Infantile Erwachsene brauchen kindgerechte Maßnahmen: Verbote!

» […] Einwegplastik, hergestellt aus Erdöl, ist tatsächlich ein Symbol: für den sorglosen Umgang mit Rohstoffen, den die hoch entwickelten Industriestaaten dem Rest der Welt jahrzehntelang vorgemacht haben.
Der „Earth Overshoot Day“ […] markiert das Datum, an dem auf der Erde mehr Rohstoffe verbraucht worden sind, als während des gesamten Jahres nachhaltig gewonnen werden können. 1990 war das noch der 7. Dezember. In diesem Jahr war es bereits der 1. August. Der deutsche Overshoot Day war sogar schon am 2. Mai. Mehr als drei Erden wären nötig, rechnet das Umweltbundesamt vor, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf dem hohen Konsumniveau von Deutschland leben würde.
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Es ist kein Geheimwissen, dass die Produktion eines Kilos Kartoffeln 100 Liter Wasser verbraucht, jene eines Kilos Rindfleisch dagegen 15.000. Trotzdem isst der Durchschnittsdeutsche jährlich immer noch knapp 60 Kilo Fleisch
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Man weiß auch, dass Autofahren dem Klima schadet. Trotzdem nutzen die Deutschen auch für kurze Strecken gerne ihren Pkw
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Und solange Einwegbecher mit Kunststoffdeckel nicht verboten sind, rennt die Mehrheit der Deutschen auch nicht mit dem Thermosbehälter in die Kaffeebar.
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Es reicht also nicht, bei Umweltthemen auf die Mitmachbereitschaft des Individuums zu setzen, dafür ist die Lage längst zu dramatisch, siehe Earth Overshoot Day.
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Es gibt kein Menschenrecht auf täglichen Fleischverzehr, Autofahren in der Innenstadt oder Plastiktrinkhalme an jedem Straßenkiosk
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Verbote […] befreien von der unlösbaren Aufgabe, die Rettung des Planeten im Alleingang mit den eigenen Konsumentscheidungen bewerkstelligen zu müssen.
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Das Verbot von FCKW oder Glühbirnen hat den Kontinent auch nicht ins Verderben gestürzt, sondern umweltfreundlichere Innovationen befördert. Das Plastikverbot ist deshalb nicht nur richtig. Es sollte sogar bloß ein Anfang sein. […] «

Merlind Theile :: DIE ZEIT :: 31.10.2018/04.11.2018 :: Konsumverhalten: Mehr Verbote, bitte! :: https://www.zeit.de/2018/45/konsumverhalten-plastikverbot-eu-beschluss-umwelt-befreiung

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Das letzte Gespräch

Shelly Phillips


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Die Manipulation der Massen – Facebook wird WhatsApp massenhaft zur Überwachung einsetzen und dabei auch die Verschlüsselung knacken. :: RUB|KON

» Der US-Internetgigant Facebook hat die Massenüberwachung aller WhatsApp-Inhalte beschlossen und führt bei der Gelegenheit gleich noch eine Zensur mit ein (1). Dies berichtete das US-Wirtschaftsmagazin Forbes (2). Der Bruch der Privatsphäre ist allumfassend, Kryptografie wird ignoriert: Betroffen sind auch die verschlüsselte Kommunikation und sonstige Inhalte. Die abgehörten Daten wandern, wie bei den US-Giganten üblich — da gesetzlich vorgeschrieben — auch an die US-Behörden, die ein Treiber dieser „Innovation“ sein dürften.

Facebook will bei den Überwachungs- und Zensurmaßnahmen direkt in den Kommunikationsanwendungen ansetzen — vor allem bei WhatsApp. Dadurch entfällt für die US-Behörden — wie auch für Facebook — das aufwendige Suchen nach Sicherheitslücken in Geräten und Software, die es erlauben, Schadcodes oder eben Überwachungssoftware einzuschleusen. Zudem werden Sicherheitslücken in der Regel nach einiger Zeit gepatcht. Letzteres ist nun nicht mehr relevant und damit auch keine Hilfe mehr, da die neue Vorgehensweise eine völlig andere ist.

