Introvertierte sind die besseren Zuhörer. …

Sie mögen tief gehende Gespräche und diskutieren gerne die Probleme von anderen Menschen. Sie sind weniger darauf aus, selbst zu Wort zu kommen, sondern hören einfach zu.

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Fremdscham. | Der Dienstag dichtet

Männer.
Frauen betrogen,
Frauen missbraucht;
Vertrauen verloren,
Misstrauisch gemacht.
Auf Augenhöhe begegnen,
Ist fast nicht mehr möglich,
Weil Lider gesenkt.
Als Mann geboren,
Fühl‘ ich mich verloren.


Ein Blog-Beitrag zu: Der Dienstag dichtet  ::  https://kathakritzelt.com/2021/01/12/deine-haare-fallen-aus-der-dienstag-dichtet/

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Verdrängte Enttäuschung.

Ich befürworte es, alle staatlichen Maßnahmen kritisch zu hinterfragen, nicht nur die Maßnahmen mit und an der aktuellen Pandemie. Was ich strikt ablehne, ist die maßlose Sprache, die vulgären Formulierungen und förmlich spürbare Schnapp-Atmung der kritischen Geister, das Verächtlichmachen des derzeitigen Mainstreams. Vielen, eher dem linken Spektrum zugerechneten, kritischen Geistern folgte ich über viele Jahre, manchen über Jahrzehnte. Doch so viele der mir liebgewonnenen kritischen Linken haben die Sachlichkeit eingetauscht gegen Häme und Hetze. Und ich dachte bei mir, dass jetzt all der Frust herauskommt, der sich seit dem Ende der Kanzlerschaft Willy Brandts aufgestaut hat, der Frust, dass es über viele Jahre eine Mehrheit links von der Union gegeben hat und man, sprich die SPD, diese Mehrheit buchstäblich links liegengelassen hat und dass linkes Reden nur fürs Papier gut war.

Joseph Kuhn beschreibt meinen Eindruck auch in seinem letzten Absatz.

 

» […] Zwischen der berechtigten und notwendigen Kritik an gesellschaftlichen Missständen und obskuren Verschwörungstheorien scheint es nur einen schmalen Grat des Niemandslands zu geben, mit einem hohen Risiko für Grenzgänger, in den Abgrund des Abgründigen zu stürzen.

… | …

Man kennt es aus der Medizinkritik, die mitunter gläubige Homöopathen hervorbringt, unerreichbar für jedes Argument. Man kennt es von politischen Radikalisierungsprozessen, die im Terror enden, besonders irritierend, wenn der Ausgangspunkt eine humanistische Sicht auf die Welt war, an den Machtverhältnissen verzweifelnd, aber nicht von guten Mächten wunderbar geborgen.

 

Und man kann es jetzt in der Coronakrise beobachten. Wolfgang Wodarg ist so ein Fall. Seine in langen politischen Auseinandersetzungen mit einer lobbyverstrickten Gesundheitspolitik erworbene Glaubwürdigkeit, für eine am Menschen orientierte Medizin einzutreten, hat sich in der Coronakrise für mich und viele andere aufgelöst. Er ist zum dogmatischen Kämpfer gegen einen von ihm vermuteten „großen Plan“ geworden. Selbst hinter einer Laborpanne sieht Wodarg inzwischen eine Einflussnahme der Regierung.

 

Klaus-Jürgen Bruder ist ein anderer Fall. Er ist einer der ganz Großen der kritischen Psychologie. […] Sein Lebensthema waren die Freiheit und eine Psychologie, die den Menschen dabei zur Seite steht, statt zu ihrer „Normalisierung“ und systemfunktionalen Anpassung beizutragen. Seit einiger Zeit raunt er nun aber in höchst anrüchigen Foren wie KenFM oder Rubikon verschwörungstheoretisch über verborgene Absichten hinter der Coronakrise. Es sei eine Inszenierung, um Menschen unter die Macht der Herrschenden zu beugen.

 

Man verstehe mich nicht falsch. Dass in Gesellschaft und Politik immer wieder Kräfte am Werk sind, die es nicht gut mit uns meinen, und dass auch die Coronakrise manchem Autokraten und solchen, die es gerne wären, dazu dient, demokratische Rechte abzubauen, will ich ebenso wenig bestreiten wie die Tatsache, dass sich die Coronapolitik auch hier in Deutschland nicht gerade durch demokratische Vorbildlichkeit auszeichnet. Die wiederholte, gerade wieder lauter werdende Forderung nach einer Parlamentarisierung der Coronapolitik ist ein Reflex dieser unguten Situation.

