The Virtues | arte Mini-Serie

3,5 Stunden, die es in sich haben. Wuchtige 3,5 Stunden. Ein Drehbuch ganz nach meinem Geschmack. Beim Schauen stellten sich mir immer wieder Fragen, die kurz darauf beantwortet wurden. In Nebensätzen, in kurzen Rückblenden, in Blicken, in Gesten – und die Antworten trafen mich oft mit Vehemenz. Über die Handlung möchte ich nicht viel erzählen, es würde zu sehr spoilern; das, was bei arte steht, muss genügen. Neben dem hervorragenden Drehbuch ist es die Schauspielerführung des Regisseurs (und Drehbuchautors), dem es gelang, dass die ebenso hervorragenden SchauspielerInnen ihre Rollen nicht spielen, sondern sie ausleben. Bis in die Nebenrollen. Stephen Graham hat seinen Preis für den besten Schauspieler verdient. Trigger-Warnung an alle Menschen, die labil sind. Die vierte und letzte Folge ist grandios inszeniert und es bleibt bis zur letzten Minute offen, ob es gut oder schlecht ausgeht. Selten sind 3,5 Fernseh-Stunden so schnell vergangen. Ich habe der Mini-Serie bei imdb.com 10 von 10 Sternen gegeben, mein Prädikat: hervorragend.

arte-Übersichts-Seite: https://www.arte.tv/de/videos/RC-019896/the-virtues/ [noch bis 11.08.21 in der Mediathek]

Die Serie ist in Originalsprache und untertitelt und dass ist eine gute Entscheidung. Kein Synchronsprecher hätte die Emotionen in der Phrasierung transportieren können. Den Untertiteln ist gut zu folgen.

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Dickicht. | abc.etüden

Julian fährt täglich seine Runden mit dem neuen Mountainbike.

Dabei erweitert er Stück um Stück seine Reichweite.

Am Stadtrand gibt es ein großes, dunkles Dickicht mit Bäumen und Sträuchern, zwischen ihnen Trampelpfade – eine Industrie-Brache.
Ideal um die Geländegängigkeit seines Mountainbikes zu testen.


Er fährt an den Rand des Dikichts, es ist ihm ein wenig mulmig zumute, er kann nicht in die bedrohlich wirkende Dunkelheit hineinsehen, keine Geräusche dringen nach außen und doch vernimmt sein inneres Ohr krächzen, rascheln und den Ruf eines Käuzchens.

Er setzt zehn Meter zurück, nimmt all seinen Mut zusammen, und Anlauf – verwegen stürzt er sich mit seinem Rad auf den Trampelpfad zwischen den Büschen.

Nach einer halben Stunde des Hin- und Her, Kreuz- und Quer-Fahrens erregt etwas Buntes zwischen den Sträuchern seine Aufmerksamkeit, er hält an, geht langsam hin, und entdeckt etwas Zusammengeknülltes, eine Decke vielleicht.

Er bückt sich, faltet die durchfeuchtete, modrig riechende Decke auseinander – und erstarrt zur Salzsäule: aus dem Inneren purzeln ihm viele kleine Knochen und ein kleiner Schädel entgegen. –


Eine Stunde später ist das Dickicht mit Trassierband weiträumig abgesperrt und die Spurensicherung geht ihrer Routine nach.
Was dort liegt, ist die fast skelettierte Leiche eines Säuglings, die dort zwischen ein und zwei Jahren lag, die Decke war eine bunt karierte Picknickdecke 1,75mx1,35m, die Kripo wird die Herkunft recherchieren, es war KiK-Massenware aus dem vorvorletzten Jahr, die Kindsmutter wird, trotz XY-Fahndung, nie ermittelt werden.


Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2021/06/06/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-23-24-21-wortspende-von-nellindreams/  |  Christiane  |  nellindreams | abc.etüden


Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

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„Auf der Suche nach jener sanften Stimme, die nachts mit mir spricht. Ich kann es kaum erwarten, zärtlich umarmt zu werden und nicht mehr losgelassen zu werden.“

Phil Collins: You can’t hurry love | Single | 27.11.1982

» Ich brauche die Liebe, damit es mir wieder besser geht.
Es ist an der Zeit,
dass ich jemanden finde, der für mich bestimmt ist.
Aber meine Mama hat gesagt:

Liebe kann man nicht erzwingen.
Nein, du musst Geduld haben!
Sie sagte, dass man für die Liebe etwas tun müsse.
Es sei ein Geben und Nehmen.
Liebe kann man nicht erzwingen.
Nein, du musst Geduld haben!
Du musst nur fest daran glauben, dass alles gut wird.
Es spielt keine Rolle, wie lange es dauert.

