„Eines von 1.000 Kindern wird vier bis sechs Wochen nach der Infektion plötzlich wieder krank, schwer krank.“

Volkart Wildermuth :: Deutschlandfunk Forschung aktuell :: 24.03.2021 :: PIMS: Wenn Kinder nach Corona erneut schwer erkranken

» […] Kindern macht Covid-19 nicht viel aus, so dachte man lange. Doch das ist ein Irrtum. Kinder können sich mit SARS-CoV-2 anstecken. Corona kann in seltenen Fällen bei Kindern zu schweren Problemen führen. Ärzte sprechen vom Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS).
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Eines von 1.000 Kindern wird vier bis sechs Wochen nach der Infektion plötzlich wieder krank, schwer krank. […] Die Ärzte sprechen […] vom Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome, also ein Multiorgan-Entzündungssyndrom bei Kindern, kurz PIMS. […] ein dramatischer Verlauf, der plötzlich eintritt, sich meist aber auch innerhalb von einer Woche, zehn Tagen wieder beruhigt. Allerdings muss gut die Hälfte der PIMS-Patienten zeitweise auf der Intensivstation behandelt werden.
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In der ersten Welle gab es kaum Fälle […] wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass damals ja die Schulen schnell geschlossen wurden und sich gar nicht so viele Kinder überhaupt mit SARS-CoV-2 angesteckt haben. Das war in der zweiten Welle anders. Und auch aktuell steigen die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen, schneller, als in anderen Altersgruppen. Die haben sich in den vergangenen vier Wochen verdoppelt. Das bedeutet leider auch, dass einige dieser Kinder und Jugendlichen demnächst PIMS entwickeln werden. Das Risiko ist am höchsten bei den Vier- bis Sechs- und ganz besonders bei den Sieben- bis Zehnjährigen. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.
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Das Immunsystem ist deutlich überaktiv. Hier setzten auch die Behandlungsstrategien an, die Ärzte geben Kortison um das Abwehrsystem zu beruhigen.
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dass insbesondere Immunzellen aktiviert sind, die in den Blutgefäßen patrouillieren. Sie sind für die Bekämpfung von Viren wichtig, deshalb sollen sie angeregt werden. Aber bei den PIMS-Patienten sind häufig auch nach Wochen immer noch sehr geringe Virusspuren mit der PCR nachzuweisen. Es scheint eine Minimalinfektion weiterzulaufen, auf die diese speziellen Abwehrzellen reagieren.

Auf Dauer können sie das Herz-Kreislaufsystem schädigen, das ist aus anderen Zusammenhängen her bekannt. […] hat außerdem bei PIMS-Patienten Autoantikörper gefunden, die den eigenen Körper angreifen. Diese fehlgeleitete Abwehrreaktion könnte auch eine Rolle spielen. Also vieles ist nach wie vor unklar bei PIMS, aber die gute Nachricht ist, dass die Mediziner inzwischen wissen was zu tun ist und über sehr effektive Behandlungsmöglichkeiten verfügen.
[…] «

Volkart Wildermuth  ::  Deutschlandfunk Forschung aktuell  ::  24.03.2021  ::  PIMS: Wenn Kinder nach Corona erneut schwer erkranken  ::  https://www.deutschlandfunk.de/pims-wenn-kinder-nach-corona-erneut-schwer-erkranken.676.de.html?dram:article_id=494687


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6 Antworten zu „Eines von 1.000 Kindern wird vier bis sechs Wochen nach der Infektion plötzlich wieder krank, schwer krank.“

  1. gkazakou schreibt:

    ich hasse solche Prognosen und Prozentrechnungen, die nur einem Zweck dienen: noch mehr Menschen zu impfen.

    Gefällt 2 Personen

    • Das glaube ich nicht, „Deutschlandfunk Forschung aktuell“ ist zu sehr Nischen-Programm. Außerdem erkranken die Menschen ja trotz Impfung, auch die Kinder, wenn sie denn mal geimpft werden. Eine Immunisierung gibt es nicht (nur aus den Mündern der Polit-DarstellerInnen (die das Gesagte dann später in einem Nebensatz relativieren)).

      Gefällt 1 Person

  2. sori1982 schreibt:

    Die Zukunft besteht aus noch mehr kranken Menschen auf einem noch mehr kranken Planeten. Misanthropisch oder zynisch ausgedrückt: Ich bin froh, dass ich keine Kinder habe.

    Gefällt 1 Person

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