Wir brauchen nicht nur Post-Corona-Citys, sondern Städte, die der Klimakatastrophe trotzen. Es ist Zeit für einen umfassenden Umbau unserer Lebensumstände.

Bernd Lechler, Jan Polivka :: Deutschlandfunk Corso :: 31.07.2020 :: Pandemie und Stadtplanung: Die Post-Corona-City

» […] Von zu Hause aus arbeiten, Rad fahren, Sicherheitsabstände einhalten: In der Corona-Pandemie wird der öffentliche Raum in Städten anders genutzt als zuvor. Das biete die Chance, dass sich innerstädtische Strukturen im Positiven verändern können
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„Wir haben Großraumbüros mit Tischen, wo wir Kollege an Kollege arbeiten, um Platz zu sparen. Jetzt könnte aber ein Drittel der Büronutzung in großen Gebäuden wegfallen.“

Auch der Einzelhandel sei stark betroffen: Wir suchen Waren oft nicht mehr im Laden aus, sondern zu Hause und bestellen im Internet. Dadurch werden Ladenflächen überflüssig oder es wandern bestimmte Funktionen an andere Orte
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Als Stadtplaner müsse man in der Zukunft viel stärker darauf schauen, „dass wir die alten Strukturen, die nur eine Nutzung erlauben, so umbauen, dass es die Möglichkeit gibt, sie flexibel zu nutzen – parallel oder auch nacheinander“.
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Es sei wichtig, flexibel mit den Räumen umzugehen, „und zwar in der Nähe des Wohnens.
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Was Kunst und Kultur betreffe, so sei es Aufgabe der Stadtplanerinnen und-planer, sie mehr in die Stadt hinein zu bringen: In die Straßen und in Gebäude, auch durch temporäre Nutzungen. Die Universität in Delft arbeite etwa gerade an einem Projekt, „wie man Straßenräume für Pop-up-Geschäfte und Kunsträume umgestalten kann“, und zwar unter Einhaltung der Abstände.
[…] «

Bernd Lechler, Jan Polivka  ::  Deutschlandfunk Corso  ::  31.07.2020  ::  Pandemie und Stadtplanung: Die Post-Corona-City  ::  https://www.deutschlandfunk.de/pandemie-und-stadtplanung-die-post-corona-city.807.de.html?dram:article_id=481584


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3 Antworten zu Wir brauchen nicht nur Post-Corona-Citys, sondern Städte, die der Klimakatastrophe trotzen. Es ist Zeit für einen umfassenden Umbau unserer Lebensumstände.

  1. nandalya schreibt:

    Meine Rede! Wir sitzen dann bis an Lebensende zu Hause und surfen / arbeiten mit immer schnellerem Internet, das von (NOT!) Green-Energy-Serverfarmen geliefert wird. In Afrika und Chile werden weiter die für die Computer / Smartphones benötigten Rohstoffe unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut, um dann mit viel CO2-Ausstoß noch E-Autos zu bauen. Nun rate, wer dabei die Gewinner und Verlierer sind.

    Gefällt 2 Personen

  2. gkazakou schreibt:

    Ich hasse, ehrlich gesagt, alles, was mit Corona oder Postcorona begründet wird. Ich lese „Abstandsregeln“ und kriege Magenschmerzen. Ich lese „Einzelhandel … im internet bestellen“ und kriege Krämpfe. Und wenn dann noch als zweites Standbein der „Klimawandel“ beigezogen wird, bin ich nur noch wütend. Warum? Weil unser lebendiges Zusammenleben, das sicher vielerlei Verbesserungen verträgt, mit einer aufgesetzten verlogenen Argumentation von oben durchgesetzt werden soll, anstatt von unten mit demokratischen Prozeduren zu wachsen. Ich will weiterhin den Kleinhandel, der die Städte belebt, Ich will weiterhin das Straßencafe, die Blumenverkäufer, auch die Innenstadtzeilen mit Menschengedränge und Jongleuren.. Und was Kunst und Kultur betrifft, so soll man sie endlich mal in Ruhe lassen, sonst verkümmern sie endgültig. Wenn ihr unbedingt etwas tun wollt: bitte, reduziert die Zahl der Großmärkte am Stadtrand und der internetportale, deren Waren nur motorisiert an den Mann gebracht werden können. Und hört auf, jede Wohnstube in ein modernes Büro zu verwandeln, denn die Stromkosten und Investitionen für derlei home-Portale sind enorm, ganz abgesehen von den Gesundheitsschäden durch Elektrosmog. Und da ich schon mal beim Elektrosmg bin: Nehmt Abstand von G5, weiteren Sendemasten und Verkabelungen
    Sicher müssen Großstrukturen von oben geplant werden (immer im Einvernehmen mit den Betroffenen, bitte!), aber die „Bescheidwisser“ sollen aufhören, unser tägliches Miteinander nach ihrem Verständnis von „Modernität und Fortschritt“ umbauen und reglementieren zu wollen. Ratschläge, Ideen – gern. Aber für unsere tägliche Lebensgestaltung sorgen wir Menschen gerne selbst.

    Gefällt 2 Personen

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