1979: erkennbare und schädliche Veränderungen der Erdatmosphäre

» Den ersten Hinweis darauf, dass die Menschheit ihre eigenen Lebensbedingungen zerstören könnte, entdeckte Rafe Pomerance [im Frühjahr 1979] auf Seite 66 der regierungsamtlichen Veröffentlichung mit der Bezeichnung EPA-600/7-78-019. Es war ein technischer Bericht über Kohle mit einem kohlschwarzen Einband und der Schrift in Beige – einer von vielen ähnlichen Berichten, die in unterschiedlich großen Haufen in Pomerances fensterlosem Büro im Erdgeschoss eines Hauses in Capitol Hill lagen, das den Friends of the Earth als Washingtoner Hauptquartier diente. Im letzten Absatz eines Kapitels über Umweltschutzmaßnahmen hielten die Autoren des Kohleberichts fest, dass die unverminderte weitere Nutzung fossiler Brennstoffe innerhalb von zwei oder drei Jahrzehnten zu «erkennbaren und schädlichen» Veränderungen der Erdatmosphäre führen würde. «

Nathaniel Rich, Losing Earth, ISBN 978-3-7371-0074-8


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» Introvertierte sind sensibel. …

Schon laut Definition sind sie sensibler für Stimulation und können eher überwältigt werden als Extrovertierte. «

introvertiert.org


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Peng! Peng!

» Ich war fünf und er war sechs
Wir sind auf Steckenpferden geritten
Er trug Schwarz und ich trug Weiß
Er gewann jedes Mal den Kampf

Peng, peng, er schoss mich nieder
Peng, peng, ich fiel zu Boden
Peng, peng, dies schreckliche Geräusch
Peng, peng, mein Baby schoss mich nieder

Die Jahreszeiten kamen und gingen
Ich wuchs auf und er wurde mein
Er lachte immer und sagte:
„Erinnere dich daran, als wir früher gespielt haben:

Peng, peng, ich schoss dich nieder
Peng, peng, du fielst zu Boden
Peng, peng, dies schreckliche Geräusch
Peng, peng, ich schoss dich immer nieder“

Die Musik spielte und die Leute sangen
Die Kirchenglocken läuteten nur für mich

Jetzt ist er fort, ich weiß nicht warum
Bis zum heutigen Tag weine ich manchmal
Er hat sich noch nicht mal verabschiedet,
Sich noch nicht mal die Zeit genommen zu lügen.

Peng, peng, er schoss mich nieder
Peng, peng, ich fiel zu Boden
Peng, peng, dies schreckliche Geräusch
Peng, peng, mein Baby schoss mich nieder «

Quelle: https://lyricstranslate%5Bdot%5Dcom/de/bang-bang-peng-peng.html-1

AnnenMayKantereit, Amilli
Bang Bang


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Wie zähmst du deinen Hunger? | Liebster Award 5/13

Ich nehme die Dinge ja gerne wörtlich. Hunger. Hunger ist erst einmal und vordergründig das flaue Gefühl im Magen, wenn der Körper Energie in Form von Nahrung verlangt. Der andere Hunger ist der Hunger, den die Seele, die Psyche oder der Geist empfindet.

Wie zähmst du deinen Hunger? - How do you tame your hunger?

Wie zähmst du deinen Hunger? – How do you tame your hunger?

Zähmen. Nicht stillen. Stillen würde den Hunger befriedigen, würde das Gefühl vorübergehend verstummen lassen. Aber Zähmen? Wenn ich Hunger zähme, dann befriedige ich ihn nur teilweise, gerade so viel, dass er nichts überlagert aber im Hintergrund immer noch spürbar ist.

Den Hunger des Körpers nach Energiezufuhr zähme ich mit kleinen Snacks zwischendurch, wie z.B. von Dr. Karg’s „Dinkel Quinoa Vollkorn-Snack“ [Dies soll keine Werbung sein. Bitte kaufen Sie dieses Produkt nicht, weil es hier erwähnt wird. Es könnte Ihren Hunger vielleicht nicht zähmen.]

