Das Salz der Erde./The salt of the earth. | Eine Dokumentation/Biografie von Wim Wenders über Sebastião Salgado

» […] Die Gewalt war allgegenwärtig [Ex-Jugoslawien]. Das fand ich am abscheulichsten, zu erkennen, wie ansteckend Hass war. […] Es war befremdend, dass sich so was in Europa abspielte, und das am Ende des 20. Jahrhunderts. An den Autos erkennt man, dass es Leute waren, deren Lebensstandard hoch war, auf europäischem Niveau. Es waren gebildete Europäer mit europäischer Infrastruktur. Sie verloren alles. […]

Wir sind bösartige, schreckliche Tiere, wir Menschen. Egal, ob in Europa, in Afrika oder in Südamerika, überall sind wir extrem gewalttätig. Unsere Geschichte besteht aus Kriegen. Eine endlose Geschichte der Unterdrückung, des Irrsinns.


[…] Als ich dort wegging [Ruanda], glaubte ich an nichts mehr. Nichts könnte die Menschheit mehr retten, so etwas könnten wir nicht überleben! Wir hatten es nicht verdient zu leben. Niemand!



Wie oft legte ich meine Kamera zu Boden, um zu weinen über was ich sah? […] «

– Sebastião Salgado in „Das Salz der Erde.“ (2014), The Salt of the earth. (original title), Eine Dokumentation und Biografie von Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado über Sebastião Salgado (Fotograf, Fotoreporter, Umweltaktivist – https://ogy.de/j0u3)

Wer streamt es: https://www.werstreamt.es/film/details/55709/das-salz-der-erde/

» Der Mann hat sich durch den Dschungel gekämpft und in den Dreck gewühlt, er hat im Eis fotografiert und in der Dürre der Sahelzone, er hat Arbeiter aufgenommen, die in Bangladesch Tanker demontieren, Feuerwehrleute auf den brennenden Ölfeldern Kuwaits, die Opfer der Massaker in Ruanda, Flüchtlinge in Jugoslawien. Jede Fotoserie des heute 70-jährigen Brasilianers Sebastião Salgado erforderte jahrelange Versenkung in die Eigenart von Land und Leuten, die Dynamik politischer und wirtschaftlicher Konflikte. Entstanden ist ein Werk, das fast im Alleingang den globalen »Süden« ausmisst, ein Atlas postmoderner Krisenerscheinungen – Ausbeutung, Unterdrückung, Flucht und Vertreibung, bezeugt in flammend schwarzweißen Bildern, die der Struktur, der furchtbaren Ordnung des massenhaften Leids die gleiche Aufmerksamkeit schenken wie dem einzelnen Menschen. […]

In einer ausholenden Bewegung, im Fluss der Bilder macht er sinnlich erfahrbar, wie weit sich der Mensch im Zuge der Naturbeherrschung von sich selbst entfernt hat, wie die Formen der Ausbeutung einander bedingen. Das ergibt am Ende mehr als eine Künstlerbiografie. Es ist eine eigene ästhetisch-politische Intervention.
«

– aus der Filmkritik in epd Film, 20.10.2014, Sabine Horst

https://www.epd-film.de/filmkritiken/das-salz-der-erde


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