In dem Forbes-Bericht des AI- und Big-Data-Spezialisten Kalev Leetaru mit dem Titel „Die Verschlüsselungsdebatte ist vorbei — Tot in den Händen von Facebook“ heißt es unter anderem zu dem Vorstoß des US-Internetkonzerns (1):

„Historisch war das Kompromittieren von Endgeräten ein teurer und komplexer Prozess, getrieben von einem Katz- und Maus-Spiel mit Hardware- und Software-Herstellern, um Schwachstellen zu finden, die genutzt werden konnten, um sie (Überwachungs- und Schadprogramme, Anmerkung des Übersetzers) aus der Ferne zu installieren und die notwendigen Privilegien auf dem Gerät zu erhalten.

Solche Versuche sind schwer zu skalieren, und je mehr Geräte infiziert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Schwachstelle entdeckt und gepatcht wird.

Als Problemlösung stellte Facebook Anfang des Jahres erste Ergebnisse seiner Bemühungen, eine globale Massenüberwachungsinfrastruktur direkt auf die Geräte der Nutzer zu bringen, wo diese die Schutzmechanismen einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen kann, vor.

In Facebooks Vision soll der tatsächliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsclient — wie WhatsApp — eingebettete Content-Moderation und Blacklist-Filteralgorithmen enthalten. Diese Algorithmen werden kontinuierlich von einem zentralen Cloud-Service upgedatet, die aber lokal auf dem Gerät des Nutzers laufen. Sie scannen jede Klartext-Nachricht, bevor sie gesendet wird und jede verschlüsselte Nachricht, nachdem sie entschlüsselt wurde.

Das Unternehmen wies sogar darauf hin, dass es, wenn es Verstöße (von Facebook oder den Behörden definierte Inhalte, Anmerkung des Übersetzers) entdeckt, eine Kopie des zuvor verschlüsselten Inhalts unbemerkt kopieren und zu zentralen Servern für eine weitere Analyse senden wird, auch wenn der Nutzer dem widersprochen hat — was es zu einem richtigen Telekommunikationsüberwachungsdienst macht.“

Der Forbes-Artikel spricht in diesem Zusammenhang von „maschinenbasierter Überwachung von Milliarden Nutzern gleichzeitig“. Die Ausweitung der Überwachung auf andere Apps und das ganze Telefon — „Smartphone“ — kommt dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als nächster Schritt, so die Prognose des Forbes-Berichts:

„Während sich einige Telefonhersteller davon distanzieren konnten, indem sie maßgeschneiderte Telefone samt Betriebssystemen anbieten, die ein solches Scanning nicht beinhalten, werden solche Geräte wahrscheinlich selten sein — nur benutzt von denen, die gewillt sind, weite Wege zu gehen, um der Überwachung durch die Regierung zu entgehen, und so automatisch große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es ist wahrscheinlich, dass viele Regierungen mit der Zeit einfach Gesetze verabschieden, welche den Besitz und die Nutzung solcher Geräte verbieten, genauso wie viele Gerichtsbarkeiten Geräte verbieten, die Temposündern Strafzettel ersparen wollen.“ […] «

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://blog.fdik.org/2019-07/s1564510212.html
(2) https://www.forbes.com/sites/kalevleetaru/2019/07/26/the-encryption-debate-is-over-dead-at-the-hands-of-facebook/

Update 02.08.2019: Das Facebook-eigene Unternehmen WhatsApp bestreitet die Behauptung, dass es plant, die Verschlüsselung seiner Dienste zu umgehen. Der Forbes-Beitrag wurde aktualisiert, um seine Position widerzuspiegeln.

Jens Bernert :: RUB|KON :: 31.07.2019 :: Die Manipulation der Massen – Facebook wird WhatsApp massenhaft zur Überwachung einsetzen und dabei auch die Verschlüsselung knacken. :: https://www.rubikon.news/artikel/die-manipulation-der-massen-4

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» […] „Man durchgräbt die Erde auf der Jagd nach Reichtum, weil die Welt nach Gold, Silber, Elektron und Kupfer verlangt …

… — dort der Prunksucht zuliebe nach Edelsteinen und Färbemitteln für Wände und Holz, anderswo um des verwegenen Treibens willen nach Eisen, das bei Krieg und Mord sogar noch mehr geschätzt wird als das Gold“
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Nach Schätzungen des Fraunhofer Instituts liegen ungefähr 1,6 Millionen Tonnen konventionelle Kampfmittel und circa 200.000 Tonnen chemische Kampfmittel auf den Meeresböden der Ost- und Nordsee. Seeminen, Bomben, Giftgasgranaten rosten, werden porös und geben ihre giftige Ladung in die Umwelt frei, sodass über die Fische das Gift in die menschliche Nahrung gerät
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Insgesamt versprengte die US-Armee 70 Millionen Liter Herbizide aus der Luft über Vietnam mit verheerenden Folgen für die Natur und die Gesundheit der Menschen […] .