Doch was ist mit dem anderen Hunger? Wonach habe ich noch Hunger? Wie zähme ich ihn?

Den Hunger nach Akzeptanz zähme ich, in dem ich freundlich und wohlwollend zu meinem Mitmenschen bin; ihnen nicht nach dem Mund rede, ihnen zustimme, wenn sie denken wie ich und ihnen freundlich aber bestimmt widerspreche wenn es Unsinn ist.

Den Hunger nach Anerkennung zähme ich, in dem ich versuche Dinge, die auch Andere betreffen, so gut und zügig zu erledigen, wie es mir möglich ist.

Den Hunger auf Antworten auf meine Fragen an das Leben zähme ich, in dem ich genau beobachte und vergleiche.

Den Hunger nach Berührung oder Liebe oder Nähe oder Zärtlichkeit oder Zuneigung bekomme ich momentan nicht gezähmt, ich unterdrücke ihn.

Den Hunger nach Bewegung zähme ich dadurch, dass ich mehrmals die Woche zehn Kilometer jogge.

Den Hunger nach Bildung oder Informationen oder Wissen zähme ich dadurch, dass ich lese und höre und zuhöre.

Den Hunger nach Freiheit zähme ich, indem ich mir Vieles erlaube.

Hunger nach Freundschaft hatte ich solange nicht, bis eine Freundschaft sich zufällig ergab. Als die Freundschaft endete blieb der Hunger.

Geborgenheit finde ich in mir selbst und meiner kleinen Wohnung, auch an meinem Arbeitsplatz und in Hotelzimmern und in Cafés.

Den Hunger nach Gerechtigkeit bekomme ich in diesem Leben nicht mehr gezähmt.

Den Hunger nach Glück zähme ich, in dem ich die kleinen Dinge achte und mich bereits am Lächeln eines mir Entgegenkommenden oder dem Flügelschlag eines Schmetterlings oder unhörbaren Bewegung einer Fledermaus erfreuen kann.

Den Hunger nach Jugend zähme ich dadurch, dass ich neugierig bleibe, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln betrachte, mich von der Euphorie Jugendlicher anstecken lasse und meinen Körper regelmäßig bewege (siehe Joggen).

Den Hunger nach Kultur oder Kunst zähme ich auch durchs Lesen, Hören und Sehen und achte darauf, ins Kino, (Kleinkunst-)Theater und Museum zu gehen.

Den Hunger nach Leben zähme ich dadurch, dass ich meine Sinne nach außen richte, am Leben teilnehme, nicht in Pessimismus oder Optimismus verfalle, und Gelegenheiten wahrnehme.

Den Hunger nach Licht zähme ich dadurch, dass ich nach Draußen gehe oder die Gegenwart von besonderen Menschen genieße.

Den Hunger nach Menschlichkeit zähme ich dadurch, dass ich menschliche Szenen suche und mich an ihnen erfreue oder selbst menschlich handele.

Den Hunger nach Musik zähme ich durch Konzertbesuche und Musikhören; selbst zu musizieren ist wohl für das nächste Leben bestimmt.

Den Hunger nach Neuem zähme ich dadurch, dass ich die Augen und Ohren offen halte und Freude an Veränderung habe.

So mancher dieser Hunger ist auch regelmäßig gestillt.

Inspiration: https://murmelmeister.com/2019/07/16/nominated-1/


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„Die Gesellschaften des entfesselten Marktes werden mehr und mehr zum Schauplatz eines »molekularen Bürgerkriegs.“

