»Wir wollen keinen radikalen Wandel – sondern das Gute besser machen.« [1]

» „Wir wollen das Gute besser machen“ sagt ausgerechnet
die Nullnummer im Bundeskabinett.

Was meint sie damit? Die Plünderung der Rentenkasse, die Milliardenfache Steuerverschwendung von ihren Parteifreunden, Scheuer, von der Leyen,
und Kramp-Karrenbauer, die Verschleierung von Nebeneinkünften der Bundestagsabgeordneten, die Vertuschung von Parteispenden?

Oder meint sie ihre eigene Arbeit als Ministerin?

Schließlich ist sie seit dem 14. März 2018 Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Merkel IV. Seit 2012 eine von fünf stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden.
Klöckner, Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, war bei der Landtagswahl 2011 und 2016 als Spitzenkandidatin ihrer Partei zweimal gescheitert.
Spätestens jetzt weiß auch ganz Deutschland warum. Für politische Spitzenämter ist sie völlig ungeeignet.

In der gut dreijährigen Amtszeit als Bundesagrarministerin hat sie Entscheidungen getroffen oder besser gesagt nicht getroffen.

Klöckner krümmt keinen Finger für den Tier- Pflanzen- und Insektenschutz.

Nach ihrem Willen ist Tierquälerei in Deutschland weiterhin möglich.

Bei der betäubungslosen Ferkelkastration kennt Klöckner keine Gnade für die Tiere.
Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass ein schmerzhafter Eingriff bei einem Wirbeltier nicht ohne Betäubung durchgeführt werden darf. Leider gilt das nicht für rund 20 Millionen männliche Ferkel, die in Deutschland jährlich betäubungslos kastriert werden.
Nachdem das Tierschutzgesetz 2013 geändert wurde, war die betäubungslose Kastration nur noch bis 31.12.2018 erlaubt. Auf Initiative des Agrarministeriums hat die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten 2018 entschieden, die Qualen der betäubungslosen Ferkelkastration um weitere zwei Jahre zu verlängern.

Der Tod kommt im Akkord und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft schaut tatenlos zu.

Täglich spielt sich in deutschen Ställen eines der ganz düsteren Kapitel der deutschen Landwirtschaft ab. Weil bei der Zucht und der Haltung von Legehennen kein Bedarf an männlichen Nachkommen besteht und die Tiere auch für die Mast nicht geeignet sind, werden männliche Küken nach dem Schlüpfen aussortiert. Die flauschigen Jungtiere landen entweder lebendig im Schredder oder werden mit Kohlendioxid vergast. Eigentlich sollte mit der umstrittenen Praxis längst Schluss sein. Doch nun machen neue Zahlen der Bundesregierung klar: Statt wie geplant weniger, mussten zuletzt sogar wieder mehr Küken dran glauben. Allein im vergangenen Jahr wurden den in Deutschland rund 45 Millionen männliche Küken getötet.

Unzureichende Reaktionen aus dem Agrarministerium zum Pflanzengift Glyphosat.
Glyphosat ein Breitbandherbizid. Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizid Einsatz überlebt. Bekannt ist es vor allem unter dem Markennamen „Roundup“, ein Produkt von Bayer-Monsanto. Glyphosat-Rückstände halten sich etwa ein Jahr lang in Lebens- und Futtermitteln.
Wegen mutmaßlicher Krebsgefahr durch den Unkrautvernichter liegen Tausende Klagen gegen den Bayer-Konzern vor. Das umstrittene Herbizid ist der Grund, weswegen der kürzlich von Bayer übernommene Saatgutkonzern fast 290 Millionen Dollar Entschädigung an einem krebserkrankten Mann zahlen soll. Monsanto habe es versäumt, vor dem Krebsrisiko zu warnen, das von Glyphosat ausgeht, so das US-Geschworenengericht. Vermutlich ist Glyphosat auch für das massenhafte Insektensterben verantwortlich.

Eigentlich müssten im Berliner Agrarministerium in Sachen Glyphosat alle Alarmglocken zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger und zum Schutz der Fauna und Flora läuten.

Aber es geschieht nichts.

Auffällig viele CDU/CSU-Abgeordnete aus dem Agrarausschuss des Bundestags besetzen Posten in Agrarfirmen und Finanzkonzernen.

Die Frage ist nun: Wie unabhängig ein Abgeordneter sein kann, der sowohl politische als auch wirtschaftliche Interessen vertritt.

Das Gute besser machen ist eine Aussage, die an arroganter Kaltschnäuzigkeit kaum zu überbieten ist.
« [Der Kommentator ist dem Blogbetreiber persönlich bekannt]

[1]: https://www.rhein-zeitung.de/deutschland-und-welt_artikel,-wir-wollen-das-land-nicht-auf-den-kopf-stellen-julia-kloeckner-cdu-verspricht-im-interview-stabilitaet-_arid,2273604.html


Impressum/Datenschutz/Datensicherheit

Ragbag Today:

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
Dieser Beitrag wurde unter RSOPStatement abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu »Wir wollen keinen radikalen Wandel – sondern das Gute besser machen.« [1]

  1. Annuschka schreibt:

    Bundeslebensmittellobbyministerin…, traurig aber isso. Einer der Gründe, warum ich ziemlich gefrustet bin.

    Gefällt mir

  2. wildgans schreibt:

    Wölfe abschießen!

    Gefällt mir

Hinterlasse hier deinen Kommentar und beachte dabei das Menü/die Seite 'Impressum/Datenschutz/Datensicherheit'. Mit dem Absenden dieses Kommentars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch *.wordpress.com einverstanden:

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.