stark erhöht ist und wie viele verschiedene Viren es gibt, die alle gern die Atemwege befallen. Aber seit einem Jahr macht das keiner mehr. Der Fokus liegt allein auf „Corona.“

    Wir hatten das Thema möglicher Covid-19-Spätfolgen „Long-Covid“ vs. Influenza-Spätfolgen schon. Du erinnerst dich bestimmt. Fügen wir noch die Windpocken, Masern und Scharlach hinzu und erleben folgende Überraschung: Häufige Folgen dieser Krankheiten sind Schädigungen von Lunge, Nieren, Leber und Gehirn. Der allein Covid-19 zugeschriebene Geruchs- und Geschmacksverlust, wird auch durch Rhino- und Influenza-Viren ausgelöst. Die klassische Rhinitis / Erkältung geht oft mit dem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn einher. Ansonsten hatte ich schon vor mehr als 20 Jahren „Corona.“

    SARS-CoV-2 ist kein „Killervirus“, dazu haben es lediglich die Medien, diverse Politiker und Wissenschaftler gemacht. Das „Warum“ wäre interessant. Wem nützt das? Die Gewinner der Krise stehen ohnehin fest. Ein Blick auf die Konten diverser Superreicher sollte ein Augenöffner sein. Wer es nicht glaubt, die Forbes-Liste hilft dabei. Fest steht auch, jeder kann das in wenigen Minuten recherchieren, dass, durch bakterielle Co-Infektionen, der Verlauf aller Atemwegsinfektion schwerwiegender verlaufen kann. Bestes Beispiel ist die durch Rhino-Viren ausgelöste einfache Erkältung. Die dadurch geschädigte Nasenschleimhaut wird dann gern von Bakterien befallen, der Ausfluss färbt sich gelblich-grün.

    Das Risiko schwer an Covid-19 zu erkranken / sterben ist umstritten. Journalisten, die allenfalls Germanistik studiert haben, mutieren plötzlich zu medizinischen Experten und stellen die Aussagen weltweit anerkannter Top-Virologen in Frage. Auch hier ist das „Warum“ zu klären. Fest steht lediglich, dass ältere Personen, die auch Vorerkrankungen haben, gefährdeter als jüngere sind. Die zu Beginn der Corona-Krise aufgetretenen „vielen“ Todesfälle sind für Italien und auch Teile der USA längst aufgeklärt, werden aber kaum zur Kenntnis genommen. Die angebliche Übersterblichkeit in Schweden ist ebenfalls ein längst widerlegtes statistisches Zahlenspiel. Schwedens „Fehler“, waren die Alters- und Pflegeheime. Hätte man sie sofort im Fokus gehabt, die Letalität wäre in Schweden noch geringer.

    Es gibt haarsträubende Beispiele falscher Behandlungen oder zu schneller Beatmung, aber niemand will das sehen. Auch gibt es längst Medikamente gegen „Corona“, die korrekt eingesetzt durchaus hilfreich sind. Ein krasses Beispiel falscher Behandlungen war die zu hohe Gabe von Hydroxychloroquin. Statt der maximalen 200 / 400 mg, hat man Patienten mit bis zu 2.000 mg quasi vergiftet. Diese Dosis wurde in Italien noch mit Antibiotika und Cortison verstärkt. Ergebnis: Exitus. Wirklich Interessierte können das recherchieren. Stattdessen wird blind den Medien vertraut oder deren Propaganda verbreitet.

    Jede Atemwegserkrankung, ob nun durch mit Adeno-, Rhino-, Influenza- und andere Corona-Viren ausgelöst, kann / wird durch Co-Infektionen schwerwiegender werden. Aber seit einem Jahr ist dieses Wissen scheinbar aus den Köpfen verschwunden. Gleiches gilt für die Unsinnigkeit eines Lockdowns. Menschen sind soziale Wesen und brauchen den Kontakt. Sie brauchen auch den Austausch, die Begegnung mit Bakterien und Viren, um ihr Immunsystem zu trainieren. Menschen einzusperren bewirkt das genaue Gegenteil, sie werden anfälliger für Infektionskrankheiten.

