„Wer zur Selbsthilfe greift, greift den Rechtsstaat an.“

» […] Der Respekt vor dem Rechtsstaat schwindet. Die Notwendigkeit nach vorher festgelegten Spielregeln zu agieren, wird nicht mehr gesehen. Von Bürgern, Polizisten und Politikern.

Es mehren sich die Hinweise dafür, dass der Rechtsstaat in Gefahr ist. Nein, nicht nur, weil Polizei und Justiz die nötige finanzielle Ausstattung fehlt.
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Es sind Politiker, Funktionäre und Bürger, die den Rechtsstaat gefährden. Ein paar Beispiele. [Anm.: hier weggelassen]
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Die Polizei Bremen wies darauf hin, dass niemand das Recht hat, die Justiz in die eigene Hand zu nehmen. Keine Form und kein Anlass zur Selbstjustiz seien tolerierbar.

Es ist die Aufgabe der Staatsanwaltschaft und der Polizei Straftaten zu verfolgen
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Deutsche Sicherheitsbehörden haben kein Recht, ohne gesetzliche Grundlage Menschen festzunehmen und diese gegen ihren Willen in ein anderes Land zu verschleppen.
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Auch ich bin der Meinung, daß schwere Verbrechen schwer bestraft werden müssen. Ein faires Verfahren muß aber ausschließlich der Justiz überlassen bleiben und darf unter keinen Umständen in die Hände der Polizei oder gar in solche, eines einzigen Polizisten gelegt werden.
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Eine Strafanzeige dient dazu, ein Ermittlungsverfahren in Gang zu setzen und ein bestimmtes Handeln rechtlich durch die zuständige Staatsanwaltschaft überprüfen zu lassen. Also etwas völlig Rechtmäßiges.
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Was ist eigentlich in diese Menschen gefahren, die denken, sie könnten das Recht in die eigenen Hände nehmen?
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Wie können Polizisten auch nur denken, dass ein Angeklagter nicht vor ein ordentliches Gericht gehört?
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Muss ich demnächst befürchten, dass ein Polizist gleich bei der Festnahme sein Urteil vollstreckt, weil der Täter vor Gericht ja sonst blöd grinsen könnte?
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Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren und die Pflichten eines Rechtsanwalts gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe.
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Gerade für die Strafverteidiger ist klar, dass die Strafprozessordnung angewendetes Verfassungsrecht und damit die Basis ist. Wir Strafverteidiger wissen, dass es für manchen Bürger nicht zu verstehen ist, warum wir Straftäter verteidigen, aber wir wissen auch, dass es unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit ist, dafür zu sorgen, dass jeder Verdächtige die bestmögliche Verteidigung erhält. Auch und gerade bei Taten, die auch jedem von uns das Blut gefrieren lassen. Nur ein Urteil, dass auf einem sauberen Verfahren beruht, kann ein gerechtes Urteil sein.

Es mag ja lästig sein, wenn jemand der Polizei, der Staatsanwaltschaft und dem Gericht akribisch auf die Finger guckt, aber es ist absolut notwendig
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Wenn echte Strafverteidiger lästig sind, dann hat das einen guten Grund. Sie vertreten die Interessen ihres Mandanten und nichts anderes. Und indem sie das tun, verteidigen sie gleichzeitig die Rechtsordnung.
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einen Mörder verteidigen muss man schon können, wenn man den Beruf gewählt hat. Man verteidigt ja nicht die Tat, was auch in manche Köpfe nicht hinein will. Man verteidigt einen Menschen, dem eine Tat vorgeworfen wird. Wer das nicht kann, soll halt Zivilrecht machen, oder was ganz anderes.
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Polizisten sind in diesem Strafrechts-System Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft […] Herr des Ermittlungsverfahrens ist die Staatsanwaltschaft
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In so einem Ermittlungsverfahren hat der Beschuldigte garantierte Rechte. Ein Recht ist zum Beispiel das Recht auf einen Pflichtverteidiger, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.
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Neben Staatsanwaltschaft und Gericht ist die dritte Säule eines ordentlichen Verfahrens die Verteidigung.
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Wer zur Selbsthilfe greift, greift den Rechtsstaat an.
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Sie sollten dem zunehmenden Wahnsinn, den Strafprozess verächtlich zu machen und das Strafrechtssystem kaputt zu reden, als Demokraten entgegentreten. Mag sein, dass sie sonst nach einer Machtergreifung derjenigen, die meinen, sie hätten eine Alternative zum Rechtsstaat, demnächst an die nächste Laterne geknüpft werden. […] «

Heinrich Schmitz | DIE KOLUMNISTEN | 16.06.2018 | Bye bye Rechtsstaat | https://diekolumnisten.de/2018/06/16/bye-bye-rechtsstaat/

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“ ‚Cause it don’t matter where we are, no long as I got you to come on home to. „

» Nun, der Hintergrund war New York City.
Ich habe dich in einer Hotelbar getroffen.
Wir gingen umher.
Bis die Sonne unterging.
Als die Skyline zu Sternen verblasste.
Du hast mich gefragt, was meine Zukunftspläne sind.
Und sagtest, dass sie alle gut klangen.
Und das in New Orleans.
Eine Frau hat dir Dinge erzählt.
Um zu bestätigen, dass du und ich wahr sind.

Aber es spielt keine Rolle, wo wir sind, nein.
So lange ich dich habe.
Um nach Hause zu kommen.
Zusammen können wir weit gehen, gut.

