„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter — Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

» […] Obwohl wir uns in den letzten 20 Jahren mitten im Informationszeitalter befanden, haben die Machthaber der Zuschauerdemokratie — ohne imperative Mandate und Volksentscheide — alles in die Waagschale geworfen, um die Bildung der Bevölkerung zu reduzieren.

Gleichzeitig sind große Teile des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozesses dem Souverän entzogen worden. Wasserwerke, Stromnetze und öffentliche Verkehrsmittel sind nur ein minimaler Teil der Themen, die von Privatinteressen durchseucht sind.
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Was hat also die breite, zufriedene Masse getan, während Woche für Woche der Einfluss einiger Kapitalisten unsere Repräsentanten in Landtagen und Bundestag korrumpierte und womöglich auch erpresste?

Als im Jahre 1999 die mehrwöchige Fernsehshow „Big Brother“ auf Sendung ging, ahnten wohl die wenigsten, dass allein die Werbeeinnahmen der Sendung die Hälfte vom Jahresumsatz des ausstrahlenden Senders einspielen würden. Die Zuschauer sahen in Container eingepferchte Menschen aus der vermeintlichen Mitte der Gesellschaft. Rund um die Uhr beobachtete man sie. Sehr viele taten es! Spätestens da war der neue Gesellschaftsgeist geboren. Ob nun die Menschen der Popularität wegen oder aufgrund finanzieller Vorteile teilnahmen — das Bedürfnis, anderen Menschen jederzeit zuzuschauen, hat etwas Perverses, etwas Widernatürliches an sich.
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erlebten wir in den darauffolgenden Jahren eine Welle von neuen Shows, in denen nunmehr der Mensch dauernd be- und vor allem entwertet wird.

Millionen von Menschen sitzen vor den Fernsehern, wenn Woche für Woche Deutschlands nächster Star gesucht wird. Viele geben offen zu, dass sie nur die ersten Folgen anschauen, da dort auch ganz miese Sängerinnen und Sänger mit dabei sind, über die man sich köstlich amüsieren kann.

Wir überwachen und entwerten im Geiste mit, sodass wiederum einige Jahre später genau diese Behandlungsmethode Menschen ohne Arbeit entgegengebracht werden konnte. Wir blieben stumm und trugen damit die soziale Marktwirtschaft zu Grabe!
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Der autoritäre Charakter, der sich laut Erich Fromm aus sadistischen wie auch masochistischen Zügen zusammensetzt, wurde in uns allen gefördert und den nächsten Generationen als fortschrittliches Menschenbild verkauft. Dieser Typ Mensch richtet seine Aggressionen gegen Wehr- und Hilflose, und im Zuge dessen sympathisiert er mit den Mächtigen. Noch Fragen?
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Heute wissen wir, dass zumindest auf sachlich-fachlicher Ebene grobe Fakten zu den mutmaßlichen Terroranschlägen [9/11] nicht bekannt sind. Von einer ehrlichen Aufarbeitung seitens der zuständigen Behörden ganz zu schweigen. Stattdessen wurde sechs Wochen nach den Anschlägen das Patriotengesetz vom US-Kongress verabschiedet, der sogenannte Patriot Act. Wiederum ein Jahr später wurde eine neu eingerichtete Behörde namens Homeland Security gegründet, das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika.

Bis heute wurde seitens der Behörden die physikalische sowie architektonische Seite der Anschläge nicht geklärt. Dadurch machen sich die seinerzeit politischen Verantwortlichen verdächtig, eine fingierte Katastrophe zugelassen zu haben. Erinnerungen an Geschichtsstunden zum alten Rom und dem Reichstag in Berlin werden wach. Ein Aufschrei? Wieder weit gefehlt!
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Jean-Claude Juncker:
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter — Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Die Bankenkrise 2008 hielt einige Rückschlüsse für den Normalbürger bereit:
•             Große Banken sind systemrelevant, Menschen nicht.
•             Unvorstellbare Geldsummen werden zur Stabilisierung des Bankensystems bereitgestellt, jedoch nicht, um millionenfache Privatinsolvenzen zu vermeiden.
•             „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Wieder ein Zitat von Jean-Claude Juncker.
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Schattenbanken, Hedgefonds und all die anderen Spielereien des Finanzsystems zeigten auf, dass man auf politischer Bühne über Jahrzehnte versagt hatte. Die Banken, die die Krise mit verursachten, wurden deshalb noch stärker dereguliert, damit die Nationalstaaten Wirtschaftswachstum und ein „Weiter so“ möglich machten.
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Die „da oben“ machen das schon, die werden schließlich dafür bezahlt. Und so gingen Männlein und Weiblein derweil in die ersten gut gemachten 3D-Filme in die deutschen Filmtheater.
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Ministerpräsident von Italien oder Australien, Präsident Frankreichs oder im Beratergremium der Bundeskanzlerin Deutschlands, Notenbankchef oder Chef der europäischen Zentralbank, das sind einige der Posten, die an ehemalige Mitarbeiter diverser Großbanken gingen.