Die ‚Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen‘ (ICAN), die 2017 den Friedens-Nobelpreis erhielt, geht von circa 2000 Atomwaffentests mit der Sprengkraft von 29.000 Hiroshima-Bomben aus, die unter der Erde, im Wasser und über dem Boden durchgeführt wurden. Diese Atombombentests sind verantwortlich für die umfangreiche radioaktive Verseuchung verschiedener Regionen sowie heute für etwa 2,4 Millionen Krebstote.
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Niemand weiß allerdings genau, wie viel Millionen Menschen aufgrund — insbesondere der überirdischen Tests — an Krebs erkrankten und starben.
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„dass allein die äußere Strahlenbelastung durch den Bomben-Fallout weltweit 3 Millionen zusätzliche Krebstote bis zum Jahr 2000 verursachen könnte. Hinzu kämen die Folgen der Inkorporation von Radionukliden durch Nahrung und Atemluft. Durch diese interne Strahlung könne es noch zusätzliche 30 Millionen Opfer geben“
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Auch die unter anderem im ehemaligen Jugoslawien von der NATO verwendete Uran-Munition vergiftete die Umwelt und sorgte dort für radioaktiv verstrahlte Gebiete.
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Das Militär ist sowohl im Alltagsbetrieb als auch im militärischen Einsatzfall einer der größten globalen Umweltverschmutzer.
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„Offiziell werden auf den weltweit 700-1.000 Militärbasen täglich 320.000 Barrel Öl verbraucht. Hauptsächlich verursacht durch die sich ständig im Einsatz befindlichen 285 Kampf- und Versorgungsschiffe der US-Navy. Ebenso rund 4.000 Kampfflugzeuge, 28.000 gepanzerte Fahrzeuge, 140.000 sonstige Fahrzeuge, über 4.000 Hubschrauber, mehrere Hundert Transportflugzeuge und 187.493 Transportfahrzeuge (alle Zahlen aus 2012).

Zudem werden ausgemusterte Schiffe samt hochgiftiger Ladung zumeist nicht fachgerecht abgebaut und entsorgt, sondern auf hoher See einfach mit Torpedos und Raketen bombardiert und versenkt.
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Allein in den USA gibt es im Kontext militärischer Übungsgelände nach Pentagon-Angaben circa 39.000 verseuchte Gegenden, deren Dekontaminierung hunderte Milliarden Dollar kosten würde.
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Die Vereinten Nationen schätzen, dass circa 220.000 Landminen in über 70 Ländern gelegt wurden.
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Diese Einschätzung wird dadurch unterstützt, dass das Militär nicht nur das Klima schädigt, sondern auch die eintretende und im Zusammenhang mit kapitalistischem und geostrategischen Interessen stehende […] Klimakrise wiederum die weitere Ursache für militärische Konflikte und die Zerstörung politischer Systeme gerade in den ärmeren Regionen der Welt sein wird.
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Wenn eine Aufrüstung Deutschlands und der EU im Sinne der NATO-Anforderungen, das bedeutet 2 Prozent des BIP für Militärausgaben, vollzogen wird, dann fehlt dieses Geld für die existenziell notwendige Bekämpfung der Klimakrise
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Zusätzlich fast 30 Milliarden Euro fürs Militär würden der Modernisierung der Infrastruktur, dem sozialen Wohnungsbau, der Entwicklungszusammenarbeit oder im Kampf gegen den Klimawandel fehlen.