» […] Die Gesellschaft des losgelassenen Marktes hat die noch überlebenden Formen von Solidarität, die letzten Zwischenstufen, die das Individuum vom Markt trennten und es vor ihm schützten, erodieren lassen und das Leben ihrer Mitglieder als sinn- und ziellosen Kampf aller gegen alle organisiert. So ist es kein Wunder, dass die dem Zerfall nichts entgegenzusetzen haben. Sie haben keine »Werte«, sie konsumieren, das ist alles. Und Konsum ist seinem Wesen nach nihilistisch und kann keine stabile moralische Ordnung stiften.
… | …
»Ein Mensch, dem der Lebenssinn abhandenkommt, wird Selbstmord begehen. Eine menschliche Einrichtung, sei es eine Familie oder sei es ein Staat, die nur noch – und sei es bestens – funktioniert, aber die nichts darüber hinaus verbindet, die von keiner gemeinsamen Idee oder Vision oder ideellem Interesse getragen und verbunden ist, ist tot und wird verfallen.«
… | …
Eine privilegierte Zielscheibe des »gemeinen Vandalismus« sind herrenlose Fahrräder, deren Speichen eingetreten und Felgen demoliert werden. Aus Blumenkübeln werden Pflanzen herausgerissen, Mülltonnen werden umgestoßen, Abfallbehälter aus der Verankerung gerissen und ihr Inhalt weiträumig in der Gegend verteilt. Eine namenlose Wut sucht sich ihre Objekte.
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Hass und Selbsthass sind manchmal wie zu einem Zopf verflochten. Je prekärer das männliche Selbstwertgefühl, desto größer ist die Verlockung, sich seiner Männlichkeit durch grobes und zerstörerisches Verhalten zu vergewissern.
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Herrschaft hat sich entpersonalisiert und anonymisiert. Sie tarnt sich immer perfekter als Technik und tritt den Menschen gegenüber als sogenannter Sachzwang auf.
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Wir werden von unsinnlichen Abstraktionen und um die Erde zirkulierenden Geldströmen beherrscht.
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Das Kapital kann nicht existieren, ohne fortwährend alles Vorgefundene zu zerstören und umzuwälzen. Die Kategorie des Genug, die die vorbürgerliche Welt durchaus kannte, wird durch eine neue Grenzenlosigkeit ersetzt.
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Der Kapitalismus […] ist ein System, das in ständiger Bewegung sein muss, ständige Überschreitung und das Niederreißen aller Begrenzungen gehören zu seinem Wesen. Keine Geldsumme ist so groß, dass sie nicht noch größer werden könnte. Rund zweihundert Jahre kapitalistischen Wachstums haben ausgereicht, den Planeten zu ruinieren. Die Resultate sind nicht mehr zu übersehen und treten langsam ins allgemeine Bewusstsein.
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Die Städte sind zum Objekt der Spekulation und zum Aufmarschgebiet der Waren geworden. Was im Weg ist, wird abgerissen und verschwindet. Kleine Geschäfte werden beseitigt, Menschen vertrieben und umgesiedelt. Ganze Landschaftsbilder ändern sich, Wälder werden gerodet, Bach- und Flussläufe verlegt, Autobahntrassen zerschneiden die Landschaft. Die Kassiererinnen in den Supermärkten werden demnächst durch Scanner ersetzt, die jeder Kunde selbst in die Hand nehmen soll. In absehbarer Zeit wird das Bargeld aus dem Verkehr gezogen.
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Der Vandalismus ist vor allem ein Symptom einer fortschreitenden Gesellschaftszerstörung. Auf seiner neoliberalen Entwicklungsstufe geht der Kapitalismus dazu über, im Namen von Flexibilität und Mobilität menschliche Bindungen systematisch und großflächig zu zerstören.
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Der von Wirtschaft und Gesellschaft so vehement geforderte flexible Mensch soll alle Bindungen aufgeben und Hemmungen ablegen, damit er zu allem fähig werde.
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Die zerfallende bürgerlichen Ordnung wird vom Vandalismus und vom Amoklauf geprägt sein.
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[wir] müssen […] mit der Entwicklung einer neuen Moral der Solidarität und gegenseitigen Hilfe antworten
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»Wir dürfen nicht warten, bis das Gemeinwesen verrottet ist und die moralische Verkrüppelung ein gesellschaftliches Betriebsklima geschaffen hat, das die Mühe um Anstand und politische Urteilskraft immer beschwerlicher und vielfach aussichtslos werden lässt.«
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Unübersehbar wächst in den sogenannten liberalen Demokratien das Interesse an der in China praktizierten Allianz von autoritärem Staat und künstlicher Intelligenz. Demnächst sollen dort 600 Millionen Kameras mit Gesichtserkennung das Verhalten der 1,4 Milliarden Einwohner überwachen und die Spielräume für Abweichungen aller Art zum Verschwinden bringen.
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Selbst in seinen schlimmsten Alpträumen hätte sich Orwell so etwas wie das sich unter unseren Augen entwickelnde digitale Panoptikum nicht vorstellen können. Konformes Verhalten wird mehr oder weniger automatisch erzeugt
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Die Leute verwanzen sich ihre Wohnung schon heute ohne äußeren Zwang und aus freien Stücken.
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Die zu Usern mutierten Menschen veröffentlichen ja bereits jetzt ihre »Profile« in den sozialen Netzwerken und tragen in Form ihrer Smartphones freiwillig eine elektronische Fußfessel. Wie und aus welchen Gründen sollten sie einer digitalen Diktatur Widerstand entgegensetzen?
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Die wirtschaftlichen Mächte […]sind seit geraumer Zeit damit beschäftigt, durch eine sich totalisierende Warenproduktion und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche menschliche Bindungen bewusst zu zerstören, um die Menschen in flexible und allseits anschlussfähige Wesen zu verwandeln.
… | …
Schulen, in denen ein Klima der Kooperation und des Vertrauens existiert und sich die Schülerinnen und Schüler mit Lehrern und Schule verbunden fühlen, weisen eine deutlich geringere Rate an Gewalttaten und Vandalismus auf als solche, in denen ein Klima der Fremdheit und Indifferenz herrscht.