Aber wie viel Liebeskummer muss ich noch durchstehen,
bevor ich eine Liebe finde, die das Leben wieder lebenswert macht?
Das einzige, das mich momentan optimistisch stimmt –
obwohl ich mich eigentlich ziemlich kraftlos fühle –
sind die Worte meine Mutter, die mir noch in Erinnerung sind:


Wie lange muss ich noch warten?
Wie lange halte ich es noch aus,
bevor ich an der Einsamkeit zerbreche?

Ich finde die Einsamkeit einfach unerträglich.
Ich kann es kaum noch erwarten, endlich jemanden zu haben.
Aber immer wenn ich kurz davor bin zu resignieren,
fallen mir die wertvollen Ratschläge meiner Mama ein:

Nein, für die Liebe muss man tatsächlich etwas tun.
Aber ich werde weiter warten,
auf der Suche nach jener sanften Stimme,
die nachts mit mir spricht.
Ich kann es kaum erwarten, zärtlich umarmt zu werden
und nicht mehr losgelassen zu werden.
Ich werde warten,
weiterhin,
bis es soweit ist.
Aber es fällt mir nicht leicht, keineswegs.
Es ist wirklich nicht leicht.

Aber Mama hat ja gesagt:
«


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„In 15 Jahren dürfen demnach keine Kohle- oder auch Gaskraftwerke mehr CO2 in die Luft blasen. Autos gibt es nur noch ohne Verbrennungsmotor, Häuser werden energetisch saniert, so dass sie kaum noch Heizenergie brauchen, und die Landwirtschaft wird klimaverträglich, was unter anderem eine drastische Senkung des Fleischkonsums bedeuten würde.“

Georg Ehring :: Deutschlanfunk Hintergrund :: 05.10.2020 :: CO2-Speicherung: Wie wir das Klima reparieren könnten – vielleicht

» […] „Wenn wir so weitermachen, wie bisher? Sehen Sie die Spitze von der Quadriga? Bis dahin geht das Wasser, wenn alle Pole geschmolzen sind.“
… | …
„Wir wissen seit über 30 Jahren, dass dringender Handlungsbedarf ist. Und die Schritte, die wir machen, sind allenfalls winzige Schritte, wenn es nicht Rückschritte sind.“
… | …
Weil ärmere Länder es da vermutlich schwerer haben, müssen die Industrienationen eine Vorreiterrolle übernehmen
… | …
„ […] In Deutschland sagen wir eigentlich, an 2035 geht eigentlich nichts vorbei, wenn wir verantwortungsvoll handeln möchten.“

In 15 Jahren dürfen demnach keine Kohle- oder auch Gaskraftwerke mehr CO2 in die Luft blasen. Autos gibt es nur noch ohne Verbrennungsmotor, Häuser werden energetisch saniert, so dass sie kaum noch Heizenergie brauchen, und die Landwirtschaft wird klimaverträglich, was unter anderem eine drastische Senkung des Fleischkonsums bedeuten würde.

„Das ist zwar superschwierig, das ist ein Riesen-Kraftakt, aber eigentlich führt da kein Weg dran vorbei.“
… | …
Ohne schnelle Erfolge im Klimaschutz werden Hitzewellen und Dürren noch häufiger, Wirbelstürme noch verheerender, Überschwemmungen extremer und der Anstieg des Meeresspiegels wird sich beschleunigen.
… | …
„ […] Alles, was die deutsche Bundesregierung bislang auf den Tisch gelegt hat, reicht nicht aus für einen fairen Beitrag Deutschlands zum Erreichen der Pariser Klimaziele.“
… | …
„Wir haben Anlagen gebaut und diese Anlagen filtern das CO2 direkt aus der Luft. Eine Anlage können Sie sich so vorstellen, dass wir Filterboxen haben. Das sind Metallkästen, die auf beiden Seiten eine Öffnung haben, wo wir die Luft durchziehen. Und die Luft wird dann durch ein Filtermaterial gezogen, und dieses Filtermaterial entnimmt der Luft dann das CO2.“
… | …
Das Kohlendioxid lässt sich entweder nutzen oder im Boden lagern, um es dauerhaft von der Atmosphäre fernzuhalten.
… | …
Knapp 600 bis unter 1.000 Euro kostet die Entnahme einer Tonne CO2 aus der Luft mit der Technik von Climeworks derzeit. […] Langfristig strebt die Firma an, auf weniger als 100 Euro pro Tonne zu kommen.
… | …
„Die einfachste ist Aufforsten. Die Bäume wachsen, binden über Photosynthese CO2. Irgendwann wachsen sie nicht mehr, also sagen wir mal nach 100 Jahren, je nachdem über welche Baumbestände wir reden, wachsen sie nicht mehr. Aber: Ich habe CO2 im Baum, im Wald gebunden, allerdings möglicherweise nicht stabil, weil der könnte ja abbrennen oder es gibt Krankheiten.“