Geld muss in die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen fließen, um die Erderwärmung möglichst bei 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
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In diesem Zusammenhang ist auch die Frage zu stellen, wie die Beseitigung der durch Militär verursachten Umweltschäden finanziert wird.
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Vor allem die Ausklammerung des Militärs als Klimaschädiger aus dem Kyoto-Protokoll und aus den Pariser Verträgen […] verweist des Weiteren auf die internationale Dimension der Problematik.
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Das Verhältnis von Militärausgaben und dem Etat, der unter anderem die Kosten für Umwelt aufführt, beträgt circa neunzehn zu eins“ […]

Keine Partei mehr zu wählen, die sich nicht ökologisch eindeutig positioniert; keine Partei mehr zu wählen, die für die Ausweitung des Rüstungsetats und des Waffenhandels eintritt, auch wenn dies mit dem Arbeitsplatzargument unterstützt wird; keine Partei zu wählen, die bereit ist, sich an völkerrechtswidrigen Kriegen zu beteiligen, die immer sowohl gegen die Menschen als auch gegen die Umwelt gerichtet sind. […] «

Klaus Moegling :: RUB|KON :: 31.07.2019 :: Der Feind allen Lebens – Militär und Kriege vernichten unsere Biosphäre, weshalb Friedens- und Umweltbewegung zusammengehören. :: https://www.rubikon.news/artikel/der-feind-allen-lebens

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„Wenn wir alles verbrennen, was heute noch an fossiler Energie im Boden ist, betreiben wir Selbstverbrennung.“

» […] Wollen wir die Erderwärmung auf 1,5 Grad plus gegenüber 1880 beschränken, was schon Millionen Klimaflüchtlinge bedeuten würde, bleiben uns gerade noch zehn Jahre, in denen wir Treibhausgase emittieren dürfen.

Wollen wir die globale Erwärmung nicht über zwei Grad ansteigen lassen, was hunderte Millionen Klimaflüchtlinge noch in diesem Jahrhundert bedeuten würde, dann hätten wir – nach den heutigen Erkenntnissen der Klimaforschung – noch 25 Jahre Zeit, um klimaneutral zu werden.

Doch zur Zeit steuern wir auf etwa fünf Grad globale Erwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu.
… | …
Solange wir fossile Energieträger verbrennen, wird es immer heißer. Das heißt wir verbrennen die Zukunft unserer Enkel und Urenkel. Wenn wir alles verbrennen, was heute noch an fossiler Energie im Boden ist, betreiben wir Selbstverbrennung. Ich möchte dann nicht mein Enkel sein.
… | …
Die Klimaerhitzung bleibt für viele Jahrhunderte und Jahrtausende die Überlebensfrage der Menschheit.
… | …
die Permafrostböden in Sibirien [tauen] gerade jetzt dramatisch auf und setzen Methan frei. Ein Methan-Molekül ist mehr als 20mal so klimaschädlich wie ein CO2-Molekül. Was wir heute für oder gegen den Klimawandel tun, hat Auswirkungen auf Jahrhunderte und Jahrtausende.

Nicht nur die Arktis schmilzt schon heute dreimal schneller als es die Gletscherforscher noch vor zehn Jahren befürchtet hatten, auch die Antarktis schmilzt dramatisch.
… | …
Sollten Arktis und Antarktis komplett wegschmelzen , dann steigt der Meeresspiegel um bis zu 70 Meter. Good luck dann nach Hamburg, Bremen und Bremerhaven.
… | …
die Eisschmelze im Himalaya [wird] schon in wenigen Jahrzehnten eine unvorstellbare Wasserkatastrophe für zwei Milliarden Inder und Chinesen bedeuten wird, denn die größten Flüsse Asiens entspringen dem Himalaya-Gebirge und werden wegen der dortigen Eisschmelze künftig immer weniger Wasser haben.

Das Grönland-Eis wird seinen Kipp-Punkt spätestens erreichen, wenn die globale Erwärmung um 1,8 Grad zugenommen haben wird. Das Verschieben des Golfstroms, ein weiteres Abholzen des Amazonas-Waldes oder weiterhin brennende Wälder in Australien wären zusätzliche Kipp-Punkte, bei deren Erreichen es kein Zurück mehr gibt, befürchtet die Klimawissenschaft.

