„Haben Sie Mitleid mit sich und den vielen anderen Menschen, die auf einem zunehmend verödenden Planeten leben müssten.“

» […] welche Faktoren [belasten] bei der Produktion von Fleisch und Milchprodukten das Klima […]:

•            Kuhpfürze (Ausstoß von Methangasen)
•            Landverbrauch durch Tierhaltung und den Anbau der Futterpflanzen
•            Wasserverbrauch durch Tierhaltung und den Anbau der Futterpflanzen
•            Wasser- und Bodenverschmutzung durch Gülle
•            Boden-, Wasser- und Luftverunreinigung durch mehr Unkrautvernichtungsmittel
•            Insekten- und Vogelsterben in der Folge fehlender oder vergifteter Lebensräume.
•            Rodung von Urwäldern für den Anbau von Futtermitteln
… | …
Wer nicht will, dass Tiere leiden, sollte auf tierische Lebensmittel verzichten. […] Auch wem Tiere egal sind, weil er sie für primitive, nicht schützenswerte und im Niveau weit unter ihm stehende Kreaturen hält, sollte auf tierische Lebensmittel verzichten, sofern er daran interessiert ist, die eskalierende Klimakatastrophe aufzuhalten.
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Überall dort, wo […] deren Existenz in übermäßiger Zahl [das Hauptproblem ist], ist Milch genauso schlimm wie Fleisch. Denn die Milch gebende Kuh pfurzt, produziert Gülle und verbraucht Land, Wasser und Pflanzennahrung ebenso wie Fleisch gebenden Kuh.
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Fleisch- und Milchproduktion sind eng miteinander verzahnt.
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Dieselbe Kuh wird also zweimal benutzt: zuerst von Milchtrinkern mit gutem Gewissen, dann von Fleischessern mit (manchmal) schlechtem Gewissen.
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Milchkühe, die scheinbar nur der Käse-, Joghurt und Schokoladenherstellung dienen, werden zu drei Vierteln ohnehin der Fleischproduktion zugeführt, das restliche Viertel stirbt nach kurzem „arbeitsreichem“ Leben weit vor ihrem biologisch notwendigen Tod.
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Hähne kommen in den Schredder oder als Hähnchen in die Tiefkühltruhe; Hühner werden aussortiert, sobald sie mal nicht mehr so „können“.
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Nein, niemand kann von freien und selbstbewussten Bürger*innen unseres Landes verlangen, dass sie auf einen lieb gewonnen Gaumenkitzel verzichten, nur weil dieser auf der Basis von entsetzlichem Leid fühlender Lebewesen möglich wurde.

Denken Sie also nicht an die Tiere. Verschwenden Sie keinen Gedanken an kastrierte Ferkel, geschredderte Hühner-Babys, an den Müttern entrissenen Kälber, an Schlachtungen mit nicht vollständig vorgenommener Betäubung, an brüllende Rinder in der Enge und Verzweiflung kilometerlanger Tiertransporte, an ausblutende Lämmer, an stinkende Schweinehälften, die maschinell in menschengerechte Stücke zerteilt werden, an Millionen eingepferchter Wesen, die in ihrem Leben keinen Sonnenstrahl zu sehen bekommen werden. Lassen Sie nicht zu, dass diese Bilder in Ihrem Kopf entstehen. Denken Sie nicht dran.
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Als Bewohner*in eines sich immer mehr überhitzenden Planeten, von dem alles, was ihn lebens- und liebenswert gemacht wurde, Stück für Stück verschwinden wird, bis am Ende überhaupt kein Leben mehr auf ihm möglich ist.
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Die Alternative ist: Wurst essen in der Wüste oder Bratkartoffeln in fruchtbarer Landschaft.
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Wenn der letzte Vogel tot ist, streamen Sie am besten eine Datei mit Vogelstimmen aus „alter Zeit“. Wenn die letzte Biene gestorben ist, können Sie statt dem Honig- ein Nutella-Brot essen. Aber wenn dieser Planet gestorben ist, gibt es keinen zweiten mehr.
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Wo es um Tierleid geht, ist die Milchwirtschaft etwas gnädiger als die Fleischwirtschaft […]; wo es jedoch die bloße Existenz von Tieren in so großer Anzahl geht […], da ist die Milchwirtschaft so schlimm wie die Fleischwirtschaft. […] Die Kuh […] verbreitet Methangas in der Atmosphäre, übersäuert die Böden, verbraucht unmäßig viel Platz durch den Anbau von Pflanzen, die sie zu ihrer Ernährung benötigt.
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jeder kleine Schritt zu Ernährungsumstellung zählt
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Die niedrigen Preise für Milch […] sind […] der Herstellung und dem Vertrieb von Lebensmitteln unter den Bedingungen des Kapitalismus geschuldet. Verbraucher wollen alles billig kaufen – und teilweise müssen sie es, aus finanziellen Gründen. Der Großhandel lässt seine Kunden Könige sein – auf Kosten der Anbieter, deren Mitarbeiter teilweise wie Sklaven arbeiten müssen.
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„Den Preis für den günstigen Milchpreis zahlt übrigens hauptsächlich die Kuh. Die aggressive Zucht auf eine möglichst hohe Milchleistung schadet den Tieren. Heutige Kühe haben eine bedeutend schlechtere Lebensqualität, werden häufiger krank und werden wegen rückläufiger Milchleistung früher geschlachtet. Das Opfer des Milchpreises ist entsprechend die Kuh, nicht der Bauer.“
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Haben Sie Mitleid mit sich und den vielen anderen Menschen, die auf einem zunehmend verödenden Planeten leben müssten.

Ich will Ihnen zum Abschied dennoch auch das Mitgefühl mit anderen Lebensformen ans Herz legen. Es ist auch für Sie selbst ein Gewinn, wenn Sie Ihr Herz empfindungsfähig halten. Da ist eine Veranlagung zu Mitgefühl in Ihnen, etwas, was als Kind vermutlich lebendig war und das entsetzt war bei der Vorstellung, dass man dem „süßen“ Kaninchen oder Lamm etwas antun könnte. Denken Sie an sich und begreifen Sie, dass Ihnen da etwas genommen und abgewöhnt wurde, was zum Wertvollsten gehörte, wozu Sie fähig sind.
[…] «

Roland Rottenfußer  ::  Hinter Den Schlagzeilen  ::  08.07.2019  ::  Die Latte-Macchiato-Klimaschützer  ::  https://hinter-den-schlagzeilen.de/die-latte-macchiato-klimaschuetzer


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