„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die Ihnen missfallen, wenden Sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer“

» […] Die Mainstream-Medien hinterfragen nicht:
1.           die Eigentumsverhältnisse und Profitorientierung der Kontrollgruppe,
2.           die Werbung als Haupteinnahmequelle,
3.           die weitgehende Abhängigkeit von Regierungs- und Unternehmensquellen, von Pentagon und State Department (Außenministerium der USA) und deren „Experten“ für die Nachrichtengewinnung,
4.           die vorherrschende Tendenz, Mächtige nicht zu attackieren,
5.           die „religiöse Verehrung“ der Marktwirtschaft beziehungsweise des Kapitalismus.
… | …
Wer „die unsichtbare Hand der Märkte“ in Abrede stellt, die Verheerungen des Neoliberalismus wie Reichtumsumverteilung von unten nach oben, Privatisierungen, Schadensverlagerung auf die Allgemeinheit, Regierungspolitik im Sinne der Konzerne sowie die negativen Auswirkungen der Freihandelsabkommen kritisiert, wird als Ketzer wider die allein denkbare neoliberale Ideologie verunglimpft.
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Wer die Weltbeherrschungsobszession der USA und ihrer EU-Vasallen kritisiert, gilt als „Antiamerikaner“.
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Wer sich zu Russland eine differenzierte Meinung bildet oder sogar Putins Handeln etwas Positives abgewinnen kann, gilt als Verehrer einer Diktatur und „Putinversteher“.
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Wer zusätzlich Fragen zur Migration zu stellt, Kriege und Sanktionen anprangert, erhält den Stempel, Chauvinist, Nazi, Rassist und/oder „Querfrontler“ zu sein.
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Wer […] Die territoriale Erweiterungspolitik der israelischen Regierung in Palästina[,] die de facto Vernichtungspolitik gegen die Palästinenser […] als faschistoide Apartheid-Politik bezeichnet, gilt als „Antisemit“.
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Wer sich der „höheren Einsicht“ verschließt, dass Regierungen nur zum Wohl ihrer Bevölkerungen agieren, verhält sich unverantwortlich und unsolidarisch. Wer etwas anderes behauptet ist Nazi, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, „nicht ganze dicht in der Birne“, hat „eins an der Klatsche“, ist „Feind der westlichen Werteordnung“, „gehört weggesperrt“, „in Lagern ruhiggestellt“, ist „Feind der Mehrheit, ja der Menschheit überhaupt“.
Die Analyse der Mainstream-Medien-Berichterstattung sowie die der Öffentlich-rechtlichen ergibt bei fast allen Beiträgen eine „massive Schlagseite“ bis hin zu offensichtlicher Manipulation und Propaganda zugunsten von Regierungspositionen.
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Die öffentliche Diskussion endet in den westlichen Fassadendemokratien dort, wo sie dringend notwendig wäre.
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Die Machtzentren, ihre Propaganda- und Medienindustrie haben die politische Debatte im gesamten Westen planvoll vergiftet.

Diese Vergiftung strahlt in alle gesellschaftlichen Segmente aus, die sich zunehmend in feindlichen Lagern gegenüberstehen. Das ist kein Zufall, die Zersetzung ist Absicht.
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Seit Jahren analysieren Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer die penetrant-einseitige, kriegstreiberische und regierungsnahe Medienpolitik von ARD und Tagesschau […]. Die Politik in Deutschland wird von einer marktradikalen und kriegsaffinen Allparteienkoalition und ihrer NATO-konformen Medienallianz gesteuert; die immer wieder propagierte „Verantwortungsübernahme“ ist dümmlich-propagandistisches Geschwätz, um imperiale Ambitionen zu verbergen, das ist die Sachlage […].

Da die deutsche neoliberale Altparteienkoalition von ihrer zerstörerischen Politik nicht ablassen will, reduziert sie ihren Glaubwürdigkeits- und Legitimationszerfall auf „Kommunikationsprobleme“.
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Integraler Bestandteil der Kulturrevolution „von oben“ ist die Transformation der Sprache. Die Sprache des globalisierten marktradikalen Kapitalismus unterscheidet sich in ihrer Geistesarmut kaum von der des Dritten Reiches.
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Zum Sprachcode des Dritten Reiches gehörten vor allem „Volk“, „Führer und Vaterland“, „neuer Lebensraum im Osten“, „erobern“, „siegen“, „Endsieg“ und „ausmerzen“. Vergleichbar intensiv sind die Einpeitscher des Marktradikalismus und des militaristischen Eroberungswahns seit mehr als einer Generation damit beschäftigt, die zentralen Kampfbegriffe des Neoliberalismus als Neusprech in die Köpfe der Öffentlichkeit zu hämmern: Markt, die Märkte, Reformen, Reformstau, Effizienz, Synergieeffekte, Segnungen der Globalisierung, Exzellenz und Exzellenz-Zentren, Kompetenz und Kompetenz-Zentren, Inklusion, regelbasierte Ordnung, Verantwortungsübernahme, westliche Werte, Alternativlosigkeit, Speerspitze im Kampf gegen Russland, humanitäre Interventionen — um nur einige zu nennen.
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heute lautet die verordnete Kollektivideologie: „Freier Westen“ und „liberale Demokratie“ vereint gegen Russland, China und alle Länder, die sich „uns“ nicht unterwerfen wollen.
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Das bedeutet, dass 6.083 deutsche Wörter durch Anglizismen weitgehend oder komplett verdrängt wurden. Die anglo-amerikanische Kultur-Unterwanderung durch den inflationären Gebrauch von Anglizismen steht in direktem Bezug zur Entfaltung des marktradikalen Großkonzern-Kapitalismus angelsächsischer Provenienz nach der Wende und verlief weitgehend parallel dazu.
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Ein vergleichbarer Wandel wie in den USA vollzog sich bei den deutschen „Grünen“, in denen heute bellizistische Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund als nützliche Dienstleister der Herrschaftskasten die Politik der Verheerungen und Kriegstreiberei fortsetzen. […] Herrschaftszentren […] ist es vollkommen egal, welche Gruppen, Untergruppen und Minoritäten ihnen dienen.