 

So wenig wir deswegen in einer „Merkeldiktatur“ leben, wie es die Rechten formulieren, so wenig folgt daraus, dass die Politik einen großen Plan zur Unterdrückung der Menschen in Szene setzt.

… | …

Es ist, als ob das lebenslang mit guten Gründen trainierte Misstrauen gegen die Mächtigen seinen Gegenstand aus den Augen verloren hätte und sich jetzt im Nebel einfach ein anderes Ziel sucht.

… | …

Mag sein, dass die […] Menschen, die sich scheinbar alles gefallen lassen (was sie ja gar nicht tun), manchmal zu naiv sind, oder zu duldsam gegenüber den Zumutungen der Politik, oder in manchen Ländern auch zu ängstlich, um sich gegen echte Autokraten zu wehren, oder zu verblendet, aber das ändert nichts daran, dass man im Nebel nichts sieht. Die Verächtlichkeit gegenüber den vermeintlichen „Schlafschafen“ teilst du mit den Rechten. Kann es sein, dass das deine verdrängte Enttäuschung darüber ist, dass sie in all den Jahren nicht mit dir in die Revolution für eine bessere Gesellschaft gezogen sind? Dass sie lieber das „bisschen Fussball“ (Wolf Biermann) vorgezogen haben und lieber auf die Werbung als auf dich gehört haben? […] «

 

Joseph Kuhn  ::  ScienceBlogs  ::  01.11.2020  ::  Klaus-Jürgen Bruder: Enemies in the fog?  ::  https://scienceblogs.de/gesundheits-check/2020/11/01/klaus-juergen-bruder-enemies-in-the-fog/?all=1

 

Sollte sich der Urheber des hier verlinkten und zitierten Artikels durch das Posten dieser Verlinkung oder dem ganz oder teilweisen Zitieren aus dem verlinkten Artikel in seinem Urheberrecht verletzt fühlen, bitte ich um einen kurzen Kommentar und einen Beleg der Urheberschaft. Das Beanstandete wird dann unverzüglich entfernt. Ich möchte, durch die Zitate, meine LeserInnen motivieren, den vollständigen Artikel des Urhebers zu lesen. | Eventuelle Werbung in optischer Nähe zu diesem Artikel stammt nicht von mir, sondern vom Social-Media-Hoster. Ich sehe diese Werbung nicht und bin nicht am Verdienst oder Gewinn beteiligt.


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Seh-Fahrt.

Nic und Catrin haben sich in einem großen Sozialen Netzwerk kennengelernt.

Catrin postete ab und an kleine selbstgemalte Bilder, die ihren aktuellen Gemütszustand oder den der Welt ausdrückten.

Der Algorithmus schlug Nic Catrins Profil vor, seine Neugierde war geweckt.

Nic gefielen Catrins Zeichnungen und bald nachdem er auf „Gefällt mir“ gedrückt hatte, kamen Gefällt-mir-Benachrichtigungen zurück; Nic malte auch Bilder und postete täglich ein oder zwei – sie gefielen Catrin sehr. –

 

Sie kamen ins Gespräch, fanden den Umgang miteinander angenehm und wollten sich einmal treffen.

Witzigerweise wohnten sie am selben großen See, nur getrennt durch die auf der ca. zehn Kilometer gegenüberliegenden Uferseite; wie klein die Welt doch ist.

Sie verabredeten sich auf eine zünftige Fischermahlzeit auf einem der kleinen Ausflugsboote; so hatten sie ca. vier Stunden füreinander Zeit. –

 

Keine halbe Stunde nachdem sie sich kurz begrüßend umarmten, versanken ihre Augen bereits ineinander, sie vergaßen alles um sich herum, als plötzlich ein Zetermordio sie in die Realität zurückholte: der Smutje fluchte, die Kombüsentür flog auf und schwarze Rauchwolken verbrannter Bratkartoffeln drangen aus der Schiffsküche.

Mit feuchten Augen nahm die weichmütige Küchenhilfe den Smutje in den Arm, streichelte ihm sanft über den Kopf und tröstete ihn: ihre Sanftheit beruhigte den Bollerkopf.

Nic und Catrin setzten ihre intensive Unterhaltung fort; sie standen träumend, auf die ruhige See blickend, an Backbord, als sie die energische Stimme des Smutjes ein weiteres Mal hörten: „Jetzt aber flott: backen und banken!“ – das wurde aber auch Zeit, ihre Mägen knurrten schon länger.


Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.


Ein Blog-Beitrag zu: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/01/03/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-01-02-21-wortspende-von-ludwig-zeidler/

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Hyperhedonie XVII: Reichtum bemisst sich nicht in Geld und Eigentum.

Wenn Du mal traurig bist oder schlechte Laune hast, dann höre diesen Song. Ich garantiere, dass Du mitswingen und -singen wirst.

Calogero wird Dir in dieser Rubrik noch öfter begegnen. Da ich den Eindruck habe, dass meine muskalische Liebe zu ihm hier wie auch in Deutschland nicht gleichermaßen geteilt wird, werde ich seine Musik an dieser Stelle sparsam einsetzen.

Ich weiß leider nicht mehr, wie ich auf Calogeros Musik aufmerksam wurde. Sie hat mich vom ersten Ton an begeistert. Gänsehaut pur. Ich will unbedingt ein Konzert von ihm erleben; die gibt es leider nur in Frankreich oder Belgien …

„Der Song wurde von Jean-Jacques Goldman geschrieben, das war die erste Zusammenarbeit der beiden Künstler. […] Der Song handelt von Freundschaft, ein wichtiges Thema für den Sänger. Er sagte: „Dies ist ein Lied, das mehrere Dinge aussagt: Trotz allem, was man im Leben erreichen kann, ist der wahre Reichtum nicht allein zu sein, sondern von zwei oder drei wahren Freunden umgeben zu sein. Es ist auch ein Weg zu sagen, dass wir nicht viele Freunde haben.“ [2]

Ich hoffe, du bist nicht anhedonisch [1] und kannst diesen Song genauso genießen, wie ich:

https://youtu.be/H4f0Vm4jJGQ

https://open.spotify.com/playlist/5E4rA9AzqMIWKK054onPUV?si=5WurwIQ8R8KPoE_kqFXenw

[1]: https://www.psychologie-heute.de/leben/40758-wenn-musik-kalt-laesst.html

[2]: https://en.wikipedia.org/wiki/C%27est_dit


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Diese Schule stellt (zu) vielen anderen Schulen (und Kultusministerien) ein Armuts-Zeugnis aus:

» […] Unterricht, der nahtlos weitergeführt wird, nur eben übers Internet – das war im Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf möglich. Die Schule hat einen großen Vorteil: Lange vor dem Lockdown trieb ihr Leiter die Digitalisierung voran.

 

„Ich kann mich ganz genau an den Tag erinnern, als ich das meiner Klasse alles beibringen musste, an einem Tag, wie das Arbeiten mit unserem digitalen Tool, nämlich Classroom über Google funktioniert“

… | …

„Wir haben das super gemacht, super gemeistert. Aber ich hatte das Gefühl, und genauso die Schüler hatten das Gefühl, wir verabschieden uns jetzt in eine Situation, die wir noch nie so kannten. Und es war einfach ein mulmiges Gefühl, das uns da begleitet hat.“

… | …

Doch anders als die meisten Schulen in Brandenburg ist das Marie-Curie-Gymnasium vorbereitet. Es ist in der Lage, seinen Unterricht nahtlos weiterzuführen, nur eben über das Internet. Den Stundenplan befolgen alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, ganz normal weiter

… | …

„Die größte Herausforderung war für mich tatsächlich, von eigentlich dann doch einem Tag auf den nächsten digital zu unterrichten“

… | …

„Das stellt sich für Nicht-Lehrer vielleicht gar nicht als Problem dar. Aber es ist eben ein Unterschied, ob ich in einer Klasse stehe und 30 Gesichter Eins-zu-eins vor mir habe, in die Augen gucken kann und Reaktionen ablesen kann, auf die Aufgaben, die ich stelle oder auf das Material, das die Schüler bearbeiten müssen. Oder ob ich das alles nicht habe, weil ich getrennt bin von den Schülern. Und ich habe mich wirklich auch erstmal ziemlich überfordert gefühlt mit der Maßgabe, dass wir Unterricht nach Stundenplan machen, dass ganz normal die Fächerabfolge eingehalten werden muss, dass es klare Unterrichtszeiten gibt.“

… | …

„Da ist mir das nochmal bewusster geworden, wie viel Glück wir eigentlich hatten mit der Vorbereitung, die mich zunächst überfordert hat. Und ich glaube, dass auch viele, viele andere, auch die Schüler – aber die dann relativ schnell – in so eine andere Form der Normalität überführt werden konnten.“