die Welt [ist] heute von einer Vermehrung ihrer Waldbestände weit entfernt. Gerade in den Tropen wird in gewaltigem Umfang Wald abgeholzt, was die Erderwärmung noch zusätzlich anheizt.
… | …
Möglich wäre etwa der Bau von Kraftwerken, die Biomasse verbrennen, also Holz oder Pflanzenreste. Das entstehende CO2 müsste abgeschieden und eingelagert werden. Das Kohlendioxid, das die Pflanzen für ihr Wachstum aufgenommen haben, würde auf diese Weise dauerhaft verschwinden.
… | …
„Die Speichermöglichkeiten bestehen einerseits in den tiefen Salzwasser führenden Schichten, die eine recht weite Verbreitung haben, wo wir auch sehr große Speicherkapazitäten erwarten würden, aber wo die Unsicherheiten auch groß sind, weil diese bisher nicht erkundet wurden. Auf der anderen Seite haben wir Erdgasfelder, die zum Teil weitgehend erschöpft sind und die geförderte Erdgasmenge ist bekannt und dort kann man die Speicherkapazitäten verlässlicher abschätzen, und allein in den Erdgaslagerstätten in Deutschland, da könnten wir zweieinhalb Gigatonnen CO2 speichern.“

Das ist etwa so viel, wie Deutschland derzeit in drei Jahren ausstößt.
… | …
„Wir haben natürliche CO2-Lagerstätten auch in Deutschland, in denen dieses CO2 seit zehn bis 20 Millionen Jahren in der Erde ist. Aber für Klimaschutzzwecke reicht es wahrscheinlich, wenn wir sagen können: Der größte Teil des CO2 wird zehntausend Jahre im Boden bleiben, und wenn er dann nur langsam entweicht, können die natürlichen Kohlenstoffsenken das CO2, das entweichen würde, auch wieder aufnehmen.“
… | …
Bürgerinitiativen wehrten sich gegen Endlager für CO2.
… | …
Unkonventionelle Techniken im Klimaschutz werden gebraucht.
… | …
„Eine Möglichkeit wäre, dass die Länder, die einen größeren Anteil an der Verursachung des Klimawandels haben, die mehr Treibhausgase ausgestoßen haben und noch ausstoßen werden, auch für einen größeren Teil ihrer Beseitigung aufkommen müssen. Die andere Möglichkeit wäre, dass wir auf den Reichtum der Länder schauen. Die Reicheren müssten dann einen größeren Teil der Lasten tragen.“
… | …
„Es ist ziemlich klar, dass die großen Emittenten, also China, die USA und die EU, moralisch zum großen Teil für die Entfernung des CO2 aus der Luft in diesem Jahrhundert verantwortlich sind, zumindest solange sie nicht sehr viel mehr für den Klimaschutz tun.“
… | …
„Die Anrechnung von CO2-Speicherfunktionen von Wäldern und Böden reicht nicht aus, es kann den Umbau der Wirtschaft nicht ersetzen. Es ist auch keine Ergänzung, denn gerade wegen der Klimakrise nimmt diese CO2-Speicherfunktion von Wäldern weltweit ab. Weltweit stehen die Wälder in Flammen, sie ächzen unter der Klimakrise. Der Waldschutz ist wichtig, aber die Emissionen müssen auch real sinken.“
… | …
„Also, CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ist eine Reparaturtechnik, in gewisser Weise. Technisch effizienter und sinnvoller ist es natürlich, sie gar nicht erst zu emittieren. Das ist vielleicht der erste zentrale Punkt. Wenn Sie sie aber nun emittiert haben, weil es nicht anders geht – Landwirtschaft, Prozessemissionen aus der Industrie sind da ein Sorgenkind – dann muss man irgendwann tatsächlich darüber reden, wie man im Zweifelsfall auch aus der Atmosphäre diese Emissionen wieder entfernt. Dazu gibt es einige Forschungen auch im Ausland. Und im Grundsatz ist das richtig und gut, dass das beforscht wird.“
… | …
„Was aber nicht passieren darf, und den Eindruck haben wir manchmal, dass wir das als Alternative diskutieren. Es ist keine Alternative, sondern es ist etwas, was obendrauf kommt, wenn wir mit der Minderung der Treibhausgasemissionen nicht dort hinkommen, wo wir hinmüssen, nämlich ganz nah an die Treibhausgasneutralität dran. Tatsächlich ist aber immer erst mal an der Quelle anzusetzen und hinterher die Reparatur vorzunehmen. So würde ich das zusammenfassen.“
… | …
„Wir haben ja die Debatte auch bei der Atomkraft immer wieder gehabt. Es wurde erzählt, wie sicher das Ganze sei, wie sicher die Endlagerung sei. Und beim CCS gibt es ähnliche Problematiken. Man weiß nicht, wie das aus Gesteinsschichten entweichen kann, man weiß nicht, welche tektonischen Verschiebungen es geben kann und ähnliche Sachen. Das heißt: Es soll ja da langfristig gespeichert werden, aber genauso wie bei der Atomkraft bezweifeln wir auch hier, dass es da so etwas gibt wie eine sichere Endlagerung.“
… | …
„Die CO2-Entnahme aus der Luft, aber auch die CO2-Speicherung, sind vielleicht keine Alternativen zum aktuellen Klimaschutz. Wir müssen weiterhin natürlich die Reduktion von Treibhausgasen in den Vordergrund rücken, aber sie sind eine notwendige Ergänzung, wenn wir wirklich Klimaneutralität, CO2-Neutralität, Treibhausgasneutralität, umsetzen wollen.“
[…] «