Du hast mich über Arizona gefragt.
Wie der Kaktus mir half zu sehen.
Da ist ein Medizinmann.
Nimm es in meine Hand.
Nur um mich besser zu verstehen.
Auch wenn ich meine Zukunft sah.
Ich hatte die Angst noch nicht verloren.
Und es wurde nicht klar.
Bis ich dich sah, meine Liebe.
Jetzt kann ich unseren Baum genau hier planen.

Weil es keine Rolle spielt, wo wir sind, nein.
So lange ich dich habe.
Um nach Hause zu kommen.
Gemeinsam können wir weit gehen.

Und es spielt keine Rolle, wo wir sind, nein.
So lange ich dich habe.
Um nach Hause zu kommen.
Zusammen können wir weit gehen, gut.

Es gibt ein Grundstück in Mississippi.
Dass mein Opa für mich hinterlassen hat.
Mit einem verbeulten Truck.
Um mir zu helfen.
Das Land für unsere Familie zu bestellen
Und wenn unsere Kinder wachsen.
Stark werden unsere Söhne sein.
Ja, unsere Töchter werden leuchten.
Mit ruhigem Gewissen
Gott segne sie, alle.

Weil es keine Rolle spielt, wo wir sind, nein.
So lange ich dich habe.
Um nach Hause zu kommen.
Gemeinsam können wir weit gehen.
Und es spielt keine Rolle, wer sie sind, nein.
So lange wir dich haben.
Um nach Hause zu kommen.
Zusammen können wir weit gehen, hey, hey. «

Curtis Harding
Where We Are


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Entwicklung.

So ging das jedes Jahr.

Kaum dass die ersten Schneeflocken fielen.

Ein Auto nach dem anderen fuhr in die Werkstatthalle und seine Aufgabe war es, wieder einmal, die Winterreifen im Akkord aufzuziehen (immerhin gab es jetzt den Mindestlohn).

Für mehr hat es nicht gereicht; Abgangszeugnis 9. Klasse POS – es hatte niemanden gegeben, der ihn forderte und förderte.

Der Vater, der, rasend eifersüchtig, die Mutter wie eine Leibeigene hielt, und die Mutter, die sich der Wirklichkeit entfliehend, schleichend mit Alkohol umbrachte.

So stolperte er durchs Leben, von einem Aushilfsjob zum, von einer Stadt und einer Frau zur nächsten.

Als er die letzte Frau schwängerte, Zwillinge, und sie ihm den Umgang mit den Kindern untersagen ließ, erinnerte er sich an das Kind, das er vor zwölf Jahren zeugte.

Es sollte Ordnung werden, mit 45 wollte er endlich Verantwortung übernehmen, wandte sich deshalb ans Jugendamt und beantragte Umgangsrecht.

Der Jugendamtssachbearbeiter war sehr skeptisch, reserviert, durchleuchtete seine Vita bis in den letzten Winkel, um nach einem achtzehnmonatigen Antragsverfahren einer Anbahnung stattzugeben, im Einverständnis mit den Pflegeeltern, die sich seit 12 Jahren um sein Kind kümmerten.

Heute hat er eine feste Anstellung in einer renommierten Autowerkstatt für Autos der Oberklasse und sieht seine fast Vierzehnjährige mittlerweile zweimonatlich für zwei Stunden im begleiteten Umgang.

Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/02/03/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-06-07-19-wortspende-von-petra-schuseil/

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Und wie viele übersehen sich dabei schon selbst.

» Es sind jene, mit denen wir leben und die wir lieben und kennen sollten, die wir übersehen. «

Norman Maclean


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So ist das Leben eben. | That’s life. | Así es la vida. | Questa è la vita. | Dat is het leven. | É a vida. | To jest życie. | Такова жизнь.

Zoë – C’est la vie


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Male deinen Fortschritt beim Klimaschutz aus.

http://ipu-ev.de/postkarte/

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„Let her find her way to you (I can’t be sure she ever will).“

» Kann ich dich anrufen?

Panik kommt in Wellen, sagt man.
(Ja, und ich glaube es auch)
Täglich geschriebene Briefe
(Sie bringen nie das Wort der Wahrheit)
Eifersucht ist eine schreckliche Sache.
(Es ist einfacher, als stillzusitzen)
Lass sie den Weg zu dir finden.
Ich kann nicht sicher sein, ob sie es jemals tun wird.

Kann ich dich anrufen?
(Wie war das Wetter?)
Kann ich dich anrufen?
(Halte und halte dich warm)
Kann ich dich anrufen?
(Wann bist du wieder zu Hause?)
Kann ich dich anrufen?
(Erinnerst du dich nicht?)
Kann ich dich anrufen?
(Die Dinge laufen gut)
Kann ich dich anrufen?
(Du klingst glücklich)
Kann ich dich anrufen?
(Was trinkst du da?)
Kann ich dich anrufen?
(Wer ist der Gewinner?)

Versuche, etwas Zeit allein zu verbringen.
(Es scheint, dass das alles ist, was ich je tue)
Lerne, Einsamkeit zu lieben.
(Ich weiß nur nicht, was das bedeutet)

Kann ich dich anrufen?
(Wie war das Wetter?)
Kann ich dich anrufen?
(Halte und halte dich warm)
Kann ich dich anrufen?
(Wann bist du wieder zu Hause)
Kann ich dich anrufen?
(Erinnerst du dich nicht?)
Kann ich dich anrufen?
(Die Dinge laufen gut)
Kann ich dich anrufen?
(Du klingst glücklich)
Kann ich dich anrufen?

Kann ich dich anrufen?
(Sie ist meine Geliebte, sie ist meine Freundin) «

Marlon Williams
Can I Call You


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