Die Torhüter der Gender- und Minoritäten-Sternchen-Polizei maßen sich an, ihren Sprachterror — bis in die Tiefe der Bildungsinstitutionen — flächendeckend durchzusetzen. Letztlich geht es darum, die Bevölkerung unter dem vorgeblichen Anspruch von Fairness, Menschenrechten und Nichtdiskriminierung zu disziplinieren und in ein neues Zwangskorsett zu pressen.
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Durch den medial inszenierten Dauerterror gegen die Öffentlichkeit sollen die Energien absorbiert werden, die sich gegen die Zentren der Macht richten müssten.

Der notwendige Diskurs überfälliger Veränderungen wird […] verweigert, fundamentale Existenzfragen werden auf bedeutungslose Nebengleise abgeschoben, die gesellschaftlichen Diskursgräben immer weiter aufgerissen und die Menschen gehen wegen Nichtigkeiten auf einander los […]. Und es geht weiter: Die Neologismen, Sprachverdrehungen, Euphemismen kurz der gesamte Neusprech ist Teil herrschaftssichernder Sprachdeformation und umfasst heute ohne weiteres hunderte, wenn nicht tausende Begriffe, die Lexika füllen könnten […].
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Da die Machtzentren ihre Meinungshegemonie um keinen Preis aufgeben wollen, installieren sie den „(kritischen) Bürger als Feind“. Sie wittern überall dort Fake News, wo ihre Definitionshoheit auf den Spiel steht. […] Um die Zivilgesellschaft zu drangsalieren und zu kontrollieren, gehen sie zur psychologischen Kriegsführung über, instrumentalisieren geheimdienstgesteuerte Terroranschläge zur Angstproduktion
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die Öffentlichkeit […] würde […] die Todeszahlen durch „Corona“ mit den „ganz normalen“ Todeszahlen, die das herrschende System in Permanenz durch Verkehrstote, Stellvertreterkriege, systemische Gewalt, Sepsis in den Krankenhäusern, Kriege im Nahen und Mittleren Osten etc. „produziert“, in Beziehung setzen. Dann würde sehr schnell deutlich: bei der „Corona-Krise“ handelt es sich um psychologische Kriegsführung, um einen Informationskrieg der Machtzentren gegen die Zivilgesellschaften. Wenn die ahnungslose Öffentlichkeit zudem über Atomkriegspläne, und -strategien auch nur ansatzweise informiert wäre
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Die Machtzentren investieren zudem in Cyber-Krieg und Astroturfing, erteilen Auftritts- und Sprechverbote und beauftragen Privatunternehmen wie Google, Facebook, Twitter mit Gedankenreinigung und „Fake-News“-Zensur.

Trotz massiver Propaganda denken zahlreiche Zeitgenossinnen und -genossen aber gar nicht daran, sich von den Machtzentren und ihren selbsternannten Inquisitoren Vorschriften machen zu lassen.
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Sie versuchen, systemkritischen Journalisten, Wissenschaftlern und Dissidenten die Karrieren und Existenzen zu ruinieren oder die Ehre abzuschneiden. […] Oder aber sie bedrohen ihre Feinde mit dem Tod, wie Edward Snowden, Chalsea Manning, Julian Assange, deren „Verbrechen“ darin bestanden, die Verbrechen und den Herrschaftsterror der US-Regierung aufzudecken.
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Servil degeneriert duckte sich die Medienmeute mehrheitlich feige weg, oder — noch widerlicher — erklärte Assange zum Verräter […]. Die ideologische Borniertheit der Mainstream-Lakaien ist gar nicht mehr zu erschüttern. Der potenzielle Liebes- und Vorteilsentzug durch die Machtzentren wiegt für diese Mischpoke entschieden schwerer als das Leben eines bedrängten Kollegen. Nur soviel zur unappetitlichen Selbsterniedrigung einer ganzen Branche.

Wer sich jenseits der Mainstream-Medien informiert, verweigert den Herrschaftsinterpreten meist die Gefolgschaft. Er hat den Widerspruch zu den einzig möglichen „Wahrheiten“ der Torhüter der Macht durchschaut.

Und immer mehr Menschen merken nicht nur, dass die Welt aus den Fugen geraten ist, sondern schauen auf die Verursacher in den Zentren der Macht. […] Verfassungsstaat, Demokratie und öffentlicher Raum sind dabei längst unter die Räder gekommen, eine akzeptable Diskussionskultur sowieso.
[…] «

Ullrich Mies  ::  RUB|KON  ::  03.03.2021  ::  Der Diskurskollaps  ::  https://www.rubikon.news/artikel/der-diskurskollaps


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2 Antworten zu „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die Ihnen missfallen, wenden Sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer“

  1. nandalya schreibt:

    Mit geringem Aufwand, einige Minuten pro Tag, kann sich jeder der möchte (s)ein eigenes Weltbild machen. Stattdessen glotzt die Bevölkerung stupide Big Brother und spielt Pokemon. Zugegeben stehen keine intimen Promi-Geschichten im Handelsblatt und / oder Wallstreet Journal. Schaut man genauer hin, dann schon. Aber es geht dort um Geld und Macht und Macht und Geld. Sex wird als Aufmacher bei BILD & Co. verkauft.

    Gefällt 1 Person

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