Georg Ehring  ::  Deutschlanfunk Hintergrund  ::  05.10.2020  ::  CO2-Speicherung: Wie wir das Klima reparieren könnten – vielleicht  ::  https://www.deutschlandfunk.de/co2-speicherung-wie-wir-das-klima-reparieren-koennten.724.de.html?dram:article_id=485277


Sollte sich der Urheber des hier verlinkten und zitierten Artikels durch das Posten dieser Verlinkung oder dem ganz oder teilweisen Zitieren aus dem verlinkten Artikel in seinem Urheberrecht verletzt fühlen, bitte ich um einen kurzen Kommentar und einen Beleg der Urheberschaft. Das Beanstandete wird dann unverzüglich entfernt. Ich möchte, durch die Zitate, meine LeserInnen motivieren, den vollständigen Artikel des Urhebers zu lesen. | Eventuelle Werbung in optischer Nähe zu diesem Artikel stammt nicht von mir, sondern vom Social-Media-Hoster. Ich sehe diese Werbung nicht und bin nicht am Verdienst oder Gewinn beteiligt.
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„Everybody stutters one way or the other.“

» Ski-bi da ba dibby du da ba dibby (unhörbar) tun

Jeder stottert in die eine oder andere Richtung.
Also schau dir meine Nachricht an dich an.
Lassen Sie sich nicht von nichts aufhalten.
Wenn der Scatman es kann, Bruder, dann kannst du es auch.

Alle sagen, dass der Scatman stottert.
Aber stottert nie, wenn er singt.
Aber was du nicht weißt, werde ich dir jetzt gleich sagen.
Dass das Stottern und der Scat das Gleiche für dich ist.
Ich bin der Scatman.
Wo ist der Scatman?
Ich bin der Scatman.

Warum sollten wir uns in der Politik der Heiden wohlfühlen?
Wer würde versuchen, die Jahreszeiten zu ändern, wenn er könnte?
Der Zustand der Gegegebenheit beleidigt meine Intuitionen.
Und es macht mich nur verrückt und ein Herz wie Holz.

Ich bin der Scatman, wiederhole mich nach mir
Es ist ein scoobie oobie doobie, scoobie doobie melodie
Ich bin der Scatman, singe mit mir zusammen
Es ist ein scoobie oobie doobie, scoobie doobie melodie

Ich höre, ihr fragt euch alle, was Scat bedeutet.
Nun, ich bin der Professor und alles, was ich Ihnen sagen kann, ist.
Während du noch schläfst, weinen die Heiligen immer noch.
Dinge, die man tot nennt, hatten noch nicht die Chance, geboren zu werden.

Scatman John: Scatman (Extended Radio Version) | Single | 01.02.1995

Ski-bi dibby dib yo da dub dub
Yo da dub dub
Ski-bi dibby dib yo da dub dub
Yo da dub dub
(Ich bin der Scatman)
Ski-bi dibby dib yo da dub dub
Yo da dub dub
Ski-bi dibby dib yo da dub dub
Yo da dub dub

Ba-da-ba-da-ba-be bop bop bodda bope
Bop ba bodda bope
Sei bop ba bodda bope
Bop ba bodda
Ba-da-ba-da-ba-be bop ba bodda bope
Bop ba bodda bope
Sei bop ba bodda bope
Bop ba bodda bope «

Übersetzt mit DeepL.com


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„Unser Haus brennt. Wann endlich bestellen wir die Feuerwehr?“