Die Gesellschaften des entfesselten Marktes werden mehr und mehr zum Schauplatz eines »molekularen Bürgerkriegs« (Hans Magnus Enzensberger). Wer gegen ihn etwas unternehmen möchte, muss auf die Errichtung eines Wirtschaftssystems dringen, das industriell abrüstet und dessen wichtigste Angelegenheiten nicht Elektroautos, Smartphones und Algorithmen sind, sondern lebendige Beziehungen und menschliches Glück. «

Götz Eisenberg | junge Welt | 24.06.2019 | Zeit der Monster – Der Kapitalismus zerstört systematisch menschliche Bindungen, die das einzig wirksame Gegenmittel gegen Gewalt sind. Vandalismus und der Zerfall der bürgerlichen Gesellschaft | https://www.jungewelt.de/artikel/357377.vandalismus-und-gesellschaft-zeit-der-monster.html

Sollte sich der Urheber des hier verlinkten und zitierten Artikels durch das Posten dieser Verlinkung oder dem ganz oder teilweisen Zitieren aus dem verlinkten Artikel in seinem Urheberrecht verletzt fühlen, bitte ich um einen kurzen Kommentar und einen Beleg der Urheberschaft. Das Beanstandete wird dann unverzüglich entfernt. | Eventuelle Werbung in optischer Nähe zu diesem Artikel stammt nicht von mir, sondern vom Social-Media-Hoster. Ich sehe diese Werbung nicht und bin nicht am Verdienst oder Gewinn beteiligt.


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» Introvertierte brauchen mehr Pausen, …

… um das hohe Stimulationslevel in der extrovertierten Welt zu vertragen. «

introvertiert.org


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11,2 Milliarden Menschen führen 6,2 Milliarden Kfz

» Wenn es allerdings so weitergeht, werden im Jahr 2100 circa 11,2 Milliarden Menschen 6,2 Milliarden Kfz fahren beziehungsweise hauptsächlich – Verbrenner genauso wie Stromer – im Stau stehen. Und in der übrigen Zeit werden diese Kfz Abermillionen Menschen auf der Straße durch den von ihnen produzierten Dreck beziehungsweise die entsprechenden Klimafolgen töten und das Leben von weiteren Milliarden Menschen bedrohen. «

Klaus Gietinger, Vollbremsung (Warum das Auto keine Zukunft hat und wir trotzdem weiterkommen), ISBN 978-3-86489-280-6


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