Es liegt an uns Heutigen, in den nächsten zehn Jahren noch das Schlimmste zu verhindern, wenn wir unsere Zivilisation behalten wollen. Das ist die Gnadenfrist, die wir für den 100%-Umstieg auf erneuerbare Energien noch haben.
… | …
wir [müssen] jetzt die nach der Corona-Krise fälligen Staatshilfen in den Aufbau einer grünen und nachhaltigen Wirtschaft investieren. Alles andere ist unverantwortlich. […] «

Franz Alt :: Lebenshaus Schwäbische Alb :: 25.06.2020 :: Die Überlebensfrage der Menschheit :: https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013069.html

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„… dieses Denken so eingrenzt, dass die Neue Rechte […] letztendlich ein Selbstgespräch führt.“

» Der Think-Tank „Institut für Staatspolitik“ gilt als Keimzelle für den völkisch-nationalistischen AfD-Flügel um Björn Höcke. […]
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Allgemein sei zu beobachten, dass sich „entlang der politischen Kräfteverhältnisse die Debatte nach rechts verschoben“ hätte, sagt der Politikwissenschaftler Richard Gebhardt. Das sei allein dadurch zu erkennen, „dass wir heute Leute wie Alice Weidel als partiell moderat, gemäßigt oder bürgerlich bezeichnen“. Jedoch: „Keineswegs ist heute eine Alice Weidel gemäßigt, sondern sie produziert in ihren Reden die Bilder, die auch kompatibel sind für sogenanntes neurechtes Denken.“ Gebhardt erinnert an Begriffe wie „Messermänner“ oder „Kopftuchmädchen“ aus Weidels Reden.

Was Björn Höcke anbelange, so sei bei seinen Auftritten „ein faschistoider Beiklang“ deutlich nachweisbar.
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Auch AfD-Politiker bilden sich gelegentlich weiter. Bevorzugtes Trainingszentrum des rechten Flügels soll eine Denkfabrik sein mit dem pompösen Namen „Institut für Staatspolitik“. Dort soll der neurechte Verleger Götz Kubitschek einst die ideologischen Grundlagen gelegt haben für den AfD-„Flügel“ um Björn Höcke. Höcke kehrt heute sozusagen an seine ideologische Geburtsstätte zurück.
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Er ist zum einen der intellektuelle Stichwortgeber für die Debatten nicht nur des Flügels, sondern nach meiner Einschätzung auch der gesamten AfD. Björn Höcke hat einmal gesagt, er würde sein geistiges Manna aus Schnellroda beziehen. Ich denke, das sollten wir sehr ernst nehmen, weil er nicht nur durch die Publikation aus Schnellroda geschult wurde, sondern weil er das Vokabular übernimmt.
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Die Neue Rechte ist in Wahrheit sehr, sehr alt, sie bezieht sich auf eine Tradition des faschistischen Denkens in der Weimarer Republik, und insofern repräsentiert Götz Kubitschek eine Recycling-Rechte.
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damals schon wurde die Devise ausgegeben, einen Kampf um die Köpfe auch von Macht- und Mandatsträgern zu führen. Diese Macht- und Mandatsträger stehen dem Institut für Staatspolitik, die stehen Götz Kubitschek mittlerweile zur Verfügung.
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Ich finde aber, als kleine Parteischule und Forum des Flügels ist das Institut für Staatspolitik definitiv wichtig. Ich habe die Einschätzung von Björn Höcke selber schon genannt eben, wo er davon sprach, dass er dort sein geistiges Manna bezieht.