» […] „Der Rauch der Waldbrände in Kalifornien zog in der Erdatmosphäre bis nach Deutschland … Das abendliche Schauspiel [die besonders kräftig strahlenden Sonnenuntergänge] erinnert daran, warum die steigenden Temperaturen den Wasserkreislauf der Erde verändern und Wälder häufiger brennen. Und es zeigt uns, dass der Ausstoß von CO2 ein globales Problem ist. Eine Prüfung für die gesamte Menschheit“.
… | …
In Kalifornien hat sich das Feuer der Waldbrände inzwischen auf eine Fläche von 3.400 Quadratkilometer ausgebreitet. Aber auch in Nordsibirien brennen seit Wochen 1.4 Millionen Hektar Wald, noch mehr sind es in Zentralafrika und in Südostasien.
… | …
Seit über 30 Jahren diskutiert die Welt die Probleme der Klimaerhitzung.
… | …
Es brennt jetzt. Das heißt konkret und praktisch:
•            Jetzt muss die CO2-Steuer von 25 Euro je Tonne deutlich erhöht werden,
•            jetzt müssen die Milliarden-Subventionen für klimaschädliches Wirtschaften und Verhalten gestrichen werden,
•            jetzt mit dem neuen EEG (Erneuerbares Energien-Gesetz) muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien um das Vierfache beschleunigt werden
•            jetzt muss der Kohleausstieg begonnen und bis 2030 abgeschlossen werden
•            jetzt müssen die Grenzwerte für Autoabgase von 90 auf 75 Gramm pro Tonne CO2 gesenkt werden. Verbrenner sind Oldtimer. Die Zukunft fährt elektrisch.
… | …
Die Klimaerhitzung ist die Katastrophe des 21. Jahrhunderts. Und sie betrifft die ganze Welt. Rekordhitze und Rekord-Dürreperioden bereiten den Bränden den Weg. Die Welt erlebt jetzt erstmals den Klimawandel live.
… | …
Die Milliarden-Programme zur Überwindung der Corona-Krise müssen primär mit Wumms in nachhaltiges Wirtschaften und in Klimaschutz gesteckt werden. Die Techniken hierfür sind längst parat. Was Elon Musk oder die chinesischen Autobauer können, müsste doch die deutsche Automobilwirtschaft auch hinkriegen.
… | …
möglichst viele Fridays-for-Future-Leute müssen 2021 für den Deutschen Bundestag kandidieren. Für eine Klimapolitik, die endlich diesen Namen verdient, brauchen wir beides: Eine starke außerparlamentarische Bewegung auf den Straßen und möglichst viele Klimapolitiker im nächsten Bundestag. Politik wird
[…] «

Franz Alt  ::  Lebenshaus Schwäbische Alb  ::  21.09.2020  ::  Franz Alt: Unser Haus brennt – Klimawandel live  ::  https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013207.html


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Give me, give me your time.

Krassimir Avramov: Illusion  |  Album: Eurovision Song Contest: Moscow 2009  |  12.05.2009


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Klimaneutral, aber wie? Deutsches Klima-Konsortium schlägt Maßnahmen vor | Deutschlandfunk Forschung aktuell

Volker Mrasek | Deutschlandfunk Forschung aktuell | 31.05.2021 | Klimaneutral, aber wie? Deutsches Klima-Konsortium schlägt Maßnahmen vor | https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=929812


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Es braucht einen kollektiven Lernprozess – Lernen aus Fehlern – um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen zu können.

» […] Eine Kultur, in der alle alles richtig zu machen behaupten, kann entweder nur tief zerstritten oder komplett anästhesiert sein, beides ist unproduktiv. Besonders dann, wenn die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts darin besteht, unseren wirtschaftlichen Stoffwechsel auf ein anderes, nicht zerstörerisches Wirtschaftssystem zu bauen, aber niemand weiß, wie das gehen soll.

Es ist eine Lebenslüge der Wachstumswirtschaft, dass mit der sogenannten Dekarbonisierung die Probleme schon gelöst seien – wenn der Umfang des Stoffwechsels weiter wächst, wächst auch die Zerstörung weiter.
Wie aber eine natural befriedete Wirtschaft und Gesellschaft aussieht, mit der wir durch das 21. Jahrhundert kommen, weiß kein Mensch.
Um das wissen zu können, braucht es einen kollektiven Lernprozess, der vor allem durch Lernen aus Fehlern vorangetrieben werden kann.

Das autonom fahrende Auto: ein Fehler, weil es den Individualverkehr fortschreibt.

Die Digitalisierung von Infrastrukturen: ein Fehler, weil es die Verletzlichkeit der Infrastrukturen erhöht.

Die Externalisierung von Kosten: ein Fehler, weil es andere für die Zerstörungen aufkommen lässt, von denen man selbst profitiert.

Das Streben nach Kosteneffizienz: ein Fehler, weil das Resilienz verhindert.

Die Homogenisierung von Kultur: ein Fehler, weil es die größte soziale Produktivkraft, nämlich Differenz, zerstört.
[…] «

  • Harald Welzer, tazFUTURZWEI, Aus A folgt, dass A falsch war – Warum Fehler gut sind, 08.12.2020, Seite 13, https://taz.de/!p5099/
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Sie ist wie der Wind, der durch meinen Baum weht.