… | …

„Ich habe einen Zettel ausgehängt, alle Informationen werden jetzt per Mail geschickt“ […] „Das war der erste Schritt. Vor zwei Jahren oder zweieinhalb Jahren, ja, im Februar werden es drei. Das war aber eben erstmal nur der Versuch, mit den Kollegen auf dem schnellen Weg Informationen auszustauschen.“

… | …

„Wir arbeiten im gesamten Schulverwaltungsbereich mit allen elektronischen Möglichkeiten, die uns das Land zur Verfügung stellt. Und da gibt es recht leistungsstarke Programme“ […] „Das ist ‚WeBBschule‘ für die Notenverwaltung, Schülerdatenverwaltung, all sowas. Die sind geschützt, liegen auf geschützten Servern. Und wir haben ‚Untis‘ auch mit einem Messenger dabei. Die sind alle sicher zu bedienen und funktionieren gut, sind auch hinreichend stabil.“

… | …

Es ist „G Suite for education“ und zwar die kostenpflichtige Variante, weil die den Datenverkehr in Europa hält.

 

[…] „Das ist ein Komplettangebot verschiedener Tools, will ich sie mal nennen – oder Apps, wie man so sagt – und gibt die Möglichkeit, dass wir digitale Inhalte hochladen können. Schüler können sie runterladen, die können sie bearbeiten, können sie wieder hochbringen. Wir können sie kommentieren, es gibt Kalenderverwaltung, es gibt als Zugang eine Mail-Adresse

… | …

„Es bleiben trotzdem Graubereiche“ […] „Aber was Fakt ist, ist, dass es so stabil ist und so einfach, dass innerhalb kürzester Zeit nahezu alle Lehrkräfte in der Lage sind, es zu bedienen.“

… | …

Natürlich sei er sich der Gefahren bewusst, die ein Google-Produkt mit sich bringe

… | …

„Und mit diesen ganzen Zustimmungen zusammen haben wir ein Szenario entwickelt. Das haben wir einem Rechtsanwalt zur Prüfung gegeben“ […] „Aus dieser Prüfung heraus haben wir unsere eigene Nutzungen abgeleitet.“ Auf diese Weise lasse sich mit diesem Programm nahezu sicher arbeiten. „Wir erziehen die Schüler dazu, dass sie dort keine Klarnamen verwenden, sondern nur ihre Pseudonyme. Es gibt keine Leistungsbewertung und auch keine Leistungserhebung in dem ganzen System. Aber wir kriegen den Unterricht nach Hause.“

… | …

„Natürlich stimmt das, dass das eine Datenkrake [Software von Google] ist“, sagt er. „Aber wenn ich Schüler daran gewöhne, dass sie bei einer Software alles reinschreiben können, was sie wollen, weil es sowieso sicher ist, vermeintlich sicher ist, dann ignoriert das den Sachverhalt, dass manches Problem vor dem Computer sitzt und nicht drin. Und wenn wir unsere Schüler daran gewöhnen, dass sie extrem sparsam und extrem vorsichtig mit dem umgehen, was sie ins Netz stellen und im Netz kommunizieren, dann finde ich das schon ganz gut.“

… | …

„Die Lehrer haben gesagt, dass können sie sich vorstellen. Und dann habe ich so Listen gemacht, To-Do-Listen für Lehrer, für Schüler, für Eltern. Habe das an die Eltern kommuniziert, was wir brauchen. Dass wir, wenn die Schule geschlossen wird, arbeitsfähig sind. Das war noch vor dem Wochenende, und am Sonntag kam dann die Ansage, okay, Schule wird geschlossen. Sie haben zwei Tage Zeit zur Vorbereitung.“

 

Das seien dann die zwei Tage gewesen, in denen geprüft worden sei, ob alle Schüler mit Passwörten versorgt waren. „Haben alle einen Rechner, haben alle einen Internetzugang?“

… | …

Die Schülerinnen und Schüler haben, bis auf wenige Ausnahmen, bereits Computer und Internetzugänge. Bei einigen hilft die Schule aus. Sie leiht Geräte aus, hat ein funktionierendes System, mit dem auch Schülerinnen und Schüler mit schlechtem oder gar keinem Internet an den Lernstoff kommen.

 

Nach Angaben des Brandenburger Bildungsministeriums haben alle Schulen sogenannte Medienentwicklungspläne erarbeitet und in den letzten Monaten Lernmanagementsysteme entwickelt. Im Schuljahr 2020/2021 arbeiten von den rund 850 Schulen im Land 500 mit der Schulcloud Brandenburg.