Wenn Sie sich anschauen, wie seinerzeit das Institut für Staatspolitik die Themen bereits gesetzt hat, also die Themen Migration, deutsche Geschichte – wir erinnern uns an Björn Höckes erinnerungspolitische Wende um 180 Grad –, aber auch der obsessive Kampf gegen die Linke, der generelle Angriff auf die gesellschaftspolitische Liberalisierung der Bundesrepublik Deutschland, dann werden nicht nur vom Flügel Positionen übernommen, die von Kubitschek und anderen seinerzeit vorgedacht worden.
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Alleine, dass wir in Abgrenzung zum Flügel heute Meuthen oder Alice Weidel als partiell moderat, gemäßigt oder bürgerlich bezeichnen, zeigt doch, wie sehr sich entlang der politischen Kräfteverhältnisse die Debatten auch nach rechts verschoben haben, denn keinesfalls ist beispielsweise eine Alice Weidel gemäßigt, sondern sie produziert in ihren Reden die Bilder, die auch kompatibel sind für sogenanntes neurechtes Denken. Denken Sie an ihre Rede über die sogenannten Messermänner und die Kopftuchmädchen, die dann mit Taugenichtsen in Verbindung gebracht worden sind.
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Der Flügel selber nennt sich wiederum allerdings eine Widerstandsbewegung. Das ist schon etwas anderes, und das hat auch keine reine Parteienform.
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die bundesrepublikanische Öffentlichkeit wird generell […] diskutieren müssen, ob die liberale Demokratie nicht auch mit den illiberalen Mitteln des Verbots und der Zensur verteidigt werden muss. Es wäre unredlich, wenn wir diesen damit verbundenen Widerspruch auch nicht sehen würden.
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Ich selber würde nicht für ein Verbot plädieren
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Wichtig ist, wie man die dort entfesselten Ressentiments bearbeitet, politisch zurückweist und markiert und dieses Denken so eingrenzt, dass die Neue Rechte dort letztendlich ein Selbstgespräch führt.

Aber wenn Sie beispielsweise Björn Höcke ganz genau zuhören spricht [er] von einem Remigrationsprojekt in der Bundesrepublik Deutschland, er spricht […] von einer wohltemperierten Grausamkeit im Zusammenhang mit Migrationspolitik, dann sehen Sie, dass dort tatsächlich ein faschistoider Beiklang nachweisbar ist.
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Die AfD weiß selber, dass wenn sie ihren Appell gegen Verächtlichmachung von Migrantinnen und Migranten wirklich ernstnehmen würde, sich selber auflösen müsste. […] «

Richard Gebhardt im Gespräch mit Stephan Karkowsky | Deutschlandfunk | 06.03.2020 | Wo Höcke sein geistiges Manna bezieht – Politikwissenschaftler über rechte Vordenker | Zum Hören: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=814374 | Zum Lesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/politikwissenschaftler-ueber-rechte-vordenker-wo-hoecke.1008.de.html?dram:article_id=471904

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Kriegsvorbereitungen :: Gründung eines Schlachtfeldnetzwerks

» […] Die US-Streitkräfte werden im kommenden Jahr bei ihrem größten Manöver in Europa seit 25 Jahren umfassend die zivile Infrastruktur der Bundesrepublik nutzen. Die Kriegsübung („Defender Europe 20“) probt die Verlegung von US-Truppen in Divisionsstärke aus den Vereinigten Staaten in Richtung Russland. Dabei werden nicht nur zahlreiche Bundeswehrstandorte in die Kriegslogistik eingebunden, sondern auch Häfen (Bremerhaven, Duisburg), Flughäfen (Hamburg, Frankfurt am Main) sowie Schienen und Straßen. Die Deutsche Bahn hat im Vorfeld des Manövers eigens zusätzliche Schwerlastwaggons angeschafft. Damit gehen die Unterstützungsleistungen der Bundesrepublik weit über die bisher öffentlich bekannten drei „Convoy Support Center“ in Garlstedt, Burg und Oberlausitz sowie die Großtankstelle in Bergen hinaus. Auch die Routen, auf denen US-Militärs an potenzielle Kriegsschauplätze im Osten verlegt werden sollen, sind jetzt in groben Zügen bekannt. In US-Militärkreisen ist von einem „Schlachtfeldnetzwerk“ die Rede, „das im Falle eines Konfliktes für alle NATO-Verbündeten nützlich ist“. […] «

german-foreign-policy :: german-foreign-policy :: 19.12.2019 :: Testmobilmachung gen Osten (II) – Bundeswehr und US-Streitkräfte bereiten sich auf Großmanöver gegen Russland Anfang 2020 vor :: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8141/

Dieser Link ergänzt den RSOP-Beitrag „Kriegsvorbereitungen. Nein, nicht gegen ein Virus, diese Rhetorik diente nur der Verschleierung, gegen ein Land, dessen Bodenschätze man begehrt.“ [https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2020/05/21/kriegsvorbereitungen-nein-nicht-gegen-ein-virus-diese-rhetorik-diente-nur-der-verschleierung-gegen-ein-land-dessen-bodenschaetze-man-begehrt/]

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