Ich spüre ihren Atem auf meinem Gesicht
Ihren Körper nahe bei mir
Kann ihr nicht in die Augen sehen
Ich spiele nicht in ihrer Liga
Wie dumm von mir zu glauben
Ich hätte alles was sie braucht
Sie ist wie der Wind

Sie ist wie der Wind, der durch meinen Baum weht
Sie reitet neben mir durch die Nacht
Sie führt mich durch das Mondlicht

Patrick Swayze, Wendy Fraser: She’s Like the Wind  |  Album: Dirty Dancing (soundtrack)  |  18.07.1987

Ich schaue in den Spiegel und alles was ich sehe
Ist ein junger alter Mann der nur einen Traum hat
Rede ich mir nur ein
Dass sie meinen Schmerz stoppen wird
Ein Leben ohne sie
Würde mich in den Wahnsinn treiben


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So geht aktives Zuhören – Gespräch mit Anne Güntzel | Deutschlandfunk Nova Grünstreifen

Lena Mempel, Anne Güntzel | Deutschlandfunk Nova Grünstreifen | 24.05.2021 | So geht aktives Zuhören – Gespräch mit Anne Güntzel | https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=927892


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„Der, des Verwaltung aufdringlich ist, des Volk ist gebrochen“

» […] Und bei uns agieren Regierung und Polizei mehr als aufdringlich. […] Wir Bürgerinnen und Bürger sollten endlich erwachsen werden und uns selbstständig machen, sollten beweisen, dass wir auch ohne den gescheiterten Typus des systemangepassten Politikers auskommen. Wir werden feststellen, dass dies nicht gleichzusetzen ist mit einem Verzicht auf politisches Handeln.
… | …
„Eigentlich wird ein Mensch ja in ein Amt berufen, um dort den Willen derer zu vertreten, die ihn dafür ausgewählt haben und ihn für diesen Job bezahlen. Keiner Firma würde es einfallen, einen Prokuristen einzustellen und ihm dann zu überlassen, was er auf diesem Posten tun will“ […] Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass der Staat für die Menschen da ist, nicht die Menschen für den Staat. Auch wenn „Staatsdiener“ uns dies am liebsten vergessen machen wollen, weil es eben bequemer ist und machtbewussten Menschen schmeichelt, über Untertanen zu verfügen.
… | …
Wir kritisieren und wir kuschen im Wechsel — es sind jedoch dieselben Gestalten, auf die wir uns in dieser Weise beziehen.
… | …
2020 ist jedoch gleichzeitig auch das Jahr, in dem sich viele Menschen unwiderruflich vom herkömmlichen Parteiengefüge abgewandt haben.
… | …
Integrität und das Machbare scheinen in der Politik zwei völlig getrennte Welten zu sein, die einander nur äußerst selten berühren.
… | …
Wir stehen vor dem kompletten Versagen des Parteiensystems, wie wir es gekannt haben. Die Hoffnung von heute ist mit vorhersehbarer Regelmäßigkeit die Enttäuschung von morgen. […] Ehemalige Aufrührer finden sich unversehens auf der anderen Seite der Frontlinie wieder: im Pulk jener, die den Aufruhr staatstragend bekämpfen und diffamieren.

Wir stehen einem Alternativlosigkeits-Kartell aus Union, FDP, SPD, Grünen und Linken gegenüber — mit einer „Alternative für Deutschland“, von der wir befürchten müssen, dass sie alles noch schlimmer machen würde, käme sie an die Macht.
… | …
Alle Parteien haben gemeinsam, dass sie Macht über uns ausüben wollen. Unterschiede verschwimmen im Angesicht dieser übergreifenden Gemeinsamkeit. Wir können zwischen Schattierungen der Unfreiheit wählen, niemals aber die Freiheit selbst. […] „Natürlich kann man sagen, die Partei X ist ein wenig liberaler, sozialer oder toleranter als die Partei Y. Wenn das Ziel aber Freiheit ist und Freiheit nur ohne Staat und Regierung geht, alle Parteien aber Staat und Regierung sind, so kann ich eben nicht das wählen, was ich will. Ich muss es schon selber herstellen, erreichen, aufbauen. Wenn ich ein Leben ohne Regierung will, ist es absurd, mir die Leute auszuwählen, die mich regieren sollen“ […] „Wenn ich Gefängnisinsasse bin und freikommen möchte (…), werde ich diese Freiheit nicht erreichen, indem mir die Gefängnisverwaltung die Wahl des Wachpersonals ermöglicht.“
… | …
Ein gutes Drittel der WählerInnen entscheidet sich für die Regierung, ein knappes Drittel für die parlamentarische Opposition, ein letztes Drittel entfällt auf kleine Parteien und Nichtwähler. Dadurch ist die Demokratie nicht nur weit vom Konsensprinzip entfernt, sie funktioniert nicht einmal als „Herrschaft der Mehrheit“. Schon deshalb müssen neue Formen der Bürgerbeteiligung gefunden werden. Vor allem bundesweite Plebiszite zu Sachthemen.
… | …
Staatliche Organe agieren gern nach dem Motto: „Ihr dürft uns jederzeit kritisieren und Vorschläge machen; nur erwartet nicht, dass wir uns danach richten.“ Damit muss Schluss sein. […] Demokratie bedeutet derzeit, die Kräfte zu wählen, die uns beherrschen dürfen. Richtig wäre, die zu wählen, die unseren Willen zu exekutieren haben. Wer als Politiker damit nicht einverstanden ist, ist als Volksvertreter fehl am Platz.
… | …
Moderne Demokraturen — nach dem Motto „Ich nehme deine Stimme und mache dann damit, was ich will“ — sind dem gegenüber eher eine Verfallsform. In ihnen findet Demokratie nur noch in stark abstrahierter Form statt, während Gewählte vor ihren Wählern in neblige Höhenregionen geflüchtet sind. Sie funktionieren nicht zuletzt auch durch Gewaltandrohung gegen diejenigen, die für sich andere Entscheidungen treffen, als von der Staatsmacht vorgegeben wird.
… | …
Es sollte in der Demokratie einen Mechanismus geben, wonach Massendemonstrationen ab einer bestimmten Menge zu einer Volksabstimmung führen. Oder, wenn sich die Proteste gegen die Regierung als Ganzes richten, zu Neuwahlen. Eine solche Logik ist in Deutschland nicht vorgesehen und wird von den Mächtigen gefürchtet. Eine demokratisch, das heißt durch ein gutes Drittel der Wählerstimmen legitimierte Regierung kann selbst dann weiterwursteln, wenn sie offensichtlich Wahlversprechen gebrochen hat und die Sympathie „ihres“ Wählerdrittels verloren hat.