    Niemand leugnet, dass eine Covid-19-Erkrankung die gleichen / ähnlichen Symptome / Spätfolgen wie Influenza hat. Aber Betroffene neigen verständlicherweise dazu, die Dinge einseitiger zu sehen. Dein „Hals“ in allen Ehren, @Kat. Ein Kontaktverbot von Menschen bleibt Unsinn. Stattdessen sollte der Schutz von Risikogruppen Priorität haben. Einsperren muss man allerdings niemand. Gesunde Menschen voneinander zu isolieren, sie wie schon kleine Kinder hinter eine nutzlose Maske zu zwingen, ist Wahnsinn. Kleinen Kindern Angst zu machen, dass „Käfer an ihren Händen seien“ und sie bei Kontakt ihre Großeltern umbringen, ist in meinen Augen eine Vergewaltigung der Kinderseele

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  2. gkazakou schreibt:

    Der Wahnsinn dringt in die letyten gesunden Poren der Geselllschaft.

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  3. nandalya schreibt:

    Einfache Regel: Keine Tests, keine P(l)andemie. Vor allem aber keine Verbreitung solchen Unsinns.

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    • Ich habe keinen Hinweis darauf, dass das Gesendete Unsinn sei. Es lässt sich auf Infektionen allgemein übertragen. Da ich nicht an eine Gleichschaltung von 99% aller Mediziner* glaube (vermutlich weltweit), müssen wir Infektionskrankheiten, unbhängig von SARS-CoV-2-Viren, ernster nehmen als in der Vergangenheit. Es melden sich auch vermehrt Mediziner* zu Wort, die sich mit den Langzeiterkrankungen und -erkrankten von Virus-Infektionen beschäftigen. Und die Berichte aus den (Reha-)Kliniken über die Langzeitfolgen sind beeindruckend. Aktuell gehen die behandelnden Mediziner* von einer Quote von 25% Langzeit-Erkrankten unter den Infizierten aus (auch symptomlose Infizierte). Diese gibt es auch nach einer Influenza. Langzeit-Erkrankte heißt dabei nicht lebenslang Erkrankte.

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      • gkazakou schreibt:

        Es ist nicht nur Unsinn, es ist Wahnsinn, was „Modellierer“ wie der Zitierte sich da zusammenschreiben und gerne als Experten zitiert werden möchten. Kein Mensch zweifelt an der Verbreitung von Viren jeder Art, aber jeder vernunftbegabte Mensch sollte aufhören, daraus zu schlussfolgern, dass wir Menschen uns deshalb voneinander isolieren müssen. Wir müssen ganz einfach damit leben, wie alle Menschen vor uns auch. Und können es sogar besser als sie, sofern wir die nötigen Mittel haben, um uns gesund zu ernähren und sauberes Wasser zu trinken. Infektionskrankheiten werden zu Seuchen, wenn die Menschen arm sind.

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      • nandalya schreibt:

        „Da ich nicht an eine Gleichschaltung von 99% aller Mediziner* glaube …“

        Schon allein dieser Satz ist Unsinn und eine Falschaussage. Ich wünsche dir und allen Corona-Jüngern dann viel Spaß in ihrer lebenslangen Einzelhaft. Ihr werdet sie nicht unbeschadet überleben.

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      • kat. schreibt:

        Ich kenne auch LangzeitErkrankte, denen geht es nicht gut. Meine Bewegungsdaten können die nicht mitgezählt haben, seit einem Jahr bewege ich mich lediglich von Klinik nach zu Hause, und wieder zurück, und begegne denen die damit zu tun haben, mit dieser Pandemie, und die erzählen von denen die keine Luft mehr kriegen, und wie schlimm das ist das mit anzusehen und nichts tun zu können. Und auch ich weiss wie hilflos man ist, wenn jemand da liegt und Todesangst hat. Und nicht 80.ist sondern jünger und gerade ein geboren hat oder seit 4 Wochen seine Familie nicht gesehen hat… Und es sind mehr geworden von denen, und deshalb krieg ich einen Hals bei diesen Kommentaren. Ich wünsche das niemanden, daran zu erkranken.

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        • Danke. Ich habe seit 15 Monaten noch keine einzige Stimme von unmittelbar Betroffenen (Erkrankte/Angehörige von Erkrankten & Behandelnde (Ärzte/PflegerInnen)) gehört, die sagen, eine Covid-19-Erkrankung oder ein Krankheitsverlauf sei harmlos und die Maßnahmen zum Schutz davor seien übertrieben. Das, was ich erlebe, ist, dass viele unterschiedliche Gruppen die Pandemie für ihre Ziele nutzen oder ihren, über viele Jahr(zehnt)e angestauten, Frust, in dieser bräsigen Gesellschaft einer MInderheit anzugehören, ablassen.

          Gefällt 4 Personen

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