… | …

„Wir haben im Shutdown angefangen, Musikfilme zu schneiden oder Videoprojekte zu machen. Und jetzt danach haben wir auch wieder angefangen. Oder wir haben noch ein kleineres Projekt gemacht mit einem Werbespot  – wir sollten einen eigenen Werbespot entwickeln. Und da ist das auch nochmal zur Geltung gekommen, das Schneiden und Audio, Tonaufnahmen und soetwas. Das nehme ich auf jeden Fall mit. Ich denke, dass ich das auch nochmal in Zukunft machen werde. In irgendeiner Form.“

… | …

„Ich gehe sowieso in Richtung Informatik, IT-Wirtschaftsinformatik“ […] „Bei Informatik allgemein geht es auch um das Programmieren, und das hatten wir auch jetzt im Shutdown. Das habe ich jetzt einfach noch weiterentwickelt.“ Er habe im Fach Informatik ein paar Webseiten gebaut. „Das mache ich jetzt auch noch, einfach, weil es mir Spaß macht.“ […] «

Annika Jensen  ::  Deutschlandfunk Kultur Länderreport  ::  30.11.2020  ::  Digitalisierung im Schulunterricht: Dieses Gymnasium ist für den Lockdown gewappnet  ::

Hören: mp3 direkt vom Deutschlandfunk abspielen:

Hören/Lesen: Webseite des Deutschlandfunks

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Wie soll ein Mensch das bloß ertragen?


Netflix: Pieces of a Woman (2020)

Regie: Kornél Mundruczó

Drehbuch: Kata Wéber

Hauptdarsteller: Vanessa Kirby, Shia LaBeouf, Ellen Burstyn

Genre: Drama

Filmstart: 07.01.2021

»Marthas Baby stirbt bei der Geburt. Der Film „Pieces of a Woman“ zeigt sie in all ihrem Leid, aber auch in ihrer Kraft. Martha findet ihren eigenen Weg aus dem Trauma.«, Deutschlandfunk Kultur, 07.01.21

Der Film ist sehenswert, die schauspielerische Leistung von Vanessa Kirby ist hervorragend, viele Filmkritiken sind leider nur oberflächlich. Um einen solchen Film zu rezensieren, muss man eine Ahnung davon bekommen, was es bedeutet, ein sehnlichst erwartetes Baby unmittelbar nach der Geburt zu verlieren.

Trauer kann ein Sprengsatz sein. Besonders, wenn das Paar unterschiedliche Trauerarbeit leistet. Er explodiert, sie implodiert. Da gibt es keinen Zugang mehr zueinander. Dazwischen ihre Mutter als Katalysator; diese Rolle behält sie bis zum Schluss. Fast möchte ich schreiben, ihr, der Trauernden, zum Glück.

Hier einige Schnipsel unterschiedlicher Rezensenten:

»Vanessa Kirby »verleiht ihrer Martha eine grundsätzliche Beherrschtheit – und macht sie so viel interessanter. Ihre Martha erweist sich als eine Frau, die ihre Emotionen nie überflüssig nach außen trägt – was nicht bedeutet, dass sie nicht selbst unter deren Wucht fast zerbricht. Die Gratwanderung zwischen Euphorie und Absturz, die am Anfang von Pieces of a Woman so fesselt, setzt Kirby in ihrer Figur auf stille Weise fort. Allein ihretwegen lohnt sich der Film.«, DIE ZEIT, 05.01.21«

»Diesem Film gelingt die Quadratur des Kreises: Trotz des tragischen Themas entwickelt er eine überraschende und auch schöne Kraft. Denn seine Heldin versucht, ihren ureigenen Weg durch das Trauma zu finden.«, Deutschlandfunk Kultur, 07.01.21

»Zu filmischem Leben [die Geschichte war zuerst ein Theaterstück] erwacht der Film jedoch nicht als wortreiche Zimmerschlacht, sondern dank seiner elegischen Wachsamkeit. Es sind die verschwiegenen Momente, in denen das Gewicht des Schmerzes spürbar wird.«, epdFilm, 23.12.20

»Bis zum Schluss wird Martha mit ihrer Art der Trauerarbeit für überraschende Wendungen sorgen und dabei wieder zu sich finden. Nicht nur sie, auch wir sehen alles mit neuen Augen.«, taz, 06.01.21

» »PIECES OF A WOMAN« hält eine heikle Balance zwischen Über- und Unterwältigung. Die eingangs zitierten, schwerlastigen Metaphern schultert er erstaunlich leicht. Am 3. April ist die Brücke fertig [die parallel zu den Ereignissen über den Boston River gebaut wird], und zwei Hände berühren einander, von denen man es nicht erwartet hätte. «, epdFilm, 23.12.20


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Willkommen.