In Deutschland haben immer mehr Menschen das Gefühl, mit ihren Protesten, mit Parteiaustritten, Wahlentscheidungen, Petitionen und Unterschriftenlisten gegen eine Wand aus Arroganz zu laufen. Das schürt Wut. Und die kann einmal heftig ausbrechen, selbst wenn über viele Jahre scheinbar Ruhe im Karton herrschte. „Der reißende Strom wird gewalttätig genannt. Aber das Flussbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig“, sagte der Dramatiker Bertolt Brecht.
… | …
Öffentliche Schwimmbäder und Büchereien fallen zum Beispiel gern dem kommunalen Rotstift zum Opfer. Sie gelten als zweitrangige „Staatsaufgaben“. Ist wirklich einmal Not am Mann und an der Frau wie bei den tausenden Flüchtlingen auf Lesbos, die durch einen Brand im Lager Moria obdachlos wurden, kneift der Staat. Sind doch einmal Geflüchtete ins Land gelangt, haben zum großen Teil „Ehrenamtliche“ die Ehre, sich um diese zu kümmern. Da Hartz IV nicht einmal das faktische Existenzminimum garantieren kann, dürfen „wohltätige Organisationen“ in unserer vertafelten Gesellschaft Essensreste an die Schlange Stehenden verteilen. Der gesamte karitative Bereich ist zum großen Teil kirchlich und durch private Träger organisiert. Wir haben es, überspitzt formuliert, als Sozialstaat mit einem ziemlich abwesenden Staat zu tun.
… | …
Für vieles, was für die Bürgerinnen und Bürger wirklich nützlich und notwendig ist, braucht es den Staat nicht unbedingt. Die meisten „Dienstleistungen“ des Staates könnten auch privat oder durch Selbstorganisation geleistet werden. […] „In der Tat gibt es keine einzige Dienstleistung des modernen Staates, die spezifisch staatlich wäre“ […] Wenn wir etwa an den größten Posten im Bundeshaushalt denken — Soziales —, dann ist offensichtlich, dass die staatliche Funktion hier bestens durch solidarisch organisierte, nichtstaatliche Großstrukturen übernommen werden könnte und teilweise bereits übernommen wird: Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung …
… | …
Man denke etwa an Genossenschaftswohnungen, die im Idealfall tatsächlich nur ihre Personal- und Verwaltungskosten als Miete berechnen. Es besteht in genossenschaftlichen Strukturen keine Absicht, Überschüsse zu erwirtschaften und diese spekulativ auf Kosten Dritter zu vermehren. Entstaatlichung also müsste nicht unbedingt „Privatisierung“ bedeuten („privat“ von lateinisch „privare = rauben“), sondern könnte darauf hinauslaufen, dass Aufgaben wieder in die Hände der Bürger zurückgegeben werden, für die sie geschaffen worden waren.
… | …
„Was den Staat tatsächlich ausmacht — und was er auch nie privatisieren würde —, sind seine spezifischen Institutionen wir Regierung, Parlament, Gesetzgebung, Bürokratie, Staatsbeamtentum, Steuerhoheit, Geld- und Erziehungsmonopol, Justiz, Polizei, Armee, Zoll, Geheimdienste — und nicht zuletzt das Recht, jeden zu bestrafen (und notfalls zu töten), der gegen eines dieser Dinge aufbegehrt“
… | …
Sehen wir an dieser Stelle davon ab, dass die Geldschöpfung und Geldverwaltung längst in privaten Händen ist und dass private Wachdienste sowie Verkehrsüberwachungsvereine vielfach schon Aufgaben übernehmen, die […] ein Kernanliegen des Staates berühren.
… | …
Nach innen übernimmt er [der Staat] die Funktion […] „Überwachen und Strafen“ […]. Nach außen hin dominiert die symbolische Repräsentation eines „Volkes“ — mit durchaus entbehrlichen, teilweise ans Lächerliche grenzenden Ritualen wie dem Abschreiten einer Militärformation unten Fahnen und zum Klang von Blasmusik —, sowie die Beziehungspflege mit anderen Nationen. Leider gehört dazu teilweise auch die bewusste Inszenierung völlig unnötiger Kriege mit für die Völker vernichtenden Folgen.
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„Ohne das ideologische Konstrukt und die konkrete Struktur des Staates wäre es absurd anzunehmen, ein Mensch könne es irgendwie zustande bringen, siebentausend, zweihundertfünfzigtausend oder mehrere Millionen Menschen töten zu lassen. Noch dazu ungestraft“
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„Ein System, in dem genug Nahrung produziert wird und wo dennoch Tag für Tag zigtausende Menschen verhungern, ist ein Irrsinn. Ein System, das periodisch organisierte Massenmorde anordnet, ist unmenschlich. Ein System, das diesen Planeten zunehmend ausplündert und unbewohnbar macht, ist selbstmörderisch.“
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„Er [der Staat] ist gewiss nicht die ‚Ursache allen Übels‘, aber er bündelt viele Übel, repräsentiert und verstärkt sie — und er erzeugt viele Probleme erst, die er dann zu bekämpfen vorgibt“
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Staatliches Handeln fungiert somit als Heilmittel für Krankheiten, die ohne diesen Staat gar nicht erst ausgebrochen wären.
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Das Rezept der meisten Bürger gegen schlechte Politik war bisher immer die Hoffnung auf bessere Politiker. Diese verwandelten sich im Zuge eines Umformungsprozesses jedoch regelmäßig in genau den Menschentyp, den sie in ihren idealistischen Jugendjahren bekämpft hatten.