Es deutet sich an, dass die Bankiers von gestern die Staatsverwalter von morgen sein werden.
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Letztes Jahr echauffierte man sich noch über Bundeswehrwerbung für Jugendliche, und heute ist es schon normal, dass Soldaten in Kindergärten ein- und ausgehen.

Womöglich ist ein geplanter Neustart, bei dem die Reichen ihren Reichtum behalten und die Besitzlosen alle Besitzansprüche für ein einigermaßen würdiges Leben abgeben, das Endziel. Nächstes Jahr wird sich abzeichnen, ob der Wahn, der sich auf politischer Ebene breitgemacht hat, gewollt ist oder von einer zu großen elitären Blase zeugt, aus der sich die Verantwortlichen und Menschenverachter nicht mehr lösen können!
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Wir alle haben den Pakt mit dem Teufel geschlossen. Der Umgang miteinander wird rauer, die Menschen sind alle aufgekratzt. Alle spüren das Wesen dieser Zeit, die Wirklichkeit dieser neuen Normalität.

Während die Hintergründe der Pandemie bis zum Himmel stinken, verstärken sie die Ängste und Sorgen, die sie bei Millionen von Menschen verursacht haben.
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Alle übrigen Menschen sind jetzt gefragt, was sie die letzten Jahren für ihren eigenen Frieden taten.

Wo zum Beispiel waren die Querdenker-Initiatoren, als die oben beschriebenen Tragödien der vorangegangenen 19 Jahre hierzulande stattfanden?

Ist es nicht ein wenig anmaßend, ja sogar egoistisch, nunmehr aufzustehen, weil man selbst konkret und nicht mehr abstrakt betroffen ist?

Ist das die Friedensbewegung, von der wir träumten? Dass man erst auf die Straße geht, wenn man in seiner eigenen Freiheit eingeschränkt ist?

Was sollen sich die drei- bis fünftausend Menschen denken, die jedes Jahr in Ramstein gegen den Krieg von deutschem Boden demonstrierten!

Viele von uns lebten die letzten Jahre in Ignoranz und Ablenkung durch das Konsumleben, sodass wir erst jetzt aufhorchen und merken, dass das Klischee von den korrupten Politikern nicht nur so daher gesagt war.

Dem Großteil der Menschen, welche nach wie vor an ihrem naiven Weltbild festhalten und immer noch „schlafwandeln“, müssen wir mit Verständnis für ihre irrationalen Ängste entgegentreten. […] Weder können wir auf Hilfe von außen hoffen, noch werden wir mit Maßregelungen des ethischen Gegenübers die menschenverachtenden Tendenzen verhindern können. Die meisten von uns haben viele Jahre mit schlafgewandelt und sollten sich in ihrer Bewertung gegenüber anderen in Acht nehmen.

Hans-Joachim Maaz sagte in einem Interview, dass wir immer die Regierung bekommen, die wir verdient haben. Der Pakt mit Mephisto lässt grüßen. Noch Fragen?
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Die Welt ist auf einmal so klein — wo möchte der Durchschnittsbürger denn so schnell hin, wo es nicht auch Corona, den Lockdown und die geballte Staatsmacht gibt?
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Denn wir wussten nicht, was wir taten! Ist dem so, oder haben wir die Augen verschlossen und sind feiern gegangen in einer Welt voll Plastik?

Es gab eine Zeit, in der Gräueltaten das Fundament der Religionen in Europa bildeten. Heute können wir sagen, wir haben diese Schatten überwunden. Irgendwann wird auch das, was jetzt wider die Vernunft und die Basis menschenwürdigen Handelns existiert, überwunden sein.
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Wir aber sind mit Vernunft ausgestattet. Wie stark wenden wir diese Gabe an?
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Stephen Hawking in „Kurze Antworten auf große Fragen“:
„Uns bleibt keine Zeit, darauf zu warten, dass die darwinistische Evolution aus uns intelligente und gutartige Wesen macht. (…) Wir werden in der Lage sein, unsere DNA selbst zu verändern und zu verbessern.“
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Seien wir geistig und moralisch bereit, für das was kommen mag.
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Kann ich denn alleine überhaupt etwas bewirken?

Gibt es denn nicht andere, die einmal auch mal etwas tun könnten, es interessiert sich doch sowieso niemand dafür?!

Bis wohin geht meine Solidarität?

Was ist mir im Leben bedeutsam?

An was werde ich am Ende meines Lebens wohl am meisten Gefallen finden, wenn ich diesen Pfad bis dahin denn überhaupt empfinde?
[…] «

Shabi Alonso [1]  ::  Hinter Den Schlagzeilen  ::  15.12.2020  ::  Das Mephisto-Tribunal  ::  https://hinter-den-schlagzeilen.de/das-mephisto-tribunal

[1] https://www.rubikon.news/autoren/shabi-alonso


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10 Antworten zu „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter — Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

  1. nandalya schreibt:

    Wirklich schlimm ist, dass zwar viele diesen Text lesen, aber trotzdem wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange sitzen.

    Gefällt 1 Person

  2. lachmitmaren schreibt:

    Das Zitat von Hawkings finde ich gruselig.

    Gefällt 2 Personen

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