Die statistisch erstellte »Prognose menschlichen Verhaltens dient der individuellen Handlungssteuerung«. […] Wenn man alles über einen Menschen weiß, kann man sein Verhalten vorhersagen und steuern. [1]

»  […] Tastewise […] ist ein Unternehmen in Tel Aviv, das damit angefangen hat, Speisekarten im Netz zu analysieren, um Vorhersagen über Trends und künftiges Verbraucherverhalten zu treffen. Heute scannt Tastewise allein in den USA wöchentlich 200.000 Speisekarten auf Änderungen, analysiert gleichzeitig Restaurant-Bewertungsplattformen und sämtliche Food-Posts auf sozialen Netzwerken. […]

Das ist das Feld der Predictive Analytics. Die Folgen kann man schon vereinzelt in Supermärkten sehen. Weil die Vorhersagen darüber, was Menschen konsumieren, immer genauer werden, schrumpfen die Regale. Künftige Ladenhüter kommen erst gar nicht in die Läden. […]

Das Gesundheitsdenken wird immer wichtiger. Und hier ist das Thema Ernährung dann die Schnittstelle zwischen dem »Internet der Dinge« und dem »Internet des Körpers«.

Douglas Rushkoff […] stellt sich die Facebook-Nutzerin Mary vor. Aufgrund ihres Verhaltens errechnet der Algorithmus eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, dass Mary in den nächsten vier Wochen eine Diät beginnt. Nun beginnt Facebook, ihr immer mehr Informationen über Diäten zu bieten. Das verändert sie. Damit wird immer wahrscheinlicher, dass sie eine Diät beginnt. Doch was passiert mit den 20 Prozent? Die werden im Lauf der Wochen immer weiter runtergedrückt. Das ist eine Art der Manipulation. Sie sorgt dafür, dass sich Verhalten ändert und wir gesellschaftlich immer stärker gestreamlined werden. […]

Das heißt, wir werden justiert. […]

mit Predictive Analytics arbeitet bereits der Lebensmittelhandel und optimiert Sortimente. […]

Es ist technisch möglich, dass eine KI anhand ihrer Berechnungen, was Menschen übermorgen essen, heute entscheidet, was Bauern morgen anbauen.
[…] «

Hendrik Haase, Olaf Deininger in taz FUTURZWEI, 16/2021, Seiten 78 und 79 im Artikel „Es gibt dann nur noch eine Sorte Bioäpfel“ von Jörn Kabisch, 10.03.2021, https://taz.de/!p5099/  |  Deininger/Haase: Food Code: Wir wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen behalten, Kunstmann 2021 – 350 Seiten, 25 Euro

[1]: Ilija Trojanow und Juli Zeh, Angriff auf die Freiheit – Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte, Carl Hanser Verlag


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Eine Antwort zu Die statistisch erstellte »Prognose menschlichen Verhaltens dient der individuellen Handlungssteuerung«. […] Wenn man alles über einen Menschen weiß, kann man sein Verhalten vorhersagen und steuern. [1]

  1. gkazakou schreibt:

    Da hilft dann nur noch; selbst anbauen.(solange es erlaubt ist)

    Gefällt 1 Person

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