Die Lösung kann also nicht in anderen Systempolitikern liegen, sondern in einer Veränderung des Systems.
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Obsolet geworden ist jedoch auch die Idee einer gewaltsamen, alle Verhältnisse mit einem Schlag umstürzenden Revolution.
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In einer fassadenhaften Realität leben wir jedoch schon jetzt. Wir brauchen nicht auch noch mit viel Blut und Tränen eine neue zu erringen.
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Daher bleiben Aufklärung und Proteste natürlich auch weiterhin geboten. […] Zu bilden wären „Zellen“ des Neuen, in denen sich ein besseres Leben entfalten kann — zum Beispiel Projekte, Kommunen und Gemeinden, jede von ihnen selbständig, jedoch untereinander vernetzt.
… | …
Wir können uns jedoch schrittweise aus dem Bann des Destruktiven befreien. Das beginnt mit der Verlagerung des Aufmerksamkeitsfokus weg von der politischen „Bühne“ mit ihren Parlamenten und Hinterzimmern — hin zu unserem eigenen Handeln als mündige BürgerInnen.
[…] «

Roland Rottenfußer  ::  Hinter Den Schlagzeilen  ::  29.09.2020  ::  Politik ohne Politiker  ::  https://hinter-den-schlagzeilen.de/politik-ohne-politiker


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Renn, wenn du kannst.

https://youtu.be/qDPRWQd2TE4

Am besten schminkst du dein Gesicht zu
Deiner bevorzugten Maske.
Mit deinen zusammengekniffenen Lippen
Und deinen tränenden Augen.
Mit deinem leeren Lächeln
Und deinem hungrigen Herzen.
Die Galle steigt dir hoch bei deiner sündigen Vergangenheit.
Mit deinen zerütteten Nerven
Wenn dein Panzer zerbricht.
Und die Hämmer gegen
Deine Türen schlagen.
Renn, wenn du kannst.

Pink Floyd: Run like hell  |  Album: The Wall  |  30.11.1979

Am besten schläfst du den ganzen Tag
Und rennst in der Nacht.
Verbirgst deine schmutzigen Gefühle
Tief in dir.
Und wenn du deine Freundin heute nacht
Ausführst,
Parkst du den Wagen besser
Gut außer Sichtweite.
Denn wenn sie dich auf dem Rücksitz erwischen
Beim Versuch sie anzumachen,
Dann schicken sie dich zurück zu deiner Mutter
In einem Pappkarton.
Renn, wenn du kannst.

https://open.spotify.com/track/7CLHw352I29cIRf944RQnO?si=eff57cb22aaa4b69


Hyperhedonie | a spotify playlist by Bernd Müller

es scrobbelt


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