» passwort

jeder mensch
ein verwunschener turm
von sich selber
hinter schloss und riegel gebracht
bewegungsmelder lösen alarm aus
komm mir nicht zu nah
unübersehbar das warnschild
vorsicht bissiger mensch
keine brechstange
kein raffinierter dietrich
nur ein schlüsselwort
zärtlich gesprochen
DU

vielleicht entriegele ich
die sperrkette der angst
und aus dem spaltbreit
ein leises willkommen «

Andreas Knapp, aus „Trau dich, es ist dein Leben – Die Kunst, mutig zu sein.“ von Melanie Wolfers, erschienen 2018 im ‚bene! Verlag‘, Rezension: Nur Mut! (psychologie-heute.de)

 


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Keinesfalls verpassen!

17 gewonnene Filmpreise [s. IMDb] u.a. für den besten Dokumentarfilm.

Ein rumänischer Musik-Club geht 2015 in Flammen auf, der aufgrund seiner Sicherheitsmängel nie hätte öffnen dürfen. Korruption machte es möglich.

Es sterben 27 Besucher des Musik-Clubs.

Die Brandopfer werden in Kliniken eingewiesen, in denen es vor multiresistenten Keimen nur so wimmelte. Weil die Desinfektionsmittel verdünnt wurden. Sie wurden so verdünnt und falsch etikettiert im Ausland zu Wucher-Preisen gekauft von den dafür Zuständigen im Krankenhaus. Sie waren korrupt und bekamen dafür Geld vom Hersteller der Desinfektionsmittel, der diese zuvor an seine Scheinfirma im Ausland zu Dumping-Preisen verkaufte. Die Differenz strich der Hersteller einerseits als überhöhten Gewinn ein, andererseits schmierte er davon die Käufer. Landesweit.

In den Krankenhäusern sterben danach noch weitere 37 Besucher des Musik-Clubs; u.a. an Vernachlässigung in der Pflege, durch Verweigerung der Verlegung in geeignetere Krankenhäuser und an multiresistenten Keimen (aus offenen Brand-Wunden kriechen Maden/Würmer).

Kontrollen? Fehlanzeige. Europa im 21. Jahrhundert.

Nachdem eine Sport-Zeitung die Skandale aufdeckte, starb der Hersteller unter mysteriösen Umständen (offiziell: Selbstmord durch Auto-Unfall), die rumänische Regierung wurde gestürzt, der neue Gesundheitsminister ließ den Dokumentarfilmer an seiner Seite filmen.

„Ein explosiver Dokumentarfilm über die unerträglichen Lügen und die tödliche Korruption nach einem Brand in einem Bukarester Nachtclub.“ schreibt der MDR

„Selten zuvor wurde die Rolle des Journalismus im Aufdecken von Korruption so überzeugend dramatisch dargestellt wie in Kollektiv in dem Alexander Nanau die Ermittlungen in Echtzeit begleitet.“ schreibt das Toronto International Film Festival.

„Man erfährt Dinge […], die man nie wissen wollte.“ schreibt epdFilm, und weiter „das ist echter Stoff zum Fürchten“, „dieser bis ins Mark erschütternde Film, bei dem man den Blick aber kaum mehr abwenden kann, [wurde] gerade erst bei den europäischen Filmpreisen als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet“.

Nach dem Film fing ich an, zu überlegen, ob und wie so etwas in Deutschland möglich wäre.
[Bereits 1987 schrieb der ehemalige Chef-Reporter des Bayerischen Rundfunks, Dagobert Lindlau, über „Der Mob: Recherchen zum organisierten Verbrechen“. Schon damals infiltrierte die Organisierte Kriminalität (OK) Deutschland und Behörden schauten weg oder waren hilflos.]

Hier der Link zum Direkt-Streamen in der Mediathek des MDR: https://odgeomdr-a.akamaihd.net/mp4dyn2/1/FCMS-1ba09433-0828-4b26-a215-0632fa06674b-be7c2950aac6_1b.mp4

Hier Link zur Webseite des MDR: https://www.mdr.de/tv/programm/sendung907632.html

Hier der Link zum Streaming-Tipp von epdFilm: https://www.epd-film.de/tipps/2020/streaming-tipp-collective


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Aktuellster Tagesreport des RKI mit den Daten des DIVI-Intensivregisters (vom 05.01.21/17.12.20/01.11.20)

05.01.21

17.12.20

01.11.20

Klick aufs Bild vergrößert es.

15.11.20
» […] Tatsächlich steigen die DIVI-Zahlen seit Oktober massiv an und sind mit aktuell 3325 intensivmedizinsch behandelten Covid-19-Patienten auf einem historischen Höchststand. Betrachtet man jedoch die Anstiegsdynamik der vergangenen vier Wochen, kann von dem mehr oder weniger exponentiellen Wachstum vor dem 4.11. derzeit keine Rede mehr sein. (Die Aufnahme von ITS-Patienten aus Nachbarländern bringt bisher übrigens keine nennenswerte Statistik-Verfälschung). […] Aber selbst wenn die Wachstumsverlangsamung nicht fortschreitet: Nehmen wir den Durchschnitt der letzten vier Wochen (täglicher ITS-Bedarfszuwachs: 90 Plätze) als Kennzahl und rechnen dies bis Ende November (noch 16 Tage) hoch, ergibt sich bis dahin ein zusätzlichen Bedarf von 1.440 ITS-Plätzen (16 x 90 = 1.440). Das ist nur etwa die Hälfte des Spahn-Szenarios.

Es ist dennoch keine Frage: Bei derzeit 5500 freien Intensivbetten (Kinder-Intensivbetten nicht eingerechnet) und den bereits berichteten lokalen Engpässen, kann man sich mit Blick auf den kommenden Winter nicht entspannt zurücklehnen.

Eine rein hypothetische und angesichts der deutschlandweiten Verteilungsproblematik auch sehr theoretische Rechnung: Würde die Zahl der belegten Covid-19-Intensivbetten weiterhin täglich um 90 wachsen, wären die aktuell 5500 freien Plätze nach 61 Tagen, also Mitte Januar, belegt. Dann bliebe nur noch die Notfallreserve (11.820 ITS-Plätze), hinter deren Aktivierung aufgrund von Personalengpässen ein großes Fragezeichen steht. […] «
https://www.heise.de/tp/features/Zu-Weihnachten-bitte-keine-Massnahmenpakete-4960518.html?seite=all

https://www.intensivregister.de/#/reporting


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» Introvertierte gehen vom Guten im Menschen aus. …

…  Das heißt nicht, dass sie anderen Menschen früh vertrauen, aber sie gehen eher davon aus, dass andere Menschen gute Absichten verfolgen. «

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Während die Bevölkerung durch Maskentragen, Abstandhalten und Händewaschen abgelenkt ist, wird …

» […] Die Bundeswehr hat laut Berichten ihre diesjährige Atomkriegsübung begonnen. Demnach trainiert in dieser Woche die Luftwaffe im Rahmen des Manövers „Steadfast Noon“ die Abläufe, die durchgeführt werden müssen, wenn deutsche Piloten im Rahmen der sogenannten Nuklearen Teilhabe US-Atombomben abwerfen. „Steadfast Noon“ findet jedes Jahr im Herbst statt. Dieses Jahr ist unter anderem der Fliegerhorst Nörvenich unweit Köln eingebunden, der als Ausweichstandort für die 20 auf dem Fliegerhorst Büchel (Eifel) eingelagerten US-Atombomben vorgesehen ist. In Büchel findet gleichzeitig ein zweites Manöver statt, bei dem es darum geht, „wichtige Infrastruktur vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen“. Sowohl die dortigen Kernwaffen wie auch die Kampfjets, die sie abwerfen können, sollen für Milliardensummen modernisiert werden; die neuen Atombomben vom Typ B61-12 können zudem mit geringerer Sprengkraft eingesetzt werden, was die Hemmschwelle zum Nuklearkrieg senkt. Berichten zufolge ist in NATO-Dokumenten von „nuklearen Erstschlägen“ die Rede.

… | …

Manöver der Serie „Steadfast Noon“ werden jedes Jahr üblicherweise im Oktober durchgeführt. Ziel ist es, die sogenannte „nukleare Teilhabe“ zu trainieren. Diese sieht vor, dass deutsche Piloten mit deutschen Kampfjets bei Bedarf US-Atombomben an ihr Einsatzziel transportieren und sie dort abwerfen. Dazu sind rund 20 US-Atombomben auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert. […] Demnach ist dieses Jahr auch der Fliegerhorst Nörvenich südwestlich von Köln Schauplatz des Manövers. In Nörvenich ist ein Lagerungssystem für die US-Bomben vorhanden; es ist, soweit bekannt, gegenwärtig nicht bestückt, dient aber für den Ernstfall als Ausweichstandort für die Bomben aus Büchel.

… | …

Die internationale Beteiligung ist auch […] von Interesse, als je 20 US-Atombomben, wie es in Fachkreisen heißt, außer in Büchel auch auf Militärflugplätzen in Belgien (Kleine Brogel), in den Niederlanden (Volkel) und in Italien (Ghedi, Aviano) stationiert sind.4 50 US-Atombomben sollen zudem auf der Luftwaffenbasis Incirlik in der Türkei gelagert sein […] Dabei trainieren zwei Flugabwehrraketengruppen der Bundeswehr, „wichtige Infrastruktur vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen“ – ein Hinweis darauf, dass die US-Bombenlager im Kriegsfall ein mögliches Ziel feindlicher Streitkräfte sind.

… | …

die Regierungen in Berlin und in Washington [bereiten] seit geraumer Zeit die Modernisierung des in Büchel eingelagerten Atomarsenals vor. […] Dazu ist die Beschaffung von US-amerikanischen F-18 (Boeing) geplant. […] Darüber hinaus will Washington die alten Atombomben des Typs B61 durch neue vom Typ B61-12 ersetzen. […] sie [können] mit vergleichsweise niedriger Sprengwirkung eingesetzt werden […] Das Argument, sie hätten einen vergleichsweise geringen nuklearen Fallout, droht die Hemmschwelle zum Nuklearkrieg erheblich zu senken.

… | …

die aktuelle, am 2. Februar 2018 veröffentlichte US-Nuklearstrategie („Nuclear Posture Review“) [verlangt] die Fähigkeit zum Führen eines angeblich begrenzten Nuklearkriegs mit Atombomben von vergleichsweise niedriger Sprengkraft

… | …

Wie es heißt, hat die NATO ihre Vorbereitungen auf einen möglichen Atomkrieg ebenfalls jüngst intensiviert. […] „konventionelle Verteidigung und nukleare Abschreckung“ seien nicht mehr, „wie bisher in der Nato üblich“, voneinander zu trennen; man müsse künftig „beides gemeinsam“ bedenken. […] die NATO-Verteidigungsminister hätten […] einem weiteren […] Papier zugestimmt, das vom NATO-Oberbefehlshaber in Europa (Supreme Allied Commander Europe, Saceur), US-General Tod D. Walters, erstellt worden sei und sich gegen Bedrohungen im gesamten Operationsraum – zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Cyber- und im Weltraum – wende: mit allen „defensiven und offensiven Fähigkeiten“ der NATO „von der Raketenabwehr bis zu nuklearen Erstschlägen“. […] «

German Foreign Policy  ::  Lebenshaus Schwäbische Alb  ::  14.10.2020  ::  Die Atomkriegsübung der Bundeswehr – Die Bundeswehr führt diese Woche ihr jährliches Nuklearmanöver durch. US-Umstellung auf „Mini-Nukes“ erhöht Atomkriegsgefahr.  ::  https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013261.html

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Nightmares.

Seit Stunden wälzt er sich von einer Seite zur anderen.

So wie jede Nacht.

Er kann wieder nicht schlafen.

 

Die Vergangenheit backt an seiner Seele wie Pech und Schwefel.

Wieso hat es ihn getroffen – was hat er falsch gemacht – was macht er heute falsch?

Er sorgt sich um das, was kommen mag oder, besser, was fehlte.

Mitten im Gedankenkarussell dringt Glassplittern aus dem Hof, und kurz darauf ein Zetermordio aus der Nachbarwohnung an sein Ohr.

Der türkische Ehemann der syrischen Flüchtlingsfrau, gemeinsam haben sie ein Baby und ein Kleinkind, ist wieder mal volltrunken nach Hause gekommen.

Er steht auf, geht ans Fenster und erkennt im Schein des Vollmondes eine Blutlache im Hof.

Schreien, Kinder- und Baby-Weinen, Türenknallen; die Nachbarsfrau verlässt, mit dem Baby auf dem Arm und dem Kleinkind an der Hand, fluchtartig die Wohnung und das Haus – er dreht sich zur Seite, schließt die Augen und weint bitterlich in sein Kissen, weichmütig wie er ist.


Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.


Ein Blog-Beitrag zu: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/01/03/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-01-02-21-wortspende-von-ludwig-zeidler